Vorschau Renntag Trabrennbahn Berlin-Mariendorf 2013: Rot-Weiß und Weiß-Blau

 

Festtagsstimmung in Mariendorf: Die letzte Veranstaltung vor den Weihnachtsfeiertagen offeriert ein erstklassiges sportliches Programm

Berlin-Mariendorf, 15. Dezember 2013 (Beginn 13.30 Uhr).

Rot und Weiß – diese Farben assoziiert jeder sofort mit dem Weihnachtsmann. In wenigen Tagen findet das Christfest statt. Doch bevor es soweit ist, lädt die Derby-Bahn noch einmal zu einer bärenstark besetzten Rennveranstaltung ein, die mit einer großen Prämienausspielung um Wettgutscheine, Gänse, Tannen, Hotelübernachtungen und weitere Preise verknüpft ist. Neben Rot und Weiß wird am Sonntag auf der bunt geschmückten Bahn aber auch eine andere Farbgebung in den Vordergrund treten, nämlich Weiß und Blau. Dafür sorgen zwei bayrische Sulkyfahrer, deren Namen für sportliche Topqualität stehen: Gerd Biendl und Josef Franzl.

Die beiden Trainer werfen eine wahre Streitmacht von Pferden in die Schlacht und werden mit ihren Schützlingen mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit im Winnercircle auftauchen. Gleich das 1. Rennen bietet für Josef Franzl eine gute Gelegenheit, mit dem Hengst Richelieu Bi ist der bayrische Champion klarer Favorit. Beim Debüt fertigte der Dreijährige seine Gegner Start bis Ziel mit siebeneinhalb Längen Vorsprung ab und stand dabei meilenweit über dem Feld. Eine hohe Place-Wette auf den Braunen sollte für das Publikum also gleich der richtige Einstieg für eine erfolgreiche Teilnahme an der Prämienausspielung sein. In der ersten Renntagshälfte könnte Franzl ohnehin zum Garanten für ein gewinnbringendes Abschneiten am Toto werden, denn der in Sauerlach lebende Profi ist auch mit Super Love Boy (2. R.) und Playboy Diamant (3. R.) gut aufgestellt.

Gerd Biendl lässt es dagegen etwas ruhiger angehen und greift zum erstenmal im 5. Rennen an. Die mit der Viererwette verbundene Prüfung ist ein absoluter Leckerbissen. Der zweimalige Derby-Sieger steuert hier Veneziano, der zuletzt in Daglfing aus der Innenlage heraus nach einem fulminanten Schlussspurt nur knapp geschlagen war. Trotz dieser Empfehlung wird sich Biendl wohl auch diesmal zunächst im Feld verstecken. Denn er trifft auf gewaltige Konkurrenz: Maik Esper und Hainang gelangen drei Erfolge en suite. Stall Germanias Jag Heuvelland (Josef Franzl) rangiert mit einer Ausbeute von 17 Treffern bei 31 Starts deutlich über der magischen Fünfzig-Prozent-Marke, die einen echten Siegertypen auszeichnet. New Generation (Heinz Wewering) ist ein Sohn der legendären Nuke it Linsay (798.112 Euro Gewinnsumme). Beim aktuellen vierten Platz trat der Hengst auf den letzten Metern zwar kürzer, er sollte sich aber umgehend rehabilitieren. Und schaut man auf die weiteren Teilnehmer, nämlich Star of Glass (Thorsten Tietz), VanHalen (Michael Nimczyk), Höwings Pothos Z (Marcel Gaedicke), May Girl (Thomas Heinzig), Makemefamous MS (Andreas Schwarz) und Peer G (Dennis Spangenberg) wird schnell klar, das jeder der zehn Teilnehmer das Zeug dazu hat, auf einen der für die Viererwette entscheidenden Ränge zu laufen.

Weniger knifflig sieht es in den darauf folgenden Prüfungen aus, denn im 6. Rennen sind mit Merana (Josef Franzl) sowie im 7. Rennen mit Richeliell (Thorsten Tietz) und Red As (Josef Franzl) deutliche Favoriten gegeben. In der achten Tagesprüfung erfolgt dann der Startschuss zur Daily-Double-Wette und dieses Rennen ist ebenfalls ein Schmankerl. Der Song „Dsching, Dsching, Dschingis Khan“ könnte auf der Ehrenrunde ertönen, denn mit seinem gleichnamigen Hengst zückt Gerd Biendl ein Trumpfass aus dem Ärmel. Der Sechsjährige hielt zuletzt Indra Comtesse (Josef Franzl) in Schach. Il Lamborghini (Heinz Wewering) geht ebenfalls als frischer Sieger an den Start. Der ehemalige Lugauer-Schützling setzte sich von der Spitze aus hauchdünn durch. Ein starkes Duo kommt aus der Trainieranstalt von Maik Esper, der die Leine von Herana selber in die Hände nimmt und die Fahrt mit Nereide d’Esi seinem Mitarbeiter Andrea Lombardo überlässt. Komplettiert wird der Kreis der Sieganwärter durch Prinz Poldi (Benjamin Hagen), der zuviel Klasse besitzt, um aus der Rechnung gelassen zu werden.

Von den insgesamt zwölf Mariendorfer Rennen verdient das elfte ebenfalls ein dickes Ausrufezeichen – fällt doch hier bereits eine Vorentscheidung beim Kampf um das Amateurchampionat der Derby-Bahn. Sollte Werner Schnieder mit Ysvogel auf Anhieb der große Wurf gelingen, hätte der Routinier in der Saisonwertung bereits drei Siege Vorsprung auf die Titelverteidigerin Sarah Kube, die diesmal Major Eck steuert, und den gleichauf mit der Amazone liegenden Verfolger Michael Hamann, der im Sulky von Really sitzt. Es steckt also jede Menge Pfeffer in der Partie. Zudem sind die drei Titelaspiranten nicht die einzigen, die ganz vorne landen können. Chatain (Katharina Kramer) wischte sich beim Dezemberauftakt mit einem großartigen Endspurt die Gegner wie lästige Fliegen von der Stirn und Like a Porsche (Jens Rosenberg) hat schon oft bewiesen, dass er eine gewaltige Stärke unter der Haube hat.

Unsere Tipps:

1.Richelieu Bi – Höwings Rohini Z – Ultimativ

2.Super Love Boy – Pokerface Diamant – Bolero R.A.

3.Playboy Diamant – Roadtrip Diamant – Abaton

4.Rock of Gibraltar – Imperia – Rhinestone

5.Jag Heuvelland – Hainang – New Generaton – VanHalen

6.Merana – Rolex Columbus – Evalina Ray

7.Richeliell – Red As – Abano Dream Venus

8.Il Lamborghini – Dschingis Khan – Herana

9.Apollon – Becky Dragon – Husar

10.Rayman – Conley – Bardolino Venus

11.Major Eck – Ysvogel – Chatain

12.Goldman – Sorpassando – Laluna Comtesse