Weltcupsieger holt sich MASTERS LEAGUE Sieg in Frankfurt

 

 

Weltcupsieger holt sich

MASTERS LEAGUE Sieg in Frankfurt

 

(Frankfurt a.M.) Ein schnittiger neuer Subaru und Wogen von Applaus waren der Lohn der Mühe für Christian Ahlmann aus Marl. Die Mühe währte zunächst mal einen fehlerfreien Umlauf und dann 35,08 Sekunden lang. Kurzes Warten und dann war klar, dass der 38 Jahre alte Springreiter, der am 17. Dezember Geburtstag feiern konnte, den Großen Preis von Frankfurt, präsentiert von der Deutschen Vermögensberatung AG, mit Codex One gewonnen hat.

„Mein letztes Jahr war schon gut und das neue hat gut angefangen“, fasste der Sieger die persönliche Ahlmannsche Zeitrechnung zusammen. „Ich hätte nicht gedacht, dass Codex One beim dritten Turnier nach seiner Pause schon wieder so mitmachen kann“. Der neun Jahre alte Hannoveraner Contendro-Sohn gewann mit Ahlmann bereits die Goldene Peitsche beim Hardenberg-Burgturnier in Nörten-Hardenberg, musste im Sommer verletzungsbedingt pausieren und ist erst seit einigen Wochen wieder im Einsatz. Für Codex One wie auch für Taloubet Z ist die Weltcupsaison nun ein Thema, für die sich ihr Reiter als Titelverteidiger allerdings nicht regulär qualifizieren muss.

Hätte ihm im Januar jemand gesagt wie sein Sportjahr verlaufen würde „ich hätt es nicht geglaubt“, bekannte Jörg Oppermann aus Gückingen unumwunden. Der Youngster jumpte mit dem Holsteiner Hengst Che Guevara auf Rang zwei im MASTERS LEAGUE-Finale. Der 26 Jahre alte Reiter, der bei Markus Wenz seine Ausbildung absolviert hat, zeigte sich im März in Braunschweig in Top-Form, überzeugte in Nationenpreisen und in Hannover und München und landete nun in Frankfurts Festhalle erneut einen großen Wurf mit Che Guevara. Nach Frankfurt ist nun Pause angesagt und dann geht es im Februar nach Wellington/ Florida. Oppermann soll dann Teil einer jungen Nationenpreis-Equipe sein.

Die Dritte im Bunde war Titelverteidigerin Janne Friederike Meyer aus Schenefeld, die den mächtigen Holsteiner Schimmelwallach Holiday by Solitour gesattelt hatte. „Ich bin unheimlich stolz auf ihn, denn er ist ja nicht gerade ein typisches Hallenpferd, aber wie er das in den letzten zwei Tagen hier gemacht hat, hat mich wirklich gefreut“, schwärmte die Mannschafts-Europameisterin, die in buchstäblich letzter Sekunde am Samstagabend die Qualifikation zum Großen Preis sicher gestellt hatte. Schlüssiger Kommentar dazu: „Ich kann eigentlich ganz gut unter Druck reiten“.

Die junge Generation zelebrierte ihr Saisonfinale des European Youngster Cups – eine junge MASTERS LEAGUE – noch vor dem Großen Preis von Frankfurt und schon wieder gewann eine Reiterin – Stefanie Bistan aus Österreich holte sich mit Juvina den Sieg im Stechen des Lotto Hessen-Preis strafpunktfrei in 39,72 Sekunden. Die Gesamtwertung gewann eine junge Niederländerin – Stefanie Brugmann wurde Sechste im Lotto-Hessen-Preis, das genügte vollauf um die Gesamtwertung zu gewinnen. „Es ist toll, dass es den EY-Cup gibt, weil man nach der Junioren/ Junge Reiter-Zeit nicht gleich gegen die großen, alten Namen reiten muss“.

Die 19 Jahre junge Stefanie Bistan freute sich diebisch über den Coup und verkündete bereits, sie würde gern weiter EY-Cup reiten: „Ich kann ja noch fünf Jahre lang dabei sein“. Der zweitplatzierte Marcel Wolf aus Hamburg und Christine Dorenkamp aus Goch als Dritte sehen dagegen ihrer letzten EY-Cup-Saison entgegen – altersbedingt. Nur bis zum 25.Lebensjahr können die Nachwuchsreiter den European Youngster Cup reiten.

Mit rund 43.000 Besuchern erreichten die Veranstalter des Internationalen Frankfurter Festhallen-Reitturniers ihr Ziel. An den vier Tagen strömten Pferdesportfans jeglichen Alters in die Arena. Am Sonntag kamen allein rund 6000 und die bereiteten auch zwei besonderen Pferden einen herzlichen Abschied. Lars Niebergs inzwischen 17 Jahre alte Hannoveraner Stute Lucie wird künftig vom Sport auf Zucht „umschulen“ und ging in Frankfurt ihren letzten Großen Preis. Noch bevor der begann, sauste der 1994 geborene KWPN-Wallach in eine letzte Ehrenrunde. Mario Stevens bietet seinem Top-Pferd nun einen komfortablen Ruhestand in seiner vertrauten Umgebung, in der der braune Wallach auch künftig alle Aufmerksamkeit genießen wird. Mit dem Wallach nahm bereits Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) erfolgreich an den Olympischen Spielen in Athen und an den Europameisterschaften in San Patrignano teil und verkaufte das Pferd an Mario Stevens, der u.a. das MASTERS LEAGUE Finale 2009 mit Mac Kinley gewann.

 

Ergebnisüberblick

Internationalen Festhallen Reitturnier Frankfurt


Casino Wiesbaden – Preis

B-Finale MASTERS LEAGUE -

Int. Zeit-Springprüfung

1. Emanuele Gaudiano (Italien), Dassino, 50.76 sec; 2. Tobias Meyer (Bonstetten), Aluta, 51.16; 3. Cassio Rivetti (Ukraine), Lazio, 53.65 (49.65); 4. Max Kühner (Starnberg), Lacapo, 54.59; 5. Bernd Herbert (Viernheim), Westorcan, 55.04 (51.04); 6. Ann-Kathrin Helmig (Lüdinghausen), Sisi, 55.14

 

LOTTO Hessen – Preis

EUROPEAN YOUNGSTER CUP

(Young MASTERS LEAGUE) Gold Final

Int. Springprüfung mit Stechen

1. Stefanie Bistan (Österreich), Juvina, 0 SP/39.72 sec; 2. Marcel Wolf (Oensingen), Brustor Boy of Kannan, 0/40.35; 3. Christine Dorenkamp (Geldern), Tourbillon vd Zuidhoek, 0/40.86; 4. Marco Illbruck (Berlin), Clooney, 0/42.53; 5. Tobias Woltering (Ochtrup), Cortez EGE, 4/40.78; 6. Stephanie Brugman (Niederlande), Qwinto, 4/44.19

 

GROSSER PREIS VON HESSEN

präsentiert von der Deutschen Vermögensberatung AG

Finale der MASTERS LEAGUE

Int. Springprüfung mit Stechen

1. Christian Ahlmann  Marl), Codex One, 0 SP/35.08 sec; 2. Jörg Oppermann (Gückingen), Che Guevara, 0/35.44; 3. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), Holiday by Solitour, 0/37.86; 4. Jose Larocca (Argentinien), Royal Power, 0/38.12; 5. Rene Tebbel (Emsbueren), Cooper, 0/38.13; 6. Luciana Diniz (Fürstenau), Lacontino, 0/38.83

 

EUROPEAN YOUNGSTER CUP

(Young MASTERS LEAGUE) Silver Final

Int. Springprüfung (Fehler/Zeit)

1. Jason Smith (Pfungstadt ), Rival, 0 SP/49.73 sec; 2. Alexander Hinz (Diepholz), Can Fly, 0/51.98; 3. Robin Schmitz (Schweiz), Quassia Sitte, 0/53.35; 4. Daniel Oppermann (Hofgeismar), Chakichak, 0/55.14; 5. Josef-Jonas Sprehe (Cloppenburg), Tschaika, 0/55.49; 6. Michael Eichler (Zorneding), Riva Loona, 1 Strafpunkt 63.19

 

ESCON Spring Club - Mittlere Tour - B-Finale

Int. 2-Phasen-Springprüfung

(beide Phasen mit Zeitwertung)

1. Anna-Bettina Jakob (Großostheim), NBE GROUP'S Arctos, 0 SP/25.05 sec; 2. Marie Lütgenau (Herdecke), Caressina, 0/25.77; 3. Pia-Katharina Beeking (Ahaus), Richy Rich, 0/25.80; 4. Jennifer Maubach (Horn- Bad Meinberg), Leadership, 0/30.23; 5. Mario Walter (Lippach), Waldfee, 4/26.29; 6. Jennifer Maubach (Horn- Bad Meinberg), Quidam's Lena, 4/30.44

 

FEI World Cup Dressage Final

for Young Riders 2011

präsentiert von Schenker Deutschland AG

B-Finale, Int. Dressurprüfung - Kür

1. Simona Aeberhard (Schweiz), Active Private Dancer, 71.425 Punkte; 2. Isabelle Leibler (Amerika), Watson, 68.700 Punkte; 3. Riccardo Sanavio (Italien), Lullaby, 68.000 Punkte; 4. Wiktoria Siergiej (Polen), Up Date, 65.100 Punkte; 5. Lea-Elisabeth Pointinger (Österreich), CM's Gino, 65.025 Punkte; 6. Alexandra Alexopoulou (Griechenland), Marco Polo, 62.675 Punkte

 

Reem Acra FEI World Cup Dressage,

Preis der Liselott-Schindling-Stiftung,

Int. Dressurprüfung

Aufgabe: Grand Prix Kür, Qualifikation MEGGLE Champions

1. Valentina Truppa (Italien), Eremo Del Castegno, 79.950 Prozent; 2. Monica Theodorescu (Sassenberg), Whisper, 78.200 Prozent; 3. Dorothee Schneider (Framersheim), Diva Royal, 77.025 Prozent; 4. Patrik Kittel (Schweden), Toy Story, 76.375 Prozent; 5. Hans Peter Minderhoud (Niederlande), IPS Tango, 75.825 Prozent; 6. Isabell Werth (Rheinberg), Don Johnson, 74.100 Prozent

 

Foto von Karl-Heinz Frieler: Christian Ahlmann auf Codex One