Westfalenblatt-Preis - Schneller Lemmer - Junge Wilde rocken Schützenplatz

 


Westfalenblatt-Preis - Schneller Lemmer


Paderborn –  Die internationale Reiterriege ist mit dem Eröffnungsspringen der E.ON Westfalen Weser Challenge gestartet. Den Westfalenblatt-Preis entschied Oliver Lemmer mit Orphee de l’Illon für sich und verwies den Wahl-Warsteiner Alois Pollmann-Schweckhorst mit Carthagonit und Klaus Brinkmann mit Pikeur Gamble auf die Plätze. Dabei hatte sich Lemmer über vier Sekunden von seinen Reiterkollegen abgesetzt. Dass der Reiter aus Lohmar immer für einen Sieg gut ist, hat er schon mehrfach unter Beweis gestellt, so siegte er bereits in den Großen Preisen von Dresden und Werne, wurde 2005 Rheinischer Meister und 2009 siebter bei der Deutschen Meisterschaft. Nach Paderborn ist Oliver Lemmer mit vier Pferden angereist, die E.ON Westfalen Weser Challenge ist sein Einstieg in die DKB-Riders Tour 2011: „Wir betreiben einen Handelsstall und da ist es mit der Turnierplanung nicht immer einfach. Aber ich versuche, so viele Etappen wie möglich mitzunehmen und hoffe, dass ich nach Paderborn auch in Hannover und München ins Geschehen eingreifen kann“, so der 32-Jährige.

 

Junge Wilde rocken Schützenplatz

Von wegen „Alter Schwede“ – gerademal 21 Lenze jung ist der Sieger der mit 23.000 Euro dotierten internationalen Zeitspringprüfung, die am Freitagabend bei der E.ON Westfalen Weser Challenge unter Flutlicht ausgeritten wurde. Douglas Lindelöw gelang dieses rasante Kunststück mit dem ebenfalls jungen, denn erst neunjährigen Balahe, einem Baloube de Rouet-Sohn. Bereits im letzten Jahr hatte Douglas Lindelöw von sich Reden gemacht: Der junge Mann hatte die Schwedischen Meisterschaften bei den Senioren und die Europameisterschaften der Jungen Reiter gewonnen sowie in Deutschland den Großen Preis von Kiel für sich entschieden.


Auf dem Schützenplatz war der ebenfalls erst 23-jährige David Will dem führenden Lindelöw ganz dicht auf den Versen. Mit dem Mecklenburger Wallach Lenny Kravitz war er nur ein Zehntel langsamer. Ihm ist die Reiterei in die Wiege gelegt, sowohl Mutter Sonja, als auch Vater Martin sind Berufsreiter, David Will selbst ist bei keinem geringeren als Dietmar Gugler in Pfungstadt angestellt.


So war das internationale Zeitspringen in Paderborn ein bisschen die Prüfung der Jungen Wilden, wenn sich nicht noch zwei Routiniers auf Platz drei vorgekämpft hätten: Markus Renzel aus Oer-Erkenschwick und sein bewährter, bereits 15-jähriger Conally. Die Liste der Erfolge dieses Paares ist ellenlang. Fast alle namenhafte Großen Preise führen die beiden in ihren Ergebnislisten, darunter Siege im Großen Preis von Salzburg und Balve, hohe Platzierungen in den Großen Preisen von Münster und München, um nur einige zu nennen. Außerdem vertraten die beiden bereits zwei Mal erfolgreich Deutschland in Nationenpreisen. Und Paderborn brachte Renzel im Sattel von Conally bereits vor fünf Jahren wichtige Punkte für die Riders Tour. Grund genug, auch in diesem Jahr wieder auf dem Schützenplatz für das Finale der DKB-Riders Tour in München punkten zu wollen.


Und bereits in diesem Zeitspringen konnten die Reiter andere wichtige Punkte sammeln: Weltranglistenpunkte. Kein Wunder also, dass die Ergebnisliste von internationalen Namen gespickt ist wie Denis Lynch aus Irland, Albert Zoer aus den Niederlanden und Linda Heed aus Schweden.

 

Schützenplatz von Kinderlachen erfüllt

Alle Jahre wieder gehört am Freitagvormittag der Schützenplatz den kleinen Paderborner Bürgern, dann nämlich wenn der traditionelle Kindertag der E.ON Westfalen Weser Challenge seine Tore zum Schützenplatz öffnet. Von allen Seiten des rund angelegten Areals strömt dann Kinderlachen auf das Turniergelände. Wie in jedem Jahr war auch diesmal für Spaß gesorgt. Eine Art  Postenlauf gab es für die rund 600 Kinder aus 17 Grundschulen und Kindergärten der Region zu absolvieren. Am Stand der TuPaRe, der Turniergemeinschaft Paderborn und Region e.V., gab es einen echten Hindernisparcours wie bei den internationalen Reitern – nur im Kleinformat – den es möglichst schnell zu bewältigen galt. Die E.ON Westfalen Weser AG Paderborn stellte einen Wasserparcours, der ebenfalls auf Zeit zu schaffen war. Die veranstaltende Agentur En Garde fragte Fachwissen ab, hier sollten die Kids Pferdeausrüstung bestimmen und konnten so Punkte sammeln. Letztlich führte bei den Rotary Clubs das klassische Hufeisenwerfen zu Punkten. Die Sieger wurden dann im Springstadion ausgelost. Der erste Preis, einen Tag auf dem Ponyhof, ging an die Klasse 2 a der Grundschule Riemeke, außerdem wurden Geldpreise an den Katholischen Kindergarten St. Johannes, die Katholische Kita St. Vincenz, das Kinderhaus Kunterbund und an die Klasse 3 d der Grundschule Theodor gelost.

 

Ergebnisüberblick von Freitag, dem 09.09.2011

Springprüfung: SML Tour – Small Qualifikation zur SML Trophy 2011/2012, dotiert mit 1000 Euro:

1. Pia-Luise Distel (Wächtersbach) mit Conterna W, 44 Punkte;

2. Hugo del Cerro von Scharn (Bad Abbach) mit Rubens de la Laume, 44;

3. Thomas Sagel (Brakel) mit Christobal, 44;

4. Julia Kremser (Zangberg) mit Casanova, 44;

5. Ekaterina Rybolovleva (Russland) mit Obelix du Thot, 44;

6. Thomas Holtrop (Köln), mit Conteur, 44

 

Springprüfung: Tour – Medium Qualifikation zur SML Trophy 2011/2012, dotiert mit 1200 Euro:

1. Anne Kamilla Brekke (Norwegen) mit Polinka, 44 Punkte;

2. Samina Hayat (Dänemark) mit Ophenia, 44;

3. Ekaterina Rybolovleva (Russland) mit Uropo, 44;

4. Flaminia Straumann (Schweiz) mit Double O Seven II, 44;

5. Cornelius Dührkop (Hamburg) mit  Copenhagen Gk, 44;

6. Samina Hayat (Dänemark) mit Bonaire, 41;

 

Springprüfung: SML Tour – Large Qualifikation zur SML Trophy 2011/2012, dotiert mit 1600 Euro:

1. Tobias Blotz (Elz) mit Waiquiri, 44 Punkte;

2. Kira Gammersbach (Essen) mit  Woman, 44;

3. Stefan Unterlandstättner (Berlin) mit Cardenio, 43;

4. Norbert Paul ( / ) mit Raloe, 42;

5. Flaminia Straumann (Schweiz) mit Tarpan, 41;

6. Flaminia Straumann (Schweiz) mit Lord Luis, 38;

 

Springprüfung: Westfalen-Blatt Preis Eröffnungsspringen Springprüfung nach Fehlern und Zeit, international, dotiert mit 3500 Euro:

1. Oliver Lemmer (Lohmar) mit  Orphee de l'Illon, 0 SP/48.89 sec;

2. Alois Pollmann-Schweckhorst (Warstein) mit Carthagonit, 0/52.04;

3. Klaus Brinkmann (Bielefeld) mit Pikeur Gamble, 0/52.95;

4. Denis Lynch (Irland ) mit Crocant 3, 0/53.82;

5. Meredith Michaels-Beerbaum (Hörstel) mit Bella Donna, 0/54.85;

6. Kathrin Müller (Wickede) mit Shakespeare, 0/54.96;

 

Springprüfung: Preis der Vauth-Sagel-Gruppe, Brakel-Erkeln

Springprüfung nach Fehlern und Zeit, national, dotiert mit 2000 Euro:

1. Klaus Brinkmann (Bielefeld) mit Pikeur Formidable, 0 SP/52.69 sec;

2. Heino Henning (Hechthausen) mit Cindy, 0/53.29;

3. Thorsten Brinkmann (Herford) mit Cassano, 0/53.58;

4. Klaus Brinkmann (Bielefeld) mit Pikeur Cafu, 0/55.82;

5. Sarka Schmaus (Wurzach) mit U Mijnheer, 0/57.02;

6. Gregor Schmidt (Lünen) mit Enton, 0/57.44;

 

Sprinprüfung: Zeitspringprüfung, dotiert mit 23.000 Euro:

1. Douglas Lindelöw (Schweden) mit Balahe, 57.62 sec;

2. David Will (Pfungstadt) mit Lenny Kravitz, 57.71;

3. Markus Renzel (Oer-Erkenschwick) mit Conally, 58.00;

4. Denis Lynch (Irland) mit Contifex, 58.48;

5. Kathrin Müller (Wickede) mit Shakespeare, 58.51;

6. Albert Zoer (Niederlande) mit Sam, 58.70;

 

Foto oben von Karl-Heinz Frieler:  Douglas Lindelöw und Balahe