Vorschau und Tipps Trabrennen Berlin-Mariendorf: Die Scheine liegen schon zum Abholen bereit

 

Die Wett-Highlights: Die Daily Double ist mit 3.000 Euro Garantieauszahlung ausgestattet und die V5 mit 5.000 Euro. Dazu gibt es Siegjackpots in Höhe von insgesamt 6.000 Euro. Die Sport-Highlights: In den Adbell-Toddington-Trials und im Heinz-Mohr-Memorial gelten Nico Way (Heinz Wewering), Glamorous (Michael Schmid) und Jag Junior (Dr. Marie Lindinger) als Favoriten.

Sportliche Höhepunkte wie das Heinz-Mohr-Memorial 2014 sowie die beiden B-Trials des Adbell-Toddington-Rennens gepaart mit einer mächtig aufgewerteten Daily-Double-Wette, einer spannenden V5 und diversen Siegjackpots: Das ist das Erfolgsrezept für die frühlingshafte Mariendorfer Sonntagsveranstaltung, auf die der Namensgeber des Hauptereignisses sicherlich stolz gewesen wäre. Heinz Mohr, der als Funktionär, Amateurfahrer, Pferdebesitzer und als Initiator der großen Moderenntage sein ganzes Herzblut in das Geschehen auf der Derby-Bahn gesteckt hat, bleibt allen, die ihn kannten, stets unvergessen.

Unser erster Blick gilt einem Novum: Die Daily Double ist erstmalig mit einer Garantieauszahlung in Höhe von 3.000 Euro verknüpft. Die Wette erstreckt sich über die Rennen 7 und 8 und zum Auftakt werden die meisten Einsätze auf Harry’s Bar wandern. Der auf einem Auge blinde Wallach ist ein Phänomen und der Stolz seines gesamten Stallteams. Denn der wie stets von Thorsten Tietz präsentierte Mariendorfer Traber des Jahres 2013 macht sein schweres körperliches Handicap mit einem schier unermüdlichen Einsatzwillen wett. Diesmal trifft Harry’s Bar allerdings auf einen Gegner, der ein ähnliches Kämpferherz besitzt. Der in den Farben von Andrea Kronen laufende und von Roman Matzky trainierte Artos W bildet mit Ines Kubatzki an der Fahrleine ein absolutes Dreamteam. Die aktuell bei 192 Siegen stehende Amazone war mit dem Wallach noch nie außerhalb der Dreierwetten-Ränge zu finden. Das Rennen läuft also ganz klar auf ein Duell dieser beiden Pferde hinaus

Das kann man vom zweiten Teil der Daily Double – dem Stutenlauf des Adbell-Toddington-Trials 2/B, der als achte Tagesprüfung ausgetragen wird – dagegen nicht behaupten. Denn hier gibt es mit der von Michael Schmid gesteuerten Glamorous von der Papierform her zunächst einmal eine eindeutige Favoritin, für die dank des zusätzlichen 2.000-Euro-Siegjackpots eine überaus lukrative Quote zu erwarten ist. Die Dreijährige des Gestüts Neritz besitzt den schnellsten Rekord im Feld und scheint ihrer elfmal siegreichen Mutter Gentle Touch erfolgreich nachzueifern. Da aber bei den jungen Pferden naturgemäß Überraschungen drin sind, gehören auch andere Teilnehmer mit auf den Schein. Von den drei im Feld vertretenen Debütanten sind vor allem die Jag-Junior-Schwester Quick Response (Andrea Lombardo) und die mit Gently Way (88.987 Euro Gewinnsumme) verwandte Sarently As (Maik Esper) interessant. Babe (Benjamin Hagen) hat gegenüber diesen Newcomern bereits ein Rennen im Bauch und verkaufte sich dabei bravourös.

Der Hauptlauf des Trials wird als vierte Tagesprüfung ausgetragen und ist in die mit 5.000 Euro Garantieauszahlung ausgestattete V5-Wette eingebunden, die sich über die Rennen 2-6 erstreckt. Auch hier gibt es noch einmal 2.000 Euro als Siegjackpot obendrauf. Das Augenmerk wird sich auf den großgewachsenen Nico Way und seinen Trainer Heinz Wewering konzentrieren, die zuvor bereits in Karlshorst auf gehobenem Niveau aufgetrumpft haben. Der Fuchs brauchte in der Wuhlheide zwar ein wenig Zeit, um sein raumgreifendes Geläuf zu sortieren, spulte aber, nachdem er kampflos in Front gekommen war, das Pensum mit großer Autorität herunter. Latino Glass (Andrea Lombardo) war in derselben Prüfung Zweiter und mehr als nur einen Hinweis hat auch dessen Trainingsgefährte Brasco (Maik Esper) verdient, der zweijährig bereits im Auktionsrennen am Start war und sich nun in rasanter Zeit wiederqualifiziert hat. Der Jauß-Hengst Balastero As (Michael Schmid) ist ein Bruder zu Baltimore As (171.672 Euro Gewinnsumme). Leviathan (Thorsten Tietz) war in Bahrenfeld bereits in schnellem Tempo unterwegs.

Nun aber zum Heinz-Mohr-Memorial, dem 6. Rennen (1.000 Euro Siegjackpot): Hier gibt sich der bereits im Zusammenhang mit seiner jüngeren Schwester Quick Response erwähnte Jag Junior die Ehre. Der vor einiger Zeit in den Besitz des Stalls Wieserhof gewechselte Hengst, der den Löwenanteil seiner 235.246 Euro umfassenden Gewinnsumme in den Jahren 2012 und 2013 in Frankreich verdiente, tritt mit Dr. Marie Lindinger an. Bei seinen beiden bayrischen Starts konnte der Braune aufgrund gesundheitlicher Probleme noch nicht auf Anhieb Fuß fassen. Aber nach einer ausgiebigen Ruhepause absolvierte der Hengst nun mit seinem neuen Trainer Maik Esper eine überzeugende Wiederqualifikation. „Jag Junior agierte bärenstark und hatte mit dem 12-er Tempo auf der letzten halben Runde keinerlei Probleme“, sagt Maik Esper begeistert und fügt hinzu: „Ich glaube, dass er sich am Sonntag mit Marie aus dem hinteren Feld heraus mit viel Speed optimal verkaufen wird.“

Diese Lage wird der vierbeinige Schwerverdiener ohnehin einnehmen, denn Jag Junior tritt auf der langen 2.526-Meter-Strecke ebenso wie seine Trainingsgefährtin Nereide d’Esi (Katharina Kramer) mit einer Doppelzulage an und muss also gezwungenermaßen von hinten kommen. Maik Espers dritter Schützling – der Werner Schnieder anvertraute Andrew Dragon – geht dagegen gemeinsam mit New Generation (Claudia Westphal), Samur Ass (André Pögel) und Bolero R.A. (Michael Schreiber) von der Grundmarke aus ins Rennen. Ein erheblicher Vorteil für Andrew Dragon, der zudem durch Espers Einschätzung weiter aufgewertet wird: „Ich halte den Wallach für recht chancenreich. Ihm eilt der Ruf eines schnellen, aber auch komplizierten Pferdes voraus. Seitdem Andrew Dragon bei mir im Training ist, hat er sich aber stets sehr manierlich benommen. Ich bin daher optimistisch, dass er sich gut verkaufen wird.“ Eines ist jedenfalls sicher: Da auch die Formspitzen der im zweiten Band aufgestellten Zwiener-Waffen Really (Stefan Reichebner) und Pisepampel (Bernd Nebel) imponierend sind, ist das Mohr-Memorial in diesem Jahr eine ganz offene Angelegenheit und für den Favoriten Jag Junior alles andere als ein Spaziergang.                

Unsere Tipps:

1. Lady Florence – Blueberry Santana – Just like Heaven

2. Dancer Dragon – Uldimeo – Cardea

3. Medusa – Rock of Gibraltar – Sixpack

4. Nico Way – Balastero As – Leviathan

5. Poison Spin – Dashing Dragon – Julius Southwind – Neo Star

6. Jag Junior – New Generation – Really

7. Harry’s Bar – Artos W – Erol Bo

8. Glamorous – Sarently As – Amira Noir

9. Vicky Corner – Dynamite Goal Ass – Karisma Diamant

10. Runaway Victory – Amitie – Oneandonly Diamant