Parlamentarischer Abend in Berlin: Pferdesport und -zucht suchten Gespräch mit Politik

Berlin (fn-press). Auch beim vierten Parlamentarischen Abend, zu dem die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und der Deutsche Bauernverband gemeinsam in die Zentrale der Deutschen Kreditbank AG eingeladen hatten, sorgte das Pferd für reichlich Gesprächsstoff zwischen den Bundespolitikern und den Vertretern aus Pferdesport und -zucht.

Als Ehrengäste waren Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und DOSB-Präsident Alfons Hörmann der Einladung gefolgt. Beide brachten ihre persönliche Verbundenheit zum Pferd zum Ausdruck. In ihren Statements gingen sie unter anderem auf die große Bedeutung der Bundeswehr für den Sport ein. Für viele Athleten mache es die Unterstützung von Bundeswehr, Zoll oder Bundespolizei überhaupt erst möglich, ihren Sport erfolgreich auszuüben, so Hörmann. Beide Ehrengäste berichteten außerdem von ihren Antrittsbesuchen in Warendorf und zeigten sich von der Arbeit des Verbandes und den Möglichkeiten des DOKR-Bundesleistungszentrums, der Sportschule und des Olympiastützpunktes äußerst beeindruckt. Alfons Hörmann nutzte darüber hinaus die Gelegenheit, die Entscheidung des DOSB zugunsten Hamburgs als deutscher Bewerber um die Olympischen Spiele 2024 zu erläutern und warb – speziell bei allen Berlinern – für eine Unterstützung der Hansestadt.

Die enge Verbindung von Pferd und Landwirtschaft und die gesellschaftliche Bedeutung des Pferdes für die Jugend und den Vereinssport waren zuvor von DBV-Präsident Joachim Rukwied, vom Vorsitzenden des Ausschusses Landwirtschaft und Ernährung, Alois Gerig, sowie von FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau thematisiert worden. Graf zu Rantzau erinnerte die zahlreichen Bundesabgeordneten insbesondere an die Sorge aller Pferdesportler, - züchter und -halter vor der Einführung der Pferdesteuer. Diese wird aktuell in über 200 Kommunen diskutiert und wurde in vier Gemeinden bereits beschlossen. „Hier handelt es sich um eine erstmalige Besteuerung einer Sportart“, kritisierte Graf zu Rantzau und betonte: „Nicht alle Reiter sind begütert.“ Graf zu Rantzau schilderte auch eindringlich, dass die zunehmende Ansiedlung von Wölfen unter Pferdehaltern Unsicherheit nach sich zieht. Es mehren sich Befürchtungen, dass Pferde von Wölfen in Panik versetzt aus Weiden ausbrechen und Unfälle verursachen könnten.

Den weiteren Verlauf des Abends nutzten die Vertreter der FN und des DBV zum Meinungsaustausch mit den Politikern und zur gezielten Information. Am Ende äußerte sich FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach zufrieden: „Es war das vierte Mal, dass wir auf diesem Weg den direkten Kontakt zu den Politikern gesucht haben. Wir freuen uns über die gute Resonanz. Sie zeigt, dass das Pferd und Pferdesport in der Bundespolitik durchaus eine wichtige Rolle spielen.“