Vorbereitungen FEI EM Aachen 2015: Turniergelände in Bewegung

Die Zelte wachsen, Teppiche werden fleißig verlegt und manch ein Stadion erhält sogar ein Dach: Auf dem Turniergelände in der Aachener Soers steht zurzeit nichts still. Kein Wunder: Denn in 18 Tagen beginnen dort, genauer im Hauptstadion mit der offiziellen Eröffnungsfeier, die FEI Europameisterschaften Aachen 2015. Das Dressurviereck im Hauptstadion, wo während der Reit-EM Piaffen, Passagen und Pirouetten zu bewundern sind, war schon zum Weltfest des Pferdesports im Mai fertig angelegt. Das ganze Drumherum ist im Laufe der letzten Wochen peu à peu entstanden. Ob die unzähligen kleinen Pagodenzelte, der imposante zweistöckige Champions'  Circle, das Akkreditierungszelt an der Albert-Servais-Allee, eine überdachte Trainingshalle neben dem Deutsche Bank Stadion oder das Soerser Zelt mit der großzügigen Terrasse. „Es geht in den Endspurt: Zum Beginn der Reit-EM am 11. August muss alles picobello und fertig sein“, so Carl Meulenberg, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e. V. (ALRV), der gemeinsam mit dem ALRV-Vorstandsvorsitzenden Frank Kemperman und Ulrich Fischer von der Aachener Reitturnier GmbH zu einem Geländerundgang einlud. Heute wurde im VIP-Zelt „Champions'  Circle“ bereits mit der Inneneinrichtung begonnen. Und auch jenseits der Oberfläche glühen die Drähte. NetAachen, der offizielle Telekommunikationsdienstleister der Reit-EM, ist dafür verantwortlich, dass in wenigen Tagen unter anderem 250 Telefon- und 70 Internetanschlüsse, 250 TV-Anschlüsse, 500 Kilometer Glasfaserleitung und über 100 WLAN-Accesspoints zur Verfügung stehen.

Die Reit-EM überrascht auch mit einigen Neuheiten. So wird es neben den klassischen gastronomischen Anbietern erstmalig eine „Food-Meile“ geben. In einem 35 Meter langen Zelt bieten dann verschiedene Anbieter an acht Ständen Speisen in allen Geschmacksrichtungen an, von Wok-Gerichten über Pasta und Gegrilltem bis hin zu Crêpes und Frozen Yoghurt. „Im Village sind Aussteller aus aller Herren Länder anzutreffen. Viele regionale Aussteller sind dabei, aber auch aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Norwegen und sogar aus Chile und Argentinien“, so Fischer, der den Aufbau verantwortet. Im Deutsche Bank Stadion bietet sich derweil ein ungewöhnlicher Anblick. Denn dort, wo man sonst in den freien Himmel blickt, befindet sich nun ein Dach, genauer: ein temporäres Dach. Denn das 60 Tonnen schwere Konstrukt aus Aluminium und einer Doppelplane ist nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern wird nach der Reit-EM wieder abgebaut. Während des Championats bietet das „Dach auf Zeit“, welches über Hydraulikzylinder nach oben gestemmt wurde und nun von stabilen Stützen gehalten wird, den Reining- und Voltigier-Stars Schutz vor Sonne und Regen. „Der Aufbau war eine  Herausforderung. Denn normalerweise sind bei einem Dach dieser Größenordnung mehrere Stützen nötig. Wir wollten aber die Sicht der Zuschauer auf das Geschehen so wenig wie möglich versperren“, erklärt Kemperman. Realisiert wurde der Aufbau mit einer niederländischen Spezialfirma für temporäre Gebäude. Nun fehlt nur noch der spezielle Lehmboden für die Reiner, der derzeitig noch in der Albert-Vahle-Halle lagert.

Foto von Michael Jaspers/Zeitungsverlag Aachen: von links nach rechts Carl Meulenbergh, Frank Kemperman und Ulrich Fischer auf der Terrasse des Champions‘ Circle