WM Sichtung der Ponyfahrer in Minden-Kutenhausen - Walter, Freund und de Boer siegreich

Minden (fn-press). Jaqueline Walter aus Petershagen, Marco Freund aus Neu-Isenburg und der Niederländer Jan de Boer – das sind die Sieger der Sichtung für die Weltmeisterschaften der Ponyfahrer, die an diesem Wochenende im westfälischen Minden-Kutenhausen ausgetragen wurde.

Vor heimischem Publikum konnte bei den Pony-Einspännerfahrern Jaqueline Walter, Tochter des Hausherrn der Anlage, überzeugen. Mit dem 16-jährigen Maverick gewann die B-Kaderfahrerin die Kombinierte Wertung der Pony-Einspänner und belegte Platz vier mit dem 13-jährigen Cathy’s Tabor. Zweiter wurde der Ungar Martin Hölle mit Apache de la Licorne, Dritter der Däne Peter Koux mit Taffy. Zweitbester Deutscher war Edwin Kiefer (Horb) mit Desperado auf Platz sechs. Während die nach ihr Platzierten in den einzelnen Teilprüfungen recht unterschiedliche Ergebnisse erzielten, zeigten Jaqueline Walter und Maverick durchgehend konstante Leistungen: In der Dressur war das Paar Fünfter, im Marathon Zweiter und im Hindernisfahren Zehnter. Im Marathon mussten die Beiden sich lediglich hauchdünn der Französin Laetitia Le Boucher und Pastel D’Ihia geschlagen geben: 75,10 Strafpunkte lautete das Ergebnis für Le Boucher, 75,80 das von Walter. Auf Platz drei landete hier übrigens eine weitere junge Fahrerin aus Deutschland: Sandra Schäfer (Nordwalde) mit Carino S. Fünf der insgesamt 49 Starter aus elf Nationen schieden in der Geländeprüfung aus, am frühen Morgen hatte es geregnet und etliche Teilnehmer hatten mit dem doch etwas rutschigen Geläuf ihre Schwierigkeiten. Glimpflich verlief der Unfall des deutschen Kaderfahrers Lars Heidotting aus Emsdetten, er konnte nach kurzer Zeit das Krankenhaus wieder verlassen. Dressursiegerin Els Broekmann aus den Niederlanden belegte mit Sluypenberg’s Aaron Rang 34 im Marathon und Platz sieben in der Kombinierten Wertung. Das Hindernisfahren gewannen Jaqueline Walter und Cathy’s Tabor. Nicht am Start waren die Sieger der ersten WM-Sichtung (und frischgekürte NRW-Meister), Patrick Hanisch (Ennigerloh) und Moses, da der Haflinger an einer fiebrigen Erkrankung litt.

„Meine Ponys waren gut, ich nicht“ – Marco Freund hatte eine ganz einfache Antwort auf die Frage, wie er seine Marathonfahrt bewertete. Mit Platz vier musste der zweifache Deutsche Meister der Pony-Zweispännerfahrer hier vorlieb nehmen. In zwei Hindernissen „sammelte“ er Punkte für abwerfbare Teile und konnte auch in den übrigen Hindernissen keine Bestzeiten herausfahren. Dennoch gab es für den 16-jährigen, der im nächsten Jahr von den Ponys auf Pferde umsteigen will, einen versöhnlichen Abschluss: Nach der Dressur gewann er auch das Hindernisfahren und damit die Gesamtwertung vor dem amtierenden Weltmeister Dieter Baackmann (Emsdetten) und Lokalmatador Christoph Weihe (Petershagen). Das Trio hatte auch in der Dressur die Platzierungslisten angeführt: Hinter Freund war Weihe Zweiter, Baackmann Dritter. Den Marathon gewann der Niederländer Ewoud Boom mit vier Bestzeiten in den acht Hindernissen vor Max Berlage aus Schüttorf, der in Hindernis zwei etwas Probleme hatte, aber in Hindernis vier, sechs und acht absolute Top-Zeiten fuhr. Dritter im Marathon war Baackmann. Lediglich zwei Fahrer blieben im Kegelparcours ohne Punkte: Neben Marco Freund war dies der Franzose Axel Mancaux, als zweitbester Deutscher dieser Teilprüfung hatte Dieter Baackmann einen Abwurf. Insgesamt gingen in der Pony-Zweispänner-Konkurrenz 36 Starter aus neun Nationen an den Start.

25 Teilnehmer aus sechs Nationen wetteiferten bei Pony-Vierspännern um Siege und Platzierungen. Mit mehr als elf Punkten Vorsprung dominierte der Niederländer Jan de Boer die Gesamtwertung und gewann mit seinen Welsh-A-Ponys die Dressur, war Zweiter im Marathon und Fünfter im Hindernisfahren. Auf Platz zwei der Gesamtwertung lag die Siegerin von Riesenbeck, die Belgierin Tinne Bax. Auf Platz drei folgte Steffen Brauchle (Lauchheim), auf Platz vier der Wunstorfer Nachwuchsfahrer Sven Kneifel. Tobias Bücker (Emsdetten), Zweiter der Dressur, wurde Gesamt-Fünfter. Der Sieg im Marathon ging ebenfalls in die Niederlande: Jannes Kinds gewann mit mehr als drei Punkten Vorsprung vor seinem Landsmann de Boer. Bester deutscher Fahrer in dieser Teilprüfung war Martin Thiemann aus Emsdetten auf Platz drei, dicht gefolgt von Thomas Bär aus Mühltroff, Gesamtsieger des Turniers in Schildau, der auch das Hindernisfahren für sich entscheiden konnte. Platz zwei belegte hier Michael Bügener aus Emsdetten- er war am Vortag im Marathon im fünften Hindernis ausgeschieden. Dritte im Hindernisfahren und Zehnte der Gesamtwertung war die US-Amerikanerin Kathleen Whaley, deren Ponys sicher vielen Zuschauern bekannt waren: Die Palominos gehören der erfolgreichen belgischen Fahrerin Mia Allo und wurden für die WM-Saison geleast. FN/Birgit Springmann

Alle Ergebnisse gibt es unter www.psg-gewe-minden.de