Vielseitigkeit CICO3* Waregem: Nationenpreissieg für deutsche Mannschaft

Deutsche Vielseitigkeitsreiter auch in Belgien nicht zu schlagen

Waregem/BEL (fn-press). Die deutschen Vielseitigkeitsreiter bleiben weiter auf der Erfolgsspur. Beim CICO3* im belgischen Waregem – der vorletzten Station der Nationenpreisserie 2015 – verwies die Mannschaft des Bundestrainerduos Hans Melzer und Chris Bartle mit Abstand die Teams aus Belgien und den Niederlanden auf die Plätze.

Wie bei den Europameisterschaften zwei Wochen zuvor setzte sich die deutsche Mannschaft auch in Waregem mit gewaltigem Abstand von den übrigen Nationen ab. Während Andreas Ostholt (Warendorf) mit Pennysylvania, Julia Krajewski (Warendorf) mit Samourai du Thot, Anna-Maria Rieke (Hamburg) mit Petite Dame und Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Butts Avedon gerade einmal 179 Minuspunkte sammelten, waren es bei den belgischen Kollegen 227,8 und beim drittplatzierten niederländischen Team sogar 280,5 Minuspunkte.

Dies spiegelte sich auch in der Einzelwertung wider. Hier landete Vorjahressieger Andreas Ostholt mit 57,4 Minuspunkten auf Platz zwei, knapp vor der deutschen Einzelreiterin Josefa Sommer (Immenhausen) mit Hamilton (57,9). Julia Krajewski (59,9) und die jüngst erst mit dem Goldenen Reitabzeichen versehene Anna-Maria Rieke (61,5) belegten die Plätze fünf und sechs. Der Sieg war der Britin Nana Dalton mit Abbeylara Prince allerdings nicht zu nehmen, die dank einer schnellen Geländerunde zum Schluss von Platz 14 nach Dressur und Springen an die Spitze vorrücken konnte.

„Irgendwie erinnert mich das alles ein bisschen an Blair Castle“, sagte Melzer. Damit gemeint waren aber nicht nur die dominierenden deutschen Reiter, sondern auch die zahlreichen Fehler und Ausfälle. So lief die Geländeprüfung zwar flüssig und ohne Unterbrechung, jedoch schieden von 67 Paaren 20 aus oder gaben auf. „Diese Quote hat uns selbst überrascht. Wir hatten hier ein ausgezeichnetes Starterfeld, dazu tolles Wetter und tollen Boden. Die Strecke war allerdings auch etwas old-fashioned, mit weniger technischen Anforderungen, dafür konditionell anspruchsvoll“, sagte Melzer.

Foto von Hanna Broms/FEI: Andreas Dibowski, Annamaria Rieke, Andreas Ostholt und Julia Krajewski