Weltcup Finale Voltigieren Dortmund 2016: Eine letzte Kür von Simone Jäiser

Simone Jäiser zusammen Pferd Luk (Foto von im|press|ions – Pascal Duran / Daniel Kaiser)

„Ja, ich starte!“ – Aus dem Munde von Simone Jäiser aus der Schweiz ist das eine fantastische Nachricht für alle Voltigier-Fans. Denn die amtierende Europameisterin im Einzelvoltigieren gibt sich ein allerletztes Mal in ihrer Karriere die Ehre – bei dem Highlight der Pferdeakrobaten in diesem Frühjahr, dem FEI World Cup Final in den Westfalenhallen in Dortmund vom 3. bis 6. März 2016, die Zuschauer mit Ihrem Talent zu fesseln.

Dass die Queen der dynamischen Übergänge beim Showdown der Saison 2015/16 noch einmal aufläuft, ist alles andere als selbstverständlich. Denn eigentlich hatte Jäiser für besagtes Wochenende bereits den Umzug ihres eigenen Reit- und Voltigiervereins geplant. Trotz des Umzuges brauchen sich die Fans keine Sorgen um die Kür-Programme machen. „Im Training selber habe ich den großen Vorteil, dass das komplette Pflicht-, Technik- und neue Kürübungen-Training wegfällt und ich mich nur auf die bestehende Kür konzentrieren kann. Da ich diese bereits seit einem Jahr turne, sitzen die Elemente und ich fühle mich sehr sicher in den einzelnen Übungen und Übergängen. Auch die Musik kenne ich in- und auswendig und kann die Übung gut durchziehen.“

Also zum Karriere-Ende der erste Weltcup-Gesamtsieg? „Mein Ziel ist, das Bestehende aufrechtzuhalten. Ich lerne nichts Neues mehr dazu und will es gar nicht groß besser machen, als zum Beispiel in Leipzig, sondern das Programm dreimal auf den Punkt bringen. Wenn mir das gelingt, bin ich sicher gut im Rennen. Mein Ziel für diesen letzten Start ist es einfach, mein Programm noch ein letztes Mal so richtig zu genießen und die ganze Kraft, Power und Eleganz zum Ausdruck zu bringen. Ich freue mich sehr auf diesen Start, aber auch auf die Zukunft, mit mehr Reiten, Trainings leiten und der ganzen Herausforderungen des neuen Stalles. Ich bin sehr gespannt, was die Zukunft so alles bringt.“

Und wie wird es mit Ihrem Erfolgspferd Luk weitergehen? „Mit Luk ein letztes Mal zu starten, ist nicht so eine große Verabschiedung, da ich ihn in Zukunft weiterhin sehr oft unter dem Sattel haben werde und wer weiß, vielleicht auch einmal an der Longe. Er ist ja im besten Alter und läuft bereits mit weiteren Einzeln und Pas-de-Deux aus unserem Verein im Training.“

Wir sind sehr gespannt auf den letzten Start von Simone Jäiser als Voltigiererin. Ihre Kür, die sie drei Mal auf den Punkt bringen möchte, steht am Donnerstagnachmittag sowie Freitag- und Samstagabend auf dem Programm. Wir dürfen sehr gespannt sein, ob die Favoritin Ihre Leistung auf den Punkt bringt und mit dem Gesamtsieg nach Hause fahren wird. Nach bereits drei gewonnen Qualifikationen im Vorfeld, stehen Ihre Chancen nicht schlecht- doch die Konkurrenz schläft nicht!