Vorschau Trabrennen in Berlin – Mariendorf: Die allerletzte Chance

Foto von Marius Schwarz: Eines der chancenreichsten Pferde dieses Laufs, der vom österreichischen Derby-Sieger Christoph Fischer präsentierte Traberwallach Othello Victory

Beim vierten Lauf des Berlin-Jägersro Super Trot Cups werden die restlichen drei Teilnehmer für das große Finale gesucht, das ebenfalls in Mariendorf stattfindet.  

Berlin-Mariendorf, 17. Juli 2016 (Start des 1. Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikation und Vorab-Interviews bereits ab 13.20 Uhr).

Am Sonntag werden in Mariendorf wertvolle Tickets vergeben. Und zwar in doppelter Hinsicht: Zum einen gilt es für die vierzehn Teilnehmer des vierten Laufs des Berlin-Jägersro Super Trot Cups, die Berechtigung für das große Finale um 70.000 Euro Preisgeld am 7. August zu ergattern. Nur die ersten Drei werden dieses Ziel erreichen. Es wird also mit Sicherheit einen beinharten Kampf um Alles oder Nichts geben, denn die unterlegenen Konkurrenten fahren mit leeren Händen nachhause. Und zum anderen gibt es bei der über die Siegwette der Rennen 1-11 ausgetragenen Prämienausspielung sowie beim PLACE-Gewinnspiel für Bahnbesucher (Rennen 2-4) höchst begehrte VIP-Tickets für die Derby-Woche zu gewinnen. Für alle Freunde einer gepflegten Wette wird auf jeden Fall ausreichend Sorge getragen: Es gibt Jackpots und Garantien in Höhe von 29.000 Euro! 

Der als 9. Rennen ausgetragene und mit 10.000 Euro dotierte Lauf des deutsch-schwedischen Länderkampfs ist also das Sprungbrett zu Höherem und daher das sportliche Highlight der Sonntagveranstaltung. Aber auch alle anderen Prüfungen sind derartig interessant besetzt, dass wir sie der Reihe nach durchgehen wollen. Den Auftakt macht Zauni (Thorsten Tietz), der seine zahlreichen Wettfanhänger beim letzten Auftritt mit einer Startgaloppade ins Unglück stürzte und sich umgehend rehabilitieren soll. Rein vom Potential her hat der Dreijährige keinerlei Gegner. Im 2. Rennen sind mit Gallery Play (Kay Werner), Lady Ecus (Heinz Wewering), Scullys Princess (Cornelia Mayr) und Kilbeggan (Wladimir Gening) sogar vier Pferde dabei, die genauso wie Zauni eine Nennung für das Derby besitzen. Alle Genannten sind aber noch unerfahren – es sind also einige Überraschungen drin.

Im 3. Rennen (Vierer-Garantie 4.000 Euro!) treffen mit Tribuno As (Thomas Royer), der zu Beginn des Einlaufs noch rechtzeitig eine Lücke fand, und den beiden offensiv eingesetzten Igor Bo (Dr. Marie Lindinger) und Bourbon Design (Katharina Kramer) drei frische Sieger aufeinander. Bingo Victory (Christian Mayr) wurde am 19. Juli in der Krieau zwar disqualifiziert, ist aber ebenfalls ein Erfolgstyp. Das war die im 4. Rennen antretende Mon Etoile bisher auch – bei ihren jüngsten drei Starts kam die Stute aber zweimal von den Beinen. Daher will ihr Trainer und Fahrer Thorsten Tietz sie noch einmal testen, bevor es in den Stutenderby-Vorlauf geht. Im 5. Rennen – dem Auftakt der V5 – hat der Berliner Champion mit Bellevue ebenfalls ein chancenreiches Pferd zur Hand. Falls Adrian Cliv (Heinz Wewering) aber erneut wie ein Blitz weit vor dem Feld um die Bahn fegt, wird er ein unbequemer Gegner sein. Gleiches gilt für Miguel Greenwood (Michael Nimczyk), Famous Rich (Alexander Kelm) und Dukenightstar VS (Michael Hönemann). Es steckt richtig Pfeffer in der Partie und man sollte daher nicht zu geizig an die V5 herangehen.

Im 6. Rennen unternimmt die wegen eines positiven Befundes zweimal aus der Wertung genommene Here she goes (Kornelius Kluth) einen neuen Anlauf. Ihr Gegner Famous Footsteps (Thorsten Tietz) trumpfte in Straubing mit einem überlegenen Drei-Längen-Sieg auf. Es gibt aber noch drei, vier weitere chancenreiche Teilnehmer  – vieles wird vom Verlauf abhängen. Im 7. Rennen ist die Rollenverteilung wesentlich klarer: Auf der Meile sind Lighten up Today (Michael Nimczyk) und Rayman (Alexander Kelm) in der Favoritenrolle. Beide scheinen sichere Stellpferde für die mit 5.000 Euro Garantie ausgestattete Dreierwette zu sein. Das 8. Rennen erhält seine besondere Würze durch das Comeback von Dimitri W Eden (Sarah Kube). Er muss zwar in der zweiten Reihe beginnen – aber falls der Wallach schon ganz der Alte ist, wird er Let’s Win (Dr. Marie Lindinger) und Iamthebadboy (Tony Böker) kräftig auf den Zahn fühlen.

Unmittelbar danach wird es ernst, denn beim Kampf um die Spitze ist im 9. Rennen, dem Lauf zum Berlin-Jägersro Super Trot Cup, ein regelrechtes Hauen und Stechen zu erwarten. Nur wer eine gute Ausgangsposition erwischt, darf sich Hoffnungen auf einen der ersten drei Plätze machen. Stark Bi (Michael Nimczyk) kann zwar prinzipiell aus jeder Lage heraus erfolgreich agieren – aber der Goldhelm wird sich dennoch auf den ersten Metern sputen, denn der Hengst genießt nicht mehr den Nimbus des Unschlagbaren. Sein kürzlicher Bezwinger Othello Victory (Christoph Fischer), der den Preis der Schnellsten mit einer großartigen Spurtleistung gewann, ist erneut mit dabei. Stark Bi besitzt aber ebenso wie der Schwede Victorious Star (Jos Verbeeck), der auch für den dritten Lauf des Super Trot Cups am 12. Juli in Jägersro genannt ist, den Vorteil der ersten Startreihe. Victorious Star gilt als Düsenjet und ist glattgehend kaum bezwingbar. Neun Siege bei neunzehn Einsätzen – also eine Erfolgsausbeute von 47 Prozent – und ein Kilometerrekord von 11,6 sprechen ein deutliches Wort.

Die übrigen Teilnehmer sind ebenfalls als illustre Gesellschaft zu bezeichnen, denn Pferde wie Eagle B Butcher (Johannes  Bot), Indio Corner (Benjamin Hagen), Schubert (Erwin Bot), Abano H (Thorsten Tietz), Indover (Kornelius Kluth), die niederländische Derby-Siegerin Fidelity Rhythm (Thomas Panschow), Be my friend (Danny Brouwer), New Generation (Heinz Wewering), Let it Happen (Wim Paal), Helios (Michael Hönemann) und die Breeders-Crown-Gewinnerin Abasi (Cornelia Mayr) verfügen allesamt über viel Klasse. Die sportliche Qualität der letzten Mariendorfer Veranstaltung vor der Derby-Woche (29. Juli bis 7. August) setzt sich im Anschluss auch bei den restlichen beiden Prüfungen fort. Im 10. Rennen gibt es einen „Dreier-Gipfel“ mit Calvados Chess (Tony Böker), One and Only (André Pögel) und Brador (Christian Mayr). Und das abschließende 11. Rennen sollte ganz im Zeichen von Mr Shorty (Thorsten Tietz) stehen, der den vierten Treffer in Serie anpeilt.            

Unsere Tipps:

  1. Zauni – Out of the Slums – Giant Santana Eck

  2. Prinz Friedrich – Gallery Play – Scullys Princess

  3. Tribuno As – Igor Bo – Bourbon Design – Bingo Victory

  4. Mon Etoile – Melchior Mo – Dania Hornline

  5. Adrian Cliv BR – Bellevue – Miguel Greenwood

  6. Here she goes – Famous Footsteps – Gigolo Butcher

  7. Lighten up Today – Rayman – Medusa

  8. Let’s win – Iamthebadboy – Dimitri W Eden

  9. Stark Bi – Victorious Star – Othello Victory – Indio Corner

10. Calvados Chess – One and Only – Brador

11. Mr Shorty – Gucci Fortuna – Donington