Weltmeisterschaften der Jungzüchter: Alle Titel an deutsche Zuchtverbände

 


Weltmeisterschaften der Jungzüchter:

 

 

Alle Titel an deutsche Zuchtverbände

 

Chazey-sur-Ain/FRA (fn-press). Bei den Weltmeisterschaften der Jungzüchter in Frankreich haben die Mannschaften der deutschen Zuchtverbände alle Titel gewonnen. Insgesamt gingen 20 Teams aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlande, Österreich, Schweden, Slowenien, Kanada, USA und Deutschland in Chazey-sur-Ain, in der Nähe von Lyon, an den Start. Die deutschen Farben vertraten Mannschaften der Zuchtverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg-Anhalt, Hannover, Holstein, Sachsen-Thüringen, Trakehner und Westfalen.

Die Gesamtwertung der Mannschaften gewannen die Holsteiner, Platz zwei belegte Titelverteidiger Brandenburg-Anhalt und auf Platz drei landete Baden-Württemberg. Einzelweltmeisterin wurde Jana Rehder aus Holstein, die auch die Einzelwertung der Altersklasse I (16 bis 19 Jahre) gewann. Platz zwei belegte Sarah Maurer (Baden-Württemberg), Platz drei ging an Gregor Bensmann (Westfalen), Platz vier an Luka Bovensiepen (Baden-Württemberg) und Tine Rickers (Holstein). Bei den 20- bis 25-Jährigen der Altersklasse II siegte Anna Maria Deparade (Sachsen-Thüringen), gefolgt von Ricarda Schlüter (Westfalen) und Jos Muffels (Holstein), auf Platz vier folgte Jakob Degenhardt (Sachsen-Thüringen).

In der Teamwertung der Altersklasse I siegte die Mannschaft aus Baden-Württemberg (Sarah Maurer, Anke Gaab, Luka Bovensiepen), gefolgt von Holstein (Jana Ehlers, Jana Rehder, Tina Rickers) und Brandenburg-Anhalt (Hanna Edler, Niklas Eberhardt, Teresa Jürges). In der Altersklasse II hatte das Team aus Sachsen-Thüringen (Anna Maria Deparade, Jakob Degenhardt, Juliane Wilke) die meisten Punkte, Silber holte Holstein (Jos Muffels, Corinna Stoldt, Tjark Roll) und Bronze ging an Brandenburg-Anhalt (Viktoria Herzog, Lisa und Sophie Wachtel).

Der Wettbewerb hatte mit der ersten Disziplin, der Theorie begonnen. Um gleiche Voraussetzungen für alle Teilnehmer zu schaffen, wurde im Vorfeld ein 70-seitiger Katalog in englischer Sprache verfasst, aus dem dann 20 Fragen beantwortet werden mussten. Insgesamt 49 Teilnehmer beantworteten alle Fragen korrekt. Direkt im Anschluss an die Theorie fand das Beurteilen im Freispringen und Freilaufen statt. Anders als oft üblich, hatten alle Pferde genau die selben Anforderungen zu erfüllen. Das hieß, dass von der Freispringcrew nur wenig individuell auf das einzelne Pferd eingegangen und besonders das Vermögen einiger Pferde nicht ausgereizt wurde. Das machte die Notenvergabe nicht sonderlich einfach. Beste deutsche Starter waren Gregor Bensmann (Westfalen) und Georg Schachner (Bayern) auf Platz vier in der Altersklasse I und Sarah Dempfle (Bayern) auf Platz drei in der älteren Gruppe.

In der Exterieurbeurteilung waren die besten deutschen Starter der jüngeren Gruppe Jana Rehder und Tine Rickers (beide Holstein) gemeinsam auf Platz drei. In der Altersklasse II siegte Anna Maria Deparade (Sachsen-Thüringen). In der Königsdisziplin, dem Vormustern, zählten in der Altersklasse I am Ende neun deutsche Teilnehmer zu den zehn Besten. Das beste Ergebnis lieferte Luisa Huber (Westfalen), dicht gefolgt von Sarah Maurer (Baden-Württemberg) und Sophie Oldenburger (Trakehner), die punktgleich auf Platz zwei landeten.

Auch bei den Älteren dominierten die deutschen Jungzüchter, bis zum 14. Platz standen ausschließlich deutsche Starter in der Platzierungsliste. Ganz stark auch hier wieder eine Baden-Württembergerin: Antje Kurzweg, die gemeinsam mit Ricarda Schlüter aus Westfalen siegte, auf Platz drei kam Kristina Gehrdau-Schröder (Hannover).

Ausrichter der WM war der französische Verband ANSF. Als Richter waren aus Deutschland Hannah Bott (Baden-Württemberg) und Ira Hagemann (Hannover) im Einsatz. Die nächsten Weltmeisterschaften der Jungzüchter finden 2013 in Schweden statt.

Am Rande der Weltmeisterschaften fand auch die dritte Sitzung, der im Jahr 2009 gegründeten Internationalen Jungzüchtervereinigung (International Young Breeders) statt. Innerhalb der letzten zwei Jahre haben sich viele neue internationale Zuchtverbände angeschlossen, so war erstmals Großbritanien mit drei Verbänden vertreten und auch aus den USA, Slowenien und Canada wurde ein Team entsandt. Die Sitzung der Internationalen Jungzüchter wird zukünftig statt jährlich im Zweijahresrythmus stattfinden. Desweiteren wurden die Wettkampfmodalitäten besprochen und weitere Ziele definiert. Erfreulicherweise werden die Aktivitäten nach wie vor sehr von der Internationalen Vereinigung von Sportpferdezuchten (WBFSH) unterstützt. Präsidentin der internationalen Jungzüchtervereinigung ist weiterhin Inken Gräfin von Platen-Hallermund (Deutschland, Holsteiner Jungzüchter) und Vizepräsident Norman Storey (Irland). Aufgrund des Ausscheidens von Marcel Koch (Frankreich) wurde als drittes Vorstandsmitglied Celia Clarke (Großbritannien) neu in den Vorstand gewählt. Mehr Informationen zu den Internationalen Jungzüchtern und der Weltmeisterschaft unter www.young-breeders.com.                                                                                                        Deparade/Dietrich/evw