Weser-Ems-Ponyreiter dominieren Goldene Schärpe 2015 in Saerbeck

Schleswig-Holstein gewinnt Silbermedaille / Einzelsieg für Nele Albers vom gastgebenden Verein Saerbeck

Saerbeck (fn-press). Die Nachwuchstalente aus Weser-Ems gaben bei der Goldenen Schärpe der Ponyvielseitigkeitsreiter 2015 im westfälischen Saerbeck den Ton an. Mit einem Endstand von 462,0 Punkten sicherten Monja Diekmann (13, Löningen) mit Marleen, Lea Sophie Gasenzer (13, Oldenburg) mit Children’s Luck, Lisa-Marie Hoffmann (12, Osnabrück) mit Leviano, Jaimie Kemper (12, Haren) mit Rocky Biagotti sowie Marie Schreiber (12, Ganderkesee) mit Cool Man ihrem Landesverband nach 15-jähriger Pause wieder Gold in der Mannschaftswertung. Damit nicht genug gab es auch noch Bronze fürs Team Weser-Ems II. Über die Silbermedaille in dem kombinierten Wettkampf aus Dressur, Stilspringen und Stilgeländeritt der Klasse E, Vormustern, Theorie und Laufen durfte sich die Mannschaft aus Schleswig-Holstein freuen.

„Wir hatten hier ein ganz tolles Team mit super Ponys und guten Reitern“, sagte die Weser-Emser Mannschaftsführerin Janna Horstmann strahlend. Selbst ehemalige „Schärpen-Reiterin“ und deutsche Juniorenmeisterin Vielseitigkeit, engagiert sich die 24-jährige Studentin der Sportpädagogik seit zwei Jahren auch als Trainerin. Zum zweiten Mal begleitete sie die Ponyreiter ihres Landesverbandes zur Goldenen Schärpe – mit Riesenerfolg. „Wir waren schon sehr selbstbewusst, dass wir hier gut abschneiden würden“, sagte sie. Dass es am Ende jedoch für gleich zwei Medaillen reichen würde, kam auch für sie überraschend. Bis zur sechsten und letzten Teilprüfung der Goldenen Schärpe, dem Stilgeländeritt, lagen ihre Teams noch auf den Plätzen zwei beziehungsweise acht. „Während des Ritts war dann ich so beschäftigt, dass ich den Zwischenstand gar nicht mehr mitverfolgen konnte“, sagte sie. „Erst kurz vor der Siegerehrung habe ich das Ergebnis gesehen.“

Zunächst hatte alles darauf hingedeutet, dass die Mannschaft vom Reitverein Saerbeck ihren Heimsieg von 2009 wiederholen könnte. Doch die letzte Prüfung machte den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung. Zwei Reiterinnen scheiterten an der Geländestrecke und sorgen dafür, dass das Team auf Platz zwölf durchgereicht wurde. „Wir waren hier mit sehr jungen Reitern am Start. Dass wir überhaupt so gut liegen würden, damit war eigentlich gar zu rechnen“, sagte Mannschaftsführerin Petra Hartken. Versöhnt wurden die heimischen Fans durch den Sieg von Nele Albers (12, Emsdetten) mit Nora Belle in der Einzelwertung. Mit 122,4 Punkten verwies sie Marie Schreiber vom siegreichen Team Weser-Ems I mit 118,5 Punkten sowie die hessische Reiterin Maxima Homola (11, Bad Homburg) mit Nutcracker mit 118,4 Punkten auf die Plätze. Darüber hinaus durfte sich Amelie Altepost (12, Greven), einer der beiden Pechvögel im Gelände, über einen Sonderehrenpreis für das beste Dressurergebnis von 9,0 freuen.

Das höchste Wertnote im Gelände vergaben die Richter an eine der Jüngsten im 90 Teilnehmer zählenden Starterfeld: Für ihren rhythmischen, von Sprung zu Sprung gut vorbereiteten Ritt mit Magic Noire erzielte die erst zehnjährige Hanna Jensen aus Tetenhusen die 9,0 und verhalf damit ihrem Team Schleswig-Holstein zur Silbermedaille. Am Ende hatten sie und ihre Schwester Hella Jensen (12) mit Danke, Lina Schmeling (12, Hamburg) mit Johnny Boy, Kaya Thomsen (12, Lindewitt) mit Rabia sowie Chiara Sophie Graage (14, Bad Malente) mit Schierensees Sugar Babe 457,8 Punkte auf dem Konto. Auf insgesamt 444,3 Punkte kam das Team Weser-Ems II, dem neben Marie Weber (12, Wardenburg) mit Baluba und der mit zehn Jahren jüngsten Teilnehmerin Antonia Peiß (Bippen) mit Pelle auch drei Jungen angehörten: Kay Ahillen (12, Groß Berßen) mit Lollypop, Josef Diekmann (12, Löningen) mit Lalube und Nanno Kohlschein (12, Ganderkesee) mit Lantinus.

Insgesamt nahmen 18 Mannschaften aus 13 Verbandsbereichen an der Goldenen Schärpe teil. Weitere sieben Mannschaften gingen bei der Kleinen Schärpe an den Start. Auch hier siegte mit dem Team vom RV Schlaggenhof/Garrel eine Mannschaft des Landesverbands Weser-Ems vor den Mannschaften vom RV Greven/Westfalen und Hessen II.