Vielseitigkeit-News: Preis der Besten Vielseitigkeit - Sieg für Pia Münker

Everswinkel (fn-press). Pia Münker aus Meerbusch ist in der Vielseitigkeit die alte und neue Nummer eins bei den Jungen Reitern. Beim Preis der Besten in Everswinkel wiederholte die Doppeleuropameisterin und Deutsche Meisterin ihren Vorjahressieg und ließ darüber hinaus auch die erwachsene Konkurrenz im CIC2* hinter sich.

Im Sattel des ehemaligen Vizebundeschampions Louis M beendete Pia Münker die internationale Zwei-Sterne-Prüfung (CIC2*), in deren Rahmen der Preis der Besten ausgetragen wurde, mit ihrem Dressurergebnis von 39,7 Minuspunkten. Mit einer Nullrunde im abschließenden Springen konnte sie zuletzt sogar die bis dahin führende Olympia-Zweite Sara Algotsson-Ostholt (Schweden) mit Reality, vormals Miss Medicott, von der Spitzenposition verdrängen. Diese landete mit einem Abwurf auf Platz fünf und musste neben Münker auch ihrem Schwager Andreas Ostholt (Warendorf) mit gleich drei Pferden den Vortritt lassen.

Das zweitbeste Ergebnis im Preis der Besten ging auf das Konto von Jule Wewer aus Peheim. Auch die DM-Sechste von 2012 konnte ihr Dressurergebnis über die Geländeprüfung und das Springen sicher nach Hause bringen und landete mit ihrem Lordanos-Sohn Lasse am Ende mit 49,70 Minuspunkten auf Platz acht in der offenen CIC2*-Wertung.

Dritte in der PdB-Wertung wurde die ehemalige deutsche Juniorenmeisterin Carolin Thenhausen (Westergellersen) mit Don Diego. Das Paar hatte zum Dressurergebnis von 45,0 Minuspunkten ein paar Zeitfehler im Gelände kassiert (6,8) und beendete die Prüfung mit 51,8 Minuspunkten. Damit überrundete sie die bis dahin auf Bronzekurs liegende Charlotte Sophia Hachmeister (Aurich) mit Kassio. Die deutsche Vizemeisterin aus Aurich fiel mit nur einem Abwurf auf den sechsten Platz in der PdB-Wertung zurück (54,5).

Nach zehn Jahren Bestandteil des traditionellen „Preis der Besten“ in Warendorf, ermittelten die Nachwuchsvielseitigkeitsreiter in diesem Jahr im Rahmen des CIC2* in Everswinkel. Die guten Bedingungen und die familiäre Atmosphäre auf dem Ponyhof Georgenbruch hatten sich offensichtlich herumgesprochen, so dass der Preis der Besten mit 26 Startern bestens besetzt war. „Das ähnelt fast schon den Deutschen Meisterschaften“, sagte Bundestrainer Rüdiger Schwarz. Während er bei den Jungen Reitern bereits einen Kreis mit denjenigen ausmachen konnte, die in diesem Jahr möglicherweise für einen Start bei den Europameisterschaften in Frage kommen, waren Junioren im CIC2*-Starterfeld eher unterrepräsentiert. „Das war in den Vorjahren schon ganz anders. Im Moment befinden wir uns da im Neuaufbau“, sagte Schwarz. Ein Grundstein dafür scheint allerdings schon gelegt: In der parallel ausgetragenem CIC1* waren in Everswinkel in der Abteilung Junioren/Junge Reiter 56 Paare am Start.               Hb

Preis der Besten Vielseitigkeit Ponys: Anais Neumann war die Beste

Marbach (fn-press). Wie schon im Vorjahr wurde der Preis der Besten der Ponyvielseitigkeitsreiter nicht in Warendorf, sondern im Rahmen einer internationalen Ein-Stern-Vielseitigkeit (CCIP1*) im Marbach ausgetragen. Dabei gelang der 15-jährigen Anais Neumann aus dem rheinischen Wiehl mit FST Schoensgreen Kaiserlicht ein Start-Ziel-Sieg.

Im vergangenen Jahr war das Paar noch Fünfter beim Bundesnachwuchschampionat in Warendorf und Siebte bei den DJM gelang der Schülerin von Kaderreiter Kai-Steffen Meier (Waldbröl) der Durchbruch. Mit einem Endstand von nur 45,5 Minuspunkten belegte sie im internationalen und damit auch Preis-der-Besten-Starterfeld den ersten Platz. „Anais ist ein Paradebeispiel für gelungenes Management im Pony- und Vielseitigkeitssport“, lobte Bundestrainer Friedrich Lutter. Begeistert war er vor allem vom Geländeritt des Nachwuchspaares. „Das war vom Feinsten.“

Knapp geschlagen geben musste sich in Marbach die Deutsche Meisterin Leoni Leuwer (Königswinter) mit der Caprimond-Tochter Camissa Nera. Trotz einer von nur fünf Nullrunden im Gelände konnte die 15-Jährige ihren Vorjahressieg nicht wiederholen. Im Springen machte sie mit nur einem Zeitfehler allerdings einen Platz gut und wurde mit 48,9 Minuspunkten Zweite. Das Nachsehen hatte Calvin Böckmann (Lastrup/Weser-Ems). Wegen eines Abwurfs im abschließenden Springen beendete er seine Preis-der-Besten-Premiere auf Platz drei. „Eine super sichere Runde im Gelände und noch Luft nach oben in der Dressur“, attestierte Lutter dem erst zwölfjährigen Reiter und seinem zehnjährigen Pony Askaban B.

Bis einschließlich Platz vier stimmte die Platzierung im CCIP1* und Preis der Besten überein. Dieser ging an die 13-jährige Lengenfelderin Anja Schöniger (Sachsen) mit Charlie. Auf dem fünften Platz im Preis der Besten und international auf Platz neun landete Linda Förster (Ahlen/Westfalen) mit ihrem Schimmelpony Dream Star.

Beste ausländische Ponyreiterin war die Französin Maline Bolleret mit Perle du Boisdelanue. In dem 58 Paare zählenden Starterfeld belegte sie Platz fünf. Mit ihrem Ergebnis verhalf sie außerdem der Mannschaft Frankreich I im Pony-Alpencup zum zweiten Platz hinter Deutschland I mit Leoni Leuwer mit Camissa Nera, Calvin Böckmann mit Askaban B, Julian Wippermann (Selm) mit Chessy und Jeannine Elisa Marie Zöbelein (Schenefeld) mit Franka. Dritter wurde das Team Belgien I.

Da altersbedingt die meisten EM-Reiter aus 2012 nicht mehr im Ponysport am Start sind, werden in diesem Jahr die Karten neu gemischt. Bundestrainer Fritz Lutter freute sich über viele junge Paare, die in Marbach ihren Einstand in den internationalen Ponyvielseitigkeitssport gaben. Einziges Manko: „Bei einigen Ponys merkte man noch deutliche konditionelle Schwächen. Manche Reiter kennen solche langen Geländestrecken wie hier in Marbach gar nicht, für andere begann die Saison in diesem Jahr aber auch später als sonst.“ Anders als in den normalen Kurzprüfungen ist die Strecke in einem CCIP1* rund 3.000 Meter lang. In Marbach führte sie durch hügeliges Gelände, was zusätzliche Kondition von Reiter und Pferd erfordert. Ein Lob erteilte Lutter dem Marbacher Parcourschef Gerd Haiber für den Geländeaufbau. „Das war eine super Ponyprüfung. Es wurde genau das abgefragt, was wir im Training üben.“    Hb

Pony-Vielseitigkeitsreiter für zweite EM-Sichtung nominiert

Warendorf (fn-press). Im Anschluss an dem Preis der Besten in Marbach hat die AG Nachwuchs des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) folgenden Paaren den Start an der zweiten Europameisterschaftssichtung in Gahlen (1. und 2. Juni) empfohlen: (alphabetisch) Calvin Böckmann (Lastrup/WES) mit Askaban B, Lars-Henrik Bornhorst (Midlum/HAN) mit Olli, Linda Förster (Ahlen/WEF) mit Dream Star, Nike Sophie Forler (Rebelow/MEV) mit Mette, Celine Geissler (Bobenheim-Roxheim/RPF) mit Caletto, Svenja Hansen (Bösdorf/SHO) mit Carino Gigolo, Annie Kamieth (Apenburg-Winterfeld/SAN) mit Mr Harvey, Franziska Keute (Ascheberg/WEF) mit Novedana, Leoni Leuwer (Königswinter/RHL) mit Camissa Nera, Anais Neumann (Wiehl/RHL) mit FST Schoensgreen Kaiserlicht, Julia Rieth (Meyn/SHO) mit Maddox, Leonie Schmidt (Eyendorf/HAN) mit Gonsales, Anja Schöniger (Lengenfeld/SAC) mit Charlie, Julian Wippermann (Selm/WEF) mit Chessy, Charlotte Whittaker (Zangberg/BAY) mit Marek, Jeannine Elisa Marie Zöbelein (Schenefeld/HAN) mit Franka sowie Sabrina Zurheiden (Münster/WEF) mit Daja Sai.

Die Europameisterschaften der Ponyreiter in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit finden in diesem Jahr vom 23. bis 28. Juli in Arezzo/Italien statt.           Hb