Voltigier Trophy Süd: VV Ingelsberg gewinnt dritte Station auf Gestüt Birkhof

Gesamtsieg der Tour geht zum vierten Mal an Schweizer Team Lütisburg

Donzdorf (fn-press). Die erste Mannschaft des VV Ingelsberg hat die dritte und letzte Station der Voltigier Trophy Süd (VTS) gewonnen. Die Vize-Weltmeister aus dem Jahr 2010 setzten sich auf dem Gestüt Birkhof in Donzdorf nach zwei Umläufen mit fast drei Zehntel Punkten Vorsprung gegen das Team Bleyer Köln durch. Den Gesamtsieg der internationalen Kür-Tour sicherte sich das Team Voltige Lütisburg aus der Schweiz.

Gleich zweimal bestätigten die Bayern um Voltigiermeister Alexander Hartl an der Longe ihre herausragende Kürform. Auf Lazio verwies der dreimalige Weltmeister eine hochkarätige internationale Konkurrenz auf die Plätze. In beiden Umläufen setzten sich die Ingelsbergerinnen mit jeweils über neun Punkten durch. Im Gesamtergebnis kamen die diesjährigen DM-Bronzemedaillengewinner auf 9,19 Punkte und damit fast drei Zehntel mehr als das Team Bleyer Köln (8,891) und der VV Metelen (8,569).

Der Gesamtsieg der VTS, die sich neben dem Turnier auf dem Birkhof aus den Wettbewerben in Offenburg (Baden Classics) im Februar und dem CVI Straßburg im Mai zusammensetzte, ging an die amtierenden Weltmeister aus Lütisburg in die Schweiz. Die Mannschaft von Monika Winkler-Bischofberger war zwar in Donzdorf nicht am Start, hatte aber Platz zwei in Offenburg und den Sieg in Straßburg geholt und kam damit auf insgesamt 18 Punkte – ebenso wie die Baden-Württemberger vom Team Pegasus Mühlacker und Ecuries de la Cigogne (Frankreich), die jeweils den Bonus von fünf Zählern kassiert hatten, da sie an allen drei Stationen der Serie teilnahmen. Da bei dieser erstmaligen dreifachen Punktegleichheit laut Reglement der Durchschnitt aller Wertnoten für das Ranking ausschlaggebend ist, durften sich die Eidgenossen einmal mehr über den Erfolg freuen. Der amtierende Weltmeister ging somit zur vierten Trophy-Auflage bereits zum vierten Mal als Sieger hervor.

Organisiert wurde die VTS von Wolfgang Renz. Der Trainer und Longenführer der Voltigiermannschaft aus Leonberg hatte die bislang einzigartige Serie 2010 in Kooperation mit zahlreichen Sponsoren ins Leben gerufen. Der Initiator erhofft sich mit seinem Engagement ein breites Interesse der Öffentlichkeit und der Medien für die „aufstrebende und hoch anspruchsvolle Sportart“. Die für den Voltigiersport außergewöhnlich hohen Preisgelder – pro Station werden 4000 Euro ausgeschüttet, zudem ein Zusatzhonorar von 3000 Euro für die Gesamtwertung – soll zum einen ein Anreiz zur Teilnahme für Top-Teams sein. „Zudem möchten wir die sportlichen Spitzenleistungen und den enormen Aufwand dieser Disziplin einmal entsprechend honorieren“, erklärte Renz. Die Voltigier Trophy Süd steht unter der Schirmherrschaft der langjährigen FN-Funktionärin, Wegbereiterin des modernen Voltigiersports und internationale Richterin Ulrike Rieder. Daniel Kaiser