Westernreiten: Para-Reining auf bestem Weg zur Para-Equestrian Disziplin!

NRHA Germany begeisterte mit ihrer Präsentation beim Equitana FEI Forum 

Im vergangenen Jahr lud die NRHA Germany zum ersten  Para-Reining Trainingscamp ein - nun setzte der größte Reiningverband außerhalb der USA einen weiteren Meilenstein mit der Präsentation von Para-Reining im Rahmen des FEI Forums für Para-Equestrian Disziplinen auf der Equitana. Mit den viel beachteten und bejubelten Vorführungen von Josephine Güttler auf IT Missi Gillmore, Birk Frerichs auf Slidin on Diamonds und Elinor Switzer auf Steppin Jackson, die gekonnt von Bernie Hoeltzel kommentiert wurden,  überzeugte die NRHA Germany das internationale Publikum ebenso wie die Offiziellen der FEI und des Kuratoriums für Therapeutisches Reiten. Fazit von Paul Kratschmer: „Es war eine gute Vorstellung unter schwierigen Messe-Bedingungen, und es hat sich gelohnt. Die FEI arbeitet nun an den Regeln für Para-Reining, so dass Reining für alle behinderten Grade (1-4) möglich wird unter der Voraussetzung, dass die Reiter die Pattern selbständig ohne direkte Hilfe bewältigen. Wenn nichts schief geht, dürfte Para-Reining 2016 in die Reihe der Para-Equestran Disziplinen aufgenommen werden.“

Zuschauer aus der ganzen Welt verfolgten beim FEI Para-Equestrian Forum die Präsentationen von Josephine Güttler (14 Jahre, PE Grade 1b) auf ihrer eigenen achtjährigen Painthorse Stute IT Missi Gillmore, Birk Frerichs (31 Jahre, PE Grade 3) auf dem 15-jährigen QH Wallach Slidin on Diamonds, in Besitz von Ute Holm und von Elinor Switzer (39 Jahre, PE Grade 4) auf dem fünfjährigen Painthorse Hengst Steppin Jacson, in Besitz von Nina Schneider. NRHA Germany Sportwart Bernie Hoeltzel erläuterte die besonderen Anforderungen der Disziplin Reining sowie die einzelnen Manöver, während Elinor Switzer den Anwesenden Einzelheiten zu den jeweiligen Grades mitteilte. Sogar ein Simultanübersetzer für Gebärdensprache war anwesend, um die Informationen für Gehörlose umzusetzen. „Es war eine tolle Veranstaltung“, so der ehemalige Vize-Präsident der NRHA Germany, Paul Kratschmer, der sich von Anfang an sehr für Para-Reining engagierte. „Die Leute waren sehr offen und schauten sich alles völlig unvoreingenommen und ohne Konkurrenzdenken an. Und das Ergebnis fasste der Vorsitzende des Kuratoriums für Therapeutisches Reiten, Dr. Jan Holger Holtschmit, zusammen mit seinem Satz: ‚Wir waren vorher sehr skeptisch, aber Sie haben mich überzeugt!‘“

 „Wir sind im vergangenen Jahr ein großes Stück vorangekommen und haben bereits 17 Para-Reiner mit klassifizierten Grades“, so Kratschmer. „Zu unserem nächsten Trainings-Camp am letzten Mai-Wochenende auf der La Mesa Ranch in Prichsenstadt haben wir die Offiziellen der FEI sowie des Kuratoriums für  Therapeutisches Reiten eingeladen und bereits positive Resonanz erfahren. “