Weltcupfinals in Leipzig - 17 Deutsche im Finale dabei

Weltcupfinals in Leipzig - 17 Deutsche im Finale dabei

Leipzig (fn-press). Das gab es noch nie – Weltcupfinals in vier Disziplinen, zeitgleich und an einem Ort. Vom 28. April bis 1. Mai richten sich die Augen der Pferdesportfans auf die Messehallen in Leipzig, Ausrichter der Weltcupfinals in Dressur, Springen, Fahren und Voltigieren. Vor allem auch die Fans der deutschen Pferdesportler kommen auf ihre Kosten, denn 17 Deutsche lösten das Finalticket in ihren Disziplinen.

 

Dressur

Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) mit Herzruf's Erbe und Wakana, Isabell Werth (Rheinberg) mit Satchmo und Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Damon Hill NRW und Responsible OLD vertreten die deutschen Farben in der Dressur. Salzgeber und Werth kennen das Gefühl, bei einem Weltcupfinale ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen. Gleich zweimal (2000/2001) gewann Ulla Salzgeber mit Rusty das Finale. Die Qualifikation in der Westeuropaliga für das Finale in Leipzig schloss Salzgeber mit 77 Punkten auf dem zweiten Platz ab. Direkt hinter ihr qualifizierte sich die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (74 Punkte), die 2007 im Gesamtweltcup mit Warum nicht FRH siegte und gleich dreimal Zweite wurde. Ihr Debüt feiert Helen Langehanenberg. Die Dressurausbilderin beendete ihre erste Qualifikationssaison auf dem achten Platz (56 Punkte) und sicherte sich damit als dritte Deutsche die Teilnahme am Finale.

 

Springen

Die deutschen Springreiter sind im Weltcup erfolgsverwöhnt und waren die vergangenen drei Jahre in Folge nicht zu schlagen. Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) triumphierte 2005, 2008 und 2009, Marcus Ehning (Borken) holte sich den Finalsieg im vergangenen Jahr in Genf und ist als Titelverteidiger automatisch für Leipzig gesetzt. Für Ehning war es nach 2003 und 2006 der dritte Weltcuptitel. Er startet mit der Bayern-Stute Sabrina v. Sandro Boy. Zu den 18 Qualifizierten der Westeuropaliga zählen neben Michaels-Beerbaum (90 Punkte) mit Shutterfly und Checkmate auch Ludger Beerbaum (Riesenbeck/66 Punkte), der 2010 mit der erst neunjährigen Hannoveraner-Stute Gotha auf Platz zwei landete. Dieses Jahr startet er mit Gotha und Coupe de Coeur. Ebenfalls qualifiziert sind Philipp Weishaupt (Riesenbeck/50 Punkte) mit Catoki und Souvenir, Christian Ahlmann (49 Punkte) mit Lorenzo und Taloubet Z, Lars Nieberg (Homberg/47 Punkte) mit Lucie und Lord Luis und Marco Kutscher (Riesenbeck/40 Punkte) mit Allerdings und Cash.

 

Fahren

Bereits zum zehnten Mal ermitteln die Viererzüge ihren Weltcupsieger. Legendär sind die Erfolge vom deutschen Ausnahmefahrer Michael Freund (Dreieich), der mit fünf Finalsiegen das Ranking bei den Weltcupfinals anführt. Unvergessen bleibt aber auch der Weltcuperfolg von Christoph Sandmann (Lähden), der 2008 in Leipzig als Wildcardfahrer auf Platz eins fuhr. Die Favoritenrolle hat 2011 der Australier Boyd Exell inne. Der Weltmeister entschied nicht nur die letzten beiden Weltcupfinals für sich, sondern sammelte auch in der Qualifikation für Leipzig die meisten Punkte. In einem erlesenen Teilnehmerfeld, bestehend aus insgesamt fünf Weltmeistern, fährt auch der Deutsche Christian Plücker (Waldeck) als Wildcardfahrer mit. Die Wildcard wurde bei einem internen Sichtungstermin ausgefahren. Für den 29-jährigen DM-Zweiten ist es die erste Finalteilnahme. Er nimmt seine Pferde Boss, Lerry, Lucky, Primus und Rascal mit nach Leipzig.

 

Voltigieren

Frischen Wind in das Weltcupgeschehen bringen die Voltigierer, die in Leipzig ihr erstes Finale überhaupt austragen. Nach den Qualifikationen in München, Dresden, Salzburg und Paris haben sich jeweils sechs Damen und Herren qualifiziert, die getrennt ihre Sieger ermitteln. Erfreulich aus deutscher Sicht ist, dass vier deutsche Voltigierer das Finalticket lösen konnten. Pia Engelberty (Köln/29 Punkte) mit Sir Bernhard RS von der Wintermühle/Longenführer Kai Vorberg, Antje Hill (Neuss/26 Punkte) und Simone Wiegele (Grevenbroich/26 Punkte) beendeten die Qualifikationsphase auf den Plätzen eins bis drei und starten beide mit Arkansas und Longenführerin Agnes Werhahn. Bei den Herren schloss Viktor Brüsewitz (Garbsen/22 Punkte) mit Rockard H/Longenführer Lars Hansen die Qualifikation als Fünfter ab. Hinzu kommen Wildcards für die erfahrene Ines Jückstock (Hamburg) mit Dallmers Little Foot/Longenführerin Ruth Jückstock und Lokalmatador Daniel Kaiser (Delitzsch) mit Down Under/Longenführerin Katja Putzke.                                                                               dp