Zweite Weltcup-Runde in Peking entschieden


Zweite Weltcup-Runde in Peking entschieden


(Hagen/ Beijing) – Der Sieger kommt aus der Inneren Mongolei, heißt Liu Tongyan und konnte seinen Erfolg kaum fassen. Mit Kubuqi hatte der Springreiter das Stechen der zweiten Weltcup-Qualifikation in Peking erreicht und in 35,52 Sekunden die schnellste Vier-Fehler- Runde absolviert. Im Beijing International Equestrian Center (BIEC) nahe der chinesischen Hauptstadt ging mit dem Sieg des Springreiters die zweite Etappe des erstmals in der Pferdesportgeschichte ausgetragenen FEI World Cup Jumping China zu Ende.

Rang zwei eroberte Nulahemaiti Abai aus der autonomen Region Xin Jiang mit Lauxley de Breve (4/ 45,48) vor dem ehemaligen Beerbaum-Schüler Huang Zuping auf Argelith Sambuca (4/49,27). Übrigens ein von der mehrmaligen Deutschen Meisterin Eva Bitter in den internationalen Sport gebrachtes Pferd. Volker Wulff, Geschäftsführer von EN GARDE Marketing und mit seinem Team vom BIEC mit der organisatorischen Umsetzung der Weltcup-Premiere beauftragt, schaut nun schon auf die dritte Weltcup-Etappe in Beijing am 14. und 15. Oktober: „Es wird heiß hergehen. Zum einen wird die Weltcup-Qualifikation im National Stadium for Perfomance and Art gleich neben dem Birds Nest – dem Nationalstadion Pekings – stattfinden, zum anderen bietet das 18.000 Zuschauer fassende Stadion eine für viele Reiter noch sehr ungewohnte Atmosphäre“. Die dritte Weltcup-Etappe in China wird mit dem Faktor 1,5 gewertet, das heißt der Sieger erhält 30, statt 20 Punkte. Im sehr engen Ranking kann sich dadurch noch viel Bewegung ergeben.

Eine besondere Herausforderung erwartet Volker Wulff und sein Team, wenn es darum geht, innerhalb von ca. 50 Stunden die riesige leere Halle in eine Reitsportarena zu verwandeln! Zudem findet parallel ein Konzert im Stadion statt und am Sonntag startet der Beijing-Marathon am Birds Nest. "Ich bin froh, dass wir die beiden letzten Veranstaltungen auf dem wunderbaren Gelände des BIEC ausrichten konnten und somit schon ein wenig unter einfacheren Bedingungen 'üben' konnten," so der Chef von EN GARDE, der etablierten Reitsportagentur aus Uthlede. "Wir haben es geschafft, durch unsere Arbeit das Vertrauen der chinesischen Partner zu gewinnen und zu beweisen, dass in relativ kurzer Zeit ein internationaler Standard bei den Turnieren hinsichtlich der Qualität erreicht werden kann", erklärt Wulff.

Er bedient sich dabei gemeinsam mit den Partnern aus Peking internationaler Spezialisten. So wird z. B. der in Malaysia lebende Oliver Hoberg als weltweit anerkannter Bodenspezialist dafür sorgen, dass auch das Sandgemisch auf dem geritten wird, internationalen Anforderungen entspricht.

 

Foto: Christoph Johanning-Möllerhaus/ EN GARDE