Vielseitigkeit Olympia Rio de Janeiro 2016: Deutsche Pferde passieren Verfassungsprüfung

Schwedens Frida Andersen (links) und Sarah Algotsson Ostholt bei der Verfassungsprüfung (Foto von FEI/Richard Juillart)

Julia Krajewski und Samourai du Thot ersetzen Andreas Ostholt und So is et

Rio de Janeiro/BRA (fn-press). Mit der obligatorischen Verfassungsprüfung haben heute in Rio de Janeiro die Olympischen Reiterspiele offiziell begonnen. Alle 74 vorgestellten Vielseitigkeitspferde, darunter auch die Reservepferde, erhielten die Startgenehmigung, um in den nächsten vier Tagen in Dressur, Gelände und Springen um Medaillen zu kämpfen. Unter ihnen auch alle fünf deutschen Pferde. Dennoch hat es kurzfristig eine Änderung in der Mannschaftsaufstellung gegeben. Anstelle von Andreas Ostholt wird Reservistin Julia Krajewski für das deutsche Team an den Start gehen.

„Andreas Pferd So is et hatte einen Tag vor dem Trainingslager ein Eisen verloren. Es ging seitdem immer mal wieder unregelmäßig, wobei sich dieser Zustand im Verlauf des Trainingslagers und hier vor Ort verbessert hat. Er konnte normal trainieren. Da aber nach wie vor ein gewisses Risiko besteht, haben wir uns für den Austausch entschieden. Mit Julia Krajewski haben wir eine Reiterin, der wir voll und ganz zutrauen, ein gutes Mannschaftsergebnis zu sichern“, erklärt Equipechef Hans Melzer. „Für Andreas ist das natürlich eine große Enttäuschung. Für ihn war es, wie für alle Sportler, ein Traum, an Olympischen Spielen teilzunehmen. Aufgrund seiner guten Vorleistungen wäre er eine Bereicherung für das Team gewesen. Es tut uns sehr leid, dass ein Start nun nicht möglich ist“, sagt Dr. Dennis Peiler, Chef de Mission der deutschen Reiter.

Die Startreihenfolge des Vielseitigkeitsteams sieht daher am Samstag wie folgt aus: Als erste deutsche Starterin wird Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo aufs Viereck gehen, als zweiter Teamreiter folgt Titelverteidiger Michael Jung (Horb) mit Sam FBW. Am Sonntag startet dann Julia Krajewski (Warendorf) mit Samourai du Thot. Den Abschluss macht Ingrid Klimke (Münster) mit Hale-Bob OLD, die in Rio ihre fünften Olympischen Spiele bestreitet.

Insgesamt werden 65 Paare aus 24 Nationen um Medaillen kämpfen. 13 Nationen stellen ein Team. Die deutsche Mannschaft nimmt in der Startreihenfolge der Teams Platz zehn ein.