Vorbericht zum Renntag in Mariendorf: Die ersten Generalproben für das Fritz-Brandt-Rennen

Zu den Pferden, die auf das große Highlight vorbereitet werden, gehört auch der auf dem Foto abgebildete Wallach Pokerface Diamant

Eine ganze Reihe von Pferden bekommt den letzten Schliff für Berlins großen Amateur-Klassiker, der am 25. März ausgetragen wird. Die V5 könnte sich zu einer bunten Mischung aus Favoriten- und Außenseitersiegen entwickeln. 

Drei Supersieg-Wetten, dazu Dreier-, Vierer- und V5-Auszahlungsgarantien und eine Prämienausspielung, die sich über alle neun Rennen erstreckt: Der Mariendorfer Märzauftakt beinhaltet etliche Highlights. Bereits vor dem ersten Start, der pünktlich um 14.12 Uhr erfolgt, lohnt sich das aufmerksame Hinschauen. Nicht nur, weil das Moderatoren-Team um Christoph Pellander und Nicolai Laaser interessante Vorab-Informationen und Aktiven-Statements für das Publikum bereithält, sondern weil sich in den um 13.30 und 13.50 Uhr stattfindenden Probeläufen Vierbeiner-Helden wie Harry’s Bar, Lighten up Today und Prince of Persia aus der Winterruhe zurückmelden. Es ist unübersehbar: Die Saison nimmt langsam Fahrt auf.

In der Auftaktprüfung präsentiert sich ein recht ausgeglichenes Feld ohne echten „Herausgucker“. Mountboussin, dessen Mutter 27 Siege feierte, wird erstmalig von Heinz Wewering gesteuert. Bert (Michael Hönemann) und Solist (Andrea Lombardo) versuchen sich ebenfalls in neuer Hand. Die anderen fünf Teilnehmer besitzen ebenfalls Chancen. Die Auswahl fällt also schwer. Im 2. Rennen – dem Auftakt der V5 – schaut die Situation dagegen ganz anders aus, denn hier gibt es zwei glasklare Bankpferde. Der vor seiner Ruhepause enorm beeindruckende Impulsiv (Heinz Wewering) und der Yardley-Rich-Bruder Famous Rich (Thorsten Tietz) stehen von der Klasse her deutlich über Oneandonly Diamant (Thomas Buley), Hera (Michael Hönemann) und Melody Moor (Daniel Dähn), die allesamt auf das Fritz-Brandt-Rennen vorbereitet werden.

Drei der acht Teilnehmer der dritten Tagesprüfung – nämlich Cardea (Michael Schreiber), Holly go lightly (Linda Matzky) und General Eck (André Schiller) – proben ebenfalls für Berlins großen Amateur-Klassiker, der am 25. März ausgetragen wird. Die Favoritenrolle gehört allerdings Stan Libuda. Nicht nur, weil die Derby-Bahn für den Wallach und seinen Fahrer Tony Böker bisher ein gutes Pflaster war, sondern weil der Fünfjährige nach fünfmonatiger Auszeit einen exzellenten 15,9-Probelauf ablieferte und kein konditioneller Rückstand zu befürchten ist. Ob dies bei Theodor Fontane (Chantal Solhart) ebenfalls der Fall ist, kann man dagegen kaum einschätzen.

Im 4. Rennen führt trotz der ungünstigen Startnummer acht kein Weg an Whisper (Thorsten Tietz) vorbei. Der Wallach rannte seine Gegner von der Spitze aus in Grund und Boden und scheint zu Höherem geboren zu sein – er verdient als Bankpferd innerhalb der Viererwette (5.000 Euro Garantie!) eine glatte Eins und ist der Tipp des Tages. Ein Status, der eigentlich genauso für die im 5. Rennen antretende Holy Wood Star (Michael Nimczyk) gelten sollte, die nur vorzügliche Leistungen kennt. Doch die Mommert-Stute muss sich mit einem unangenehmen Kontrahenten auseinandersetzen:  Agetto hat das Quartier gewechselt und wird nun von Thorsten Tietz präsentiert – ein zwar unsicherer, aber ungemein laufstarker Bursche.

Weiter geht es mit den Fritz-Brandt-Startern: Gut zwanzig Minuten nach Louisa (Michael Hönemann), die gegen Agetto und Holy Wood Star allerdings keine Chance haben wird, probt Pokerface Diamant (Michael Nimczyk). Der Wallach tritt in dem mit 5.000 Euro Dreier-Garantie ausgestatteten 6. Rennen an und gehört trotz seiner längeren Durststrecke mit in alle Überlegungen, denn unschlagbare Gegner sind im achtköpfigen Feld nicht vorhanden. Vico (Katharina Kramer) wird hier ebenso wie der im Aufwind befindliche Dynamite Goal Ass (André Pögel) eine gute Rolle spielen. Die zuletzt ein wenig enttäuschende Lady Maren (Daniel Wagner) könnte sich rehabilitieren. Der Abschluss der V5 ist also schwer auszurechnen – es sind einige Überraschungen drin.

Das 7. Rennen besitzt dagegen einen deutlichen Favoriten: Andersson Mo (Michael Nimczyk) verkaufte sich in gehobener Gesellschaft gleich dreimal hintereinander bravourös. Der Fuchshengst trifft es nun deutlich leichter an und steht hier klar zum Sieg. Für die Plätze zwei und drei sind Rayman (Thorsten Tietz), Grande Dame (Heinz Wewering) und Uxia d’Albret (Michael Hönemann) interessant. Das 8. Rennen ist ebenfalls klar strukturiert. Dort gehören die beiden avisierten Fritz-Brandt-Teilnehmer Dex Buitenzorg (Thomas Harloff) und Sarina (Alexander Dame) nur zu den Außenseitern – hier ist vor allem One and Only (André Pögel) siegverdächtig.

Falls sich alles weiterhin so positiv mit ihm entwickelt, werden die Zuschauer auch Abano W am Karfreitag wiedersehen. Der Wallach liefert in der neunten und abschließenden Tagesprüfung seine Generalprobe für den Brandt-Rennen ab und wird wie stets von Michael Nimczyk gesteuert. Der kleine Bruder der Derby-Siegerin Lobell Countess hat sich in den zurückliegenden Monaten mächtig gemausert und scheint nun auch die anfänglichen Unsicherheiten abgelegt zu haben. Sein härtester Rivale ist Best Winner, den man allerdings als „heißes Geschoss“ bezeichnen muss. Er ging zuletzt in der Startphase wie eine Rakete in die Luft – sein Trainer Michael Hönemann wird ihn diesmal sicherlich sehr vorsichtig ins Rennen bringen. Davon könnte vor allem Brandy Hornline (Manfred Zwiener) profitieren.                                      

Unsere Tipps:

1. Mountboussin – Bert – Solist 

2. Impulsiv – Famous Rich – Frieda F Boko

3. Stan Libuda – Theodor Fontane – Cardea

4. Whisper – Give me Love – Fairy Ass – Sir Carlton      

5. Aggetto – Holy Wood Star – Rainbow Diamant

6. Dynamite Goal Ass – Lady Maren – Pokerface Diamant 

7. Andersson Mo – Rayman – Grande Dame 

8. One and Only – Jilliane – Viking’s Star – Chrissie H 

9. Abano W – Brandy Hornline – Best Winner