Voltigieren: Siege für Ingelsberg und Oese beim CVIO*** in Stadl-Paura

Deutschland I im Nationenpreis auf Platz zwei

Stadl-Paura (fn-press). Die Mannschaft des Voltigiervereins Ingelsberg und Erik Oese aus Dresden haben sich die Siege beim CVI*** im österreichischen Stadl Paura gesichert. Die Mannschaft von Voltigiermeister Alexander Hartl setzte sich auf Lazio deutlich an die Spitze. Vize-Weltmeister Oese triumphierte auf Calvador im Herrenwettbewerb. Im Nationenpreis landete Deutschland auf Rang zwei.

Mit ihrer sich stetig steigernden Kürdarbietung – musikalisch unterlegt mit diversen Variationen des Oscar-prämierten Vangelis-Klassikers „Chariots of Fire“ – dominierten die Bayern die Stadl-Paura-Arena und am Ende auch auf den Wertungsbögen. 8,169 Punkte nach drei Umläufen bedeuteten einen riesigen Vorsprung auf die österreichische Top-Mannschaft des UVT Salzburg Wals Schullergut (7,416). Schon mit der besten Pflicht (7,627) hatten sich die Schützlinge von Alexander Hartl deutlich an die Spitze gesetzt und legten mit den beiden Kürumläufen nach. An 8,392 und 8,487 Punkte kam die internationale Konkurrenz nicht heran. Nach einer schwierigen und von Verletzungen durchzogenen Saison 2013 war dies wieder ein Lichtblick für die Vize-Weltmeister von 2010. „Es hat sich ordentlich angefühlt, auch wenn noch nicht alles zu einhundert Prozent funktioniert hat. Aber wir sind auf einem guten Weg“, stellte Hartl fest. Mit der Kürchoreografie interpretieren die Ingelsberger im Übrigen das Thema Feuer. So lodernd und facettenreich wie Flammen wollen sich die Voltigierer auf dem Pferdrücken bewegen, „mal in die Höhe, mal in die Breite, mal aufbrausend und mal ganz still“, umschrieb Hartl das Konzept, mit dem sich die Mannschaft in diesem Jahr im nationalen Wettstreit mit den weiteren deutschen Top-Mannschaften um die Fahrkarte für die Weltreiterspiele bewerben wird. Nachdem auch die Leistungsträgerin Regina Burgmayr nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder einsatzfähig ist, hoffen die Ingelsberger nun jedoch in erster Linie auf eine verletzungsfreie Saison. „Wir werden jetzt weiter an den Details arbeiten und dann sehen, wie weit es dieses Jahr geht“, sagte Hartl.

Auf Rang drei (7,332) in Stadl Paura voltigierte die Mannschaft aus Gilching auf Ferdinand, longiert von Bettina Gross. Vorjahres-Sieger Ingelsberg II komplettierte mit Holt’s Romeo (Longe: Stefanie Lederhilger) das hervorragende deutsche Ergebnis im Mannschaftswettbewerb mit Rang vier (7,321).

Einen glänzenden internationalen Saisoneinstieg feierte Erik Oese in Stadl Paura. Der Vize-Weltmeister von 2012 und Vize-Europameister von 2013 lag mit Longenführer Andreas Bäßler und Pferd Calvador nach drei Umläufen mit 7,916 Punkten deutlich an der Spitze des Feldes der Einzel-Herren, profitierte am Ende aber auch vom Sturz des bis zur Kür führenden Österreichers Stefan Csandl. „Mit der Pflicht bin ich nicht zufrieden, aber das Technikprogramm und die Kür liefen schon ganz ordentlich“, analysierte Oese. Der 26-Jährige aus Moritzburg bei Dresden voltigiert in diesem Jahr in seiner Kür zu den Michael-Jackson-Klängen des Evergreens „Earth Song“. Die deutsche Equipe freute sich in Oberösterreich bei den 3*-Herren zugleich über einen Dreifach-Erfolg. Denn Viktor Brüsewitz (Garbsen) schaffte es auf Polan (Longe: Claudia Westerheide) nach nur einer Trainingseinheit im Vorfeld auf Platz zwei (7,667). Der Sportsoldat sicherte sich damit nach einer verletzungsbedingten Pause anno 2013 die erste von zwei wichtigen Wertnoten über 7,0, die rein formal zum Start auf den Weltreiterspielen berechtigt. Neu-Senior Julian Wilfling (Untermeitingen) rangierte mit Luino (Alexander Zebrak) im Endergebnis knapp dahinter (7,653) auf Rang drei.

Den Damen-Wettbewerb dominierte die Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Cavallaro vor der Österreicherin Jasmin Gipperich, die ebenfalls auf dem deutschen Pferd Polan angetreten war. Einen deutsche Sieg holte Tim Vollmer (Fredenbeck) im 1*-Wettbewerb der Herren. Rang zwei sicherte sich das Juniorteam aus Gilching bei den 2*-Junioren. Der Nationenpreis, der im Gegensatz zur in Aachen ausgetragenen deutschen Ausgabe lediglich aus den Wertungsnoten der finalen Küren errechnet wird, siegte Österreich I mit 25,134 Punkten vor Deutschland I (24,878), vertreten von Erik Oese, Viktor Brüsewitz, Ingelsberg I und Julian Wilfling.