Vielseitigkeit: Michael Jung und fischerRocana wiederholen Vorjahresieg beim CCI4* Lexington

Michael Jung (GER) und FischerRocana FST beim Rolex Kentucky Three-Day Event (Red Bay Group LLC/FEI)

Grand Slam rückt in greifbare Nähe

Lexington/USA (fn-press). Michael Jung hat es geschafft! Unter Riesenjubel der amerikanischen Zuschauer beendete der Doppel-Olympiasieger mit seinem WM-Pferd fischerRocana FST den Springparcours beim Vier-Sterne-Turnier in Lexington/Kentucky in den USA. Denn schon vor den letzten Hindernissen stand sein Sieg fest. Trotz eines Abwurfs wiederholte er mit Abstand auf die Konkurrenz seinen Vorjahressieg. „Es ist nicht allein mein Sieg, sondern des ganzen Teams“, betonte der Horber nach seinem Siegesritt.

Mit diesem jüngsten Erfolg nimmt MIchael Jung Kurs auf den Grand Slam des Vielseitigkeitssports. Diesen mit 350.000 Pfund dotierten Sonderpreis gibt es für denjenigen, der die drei vier-Sterne-Klassiker Burghley, Lexington und Badminton „in Reihe“ gewinnt. Bislang gelang dies nur der Britin Pippa Funnell (2003), andere wie der Australier Andrea Hoy, die Briten William Fox-Pitt und Oliver Townend und zuletzt der Neuseeländer Andrew Nicholson waren mit je zwei Siegen dicht dran. Nun hat es Michael Jung nach seinen Siegen in Burghley und Lexington in der Hand, die Serie am kommenden Wochenende beim CCI4* Badminton mit seinem Erfolgspferd La Biosthetique Sam FBW nach Hause zu bringen. "Natürlich ist das mein Traum. Aber es hängt auch davon ab, wie gut Sam in Form ist“, so Jung weiter im Interview. Während er selbst seinen Rückflug nach Europa antritt, befindet sich sein Multi-Champion Sam, mit dem er 2010 bei den Weltreiterspielen in Kentucky seine unglaubliche Titelserie begann, bereits auf dem Weg nach Großbritannien.

Auf Platz zwei hinter Michael Jung, der die Prüfung mit nur 39,2 Minuspunkten beendete, landete die US-Amerikanerin Lauren Kieffer mit Veronica. Sie kassierte im Parcours nur einen Zeitfehler (Endstand 52,5) und ließ damit nicht nur ihre Landsfrau Maya Black mit Doesn't Play Fair (53,9) hinter sich, sondern auch den gebürtigen Australier Philipp Dutton. Dutton, der seit 2007 für die USA startet, rangierte mit zwei seiner drei Pferde nach Dressur und Geländeritt auf den Plätzen zwei und drei. Im Springen fiel er jedoch mit Fernhill Fugtive auf Platz 13 zurück und wurde mit Mighty Nice (57,8) und Fernhill Cubalawn (59.4) Vierter und Fünfter.