Verleihung der „Goldenen Sportpyramide“ beim CHIO Aachen 2016 - Alwin Schockemöhle in Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen

Der „Champions‘ Circle“ beim CHIO Aachen (Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch)

16 Neuaufnahmen in die „Hall of Fame des deutschen Sports“

Es ist einer der renommiertesten Preise, den der deutsche Sport zu vergeben hat: Die „Goldene Sportpyramide“ der Stiftung Deutsche Sporthilfe. 2016 wird der Preis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen verliehen.

Seit dem Jahr 2000 ehrt die Deutsche Sporthilfe so herausragende Sportlerpersönlichkeiten. Der Preisträger wird kurz vor Beginn des CHIO Aachen 2016 (8. bis 17. Juli) bekanntgegeben. Zur festlichen Gala lädt die Deutsche Sporthilfe dann am Samstagabend, 16. Juli, in den „Champions‘  Circle“ auf dem Turniergelände. „Dass die Deutsche Sporthilfe diese prestigeträchtige und renommierte Gala erstmals in eine bestehende Veranstaltung integriert, ist eine große Freude für uns“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Es zeige, dass der CHIO Aachen längst ein Treffpunkt für Menschen aus Sport, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft sei.

Der erste Preisträger war im Jahr 2000 Hans Günter Winkler. Damit wurde der legendäre Springreiter, der im Rahmen des CHIO Aachen 2016 anlässlich seines 90. Geburtstages mit einer großen Gala am Freitagnachmittag (15. Juli) gefeiert werden wird, auch  Mitglied in der „Hall of Fame des deutschen Sports“, die ebenfalls von der Deutschen Sporthilfe initiiert worden ist. Beim CHIO Aachen werden nun weitere 16 Mitglieder (Übersicht am Ende der Pressemitteilung) berufen. Aus diesem Kreis wird auch der Preisträger der „Goldenen Sportpyramide“ gewählt werden. Kriterien für diese Nominierung sind neben dem sportlichen Erfolg vorbildliche Leistungen im gesellschaftlichen und im beruflichen Bereich. 

Die 16 Neuaufnahmen 2016 in die Hall of Fame des deutschen Sports:

1. Gauder, Hartwig: Der Mann mit den drei Herzen (*10.11.1954 in Vaihingen, Leichtathletik). Über 50 km Gehen Olympiasieg (1980), Welt- (1987) und Europameister (1986).

2. Gienger, Eberhard: Die Reck-Legende (*21.7.1951 in Künzelsau, Turnen). Olympia-Bronze am Reck 1976, Reck-Weltmeister 1974, dreimal WM-Zweiter, dreimal Europameister. 1974/1978 Sportler des Jahres. Vize-Präsident Leistungssport des DOSB 2006 bis 2010.

3. Hanisch, Cornelia: Die Florett-Virtuosin (*12.6.1952 in Frankfurt/M., Fechten). 1984 Olympia-Sieg Team und -Silber im Einzel. Weltmeisterin 1979/81/85, Europameisterin 1983. Sportlerin des Jahres 1985.

4. Kolbe, Peter-Michael: Das Skuller-Phänomen (*2.8.1953 in Hamburg, Rudern). Fünf WM-Titel (1975/78/81/83/86) im Einer. Olympia-Silber 1976, 1984 und 1988. „Kolbe-Spritze“. Sportler des Jahres 1975.

5. Kühnhackl, Erich: Eishockeyspieler des Jahrhunderts (*17.10.1950 in Citice/Tschechoslowakei jetzt Tschechien, Eishockey). Olympia-Bronze 1976, 211 Länderspiele (131 Tore). Vizepräsident Deutscher Eishockey Bund. „Deutscher Spieler des Jahrhunderts“.

6. Langer, Bernhard: Deutschlands Golf-Legende (*27.8.1957 in Anhausen, Golf). Zwei Major-Siege (US-Masters 1985 und 1993). Mitglied Golf Hall of Fame seit 2002. Ryder-Cup-Spieler und -Kapitän (bei Sieg 2004).

7. Nehmer, Meinhard: Der beste Bobpilot seiner Zeit (*13.1.1941 in Boblin, Bob). Drei Olympiasiege: 1976 (Zweier und Vierer) und 1980 (Vierer). Siege bei WM (1977) und EM (1979) im Vierer. Fahnenträger Olympia 1976.

8. Netzer, Günter: Der Fußball-Popstar (*14.9.1944 in Mönchengladbach, Fußball). Welt- (1974) und Europameister (1972). Deutscher Meister (1970 und 1971) und Pokalsieger (1973) mit Borussia Mönchengladbach, Spanischer Meister (1975 und 1976) und Pokalsieger (1974 und 1975) mit Real Madrid.

9. Pusch, Alexander: Fechter des Jahrhunderts (*15.5.1955 in Tauberbischofsheim, Fechten). Zwei Olympiasiege 1976 (Einzel) und 1984 (Mannschaft), im Team Silber 1976 und 1988. Viermal Weltmeister.

10. Richter, Kristina: Die beste Handballerin ihrer Zeit (geb. Hochmuth, *24.10.1946 in Zwickau, Handball). Dreimal Weltmeisterin (1971/75/78), Olympia-Silber (1976) und -Bronze (1980, Fahnenträgerin als erste deutsche Mannschaftsportlerin). 235 DDR-Länderspiele, drei Europapokalsiege mit dem Berliner TSC.

11. Röhrl, Walter: Das Genie des Rallye-Sports (*7.3.1947 in Regensburg, Motorsport). Weltmeister 1980 und 1982, Europameister 1974. Vier Siege bei Rallye Monte Carlo (1980, 1982, 1983, 1984).

12. Schmid, Harald: Das Hürden-Ass (*29.9.1957 in Hanau, Leichtathletik). Olympia-Bronze 1976 und 1984 (Staffel/400-m-Hürden), drei WM-Medaillen, fünf EM-Siege. Sportler des Jahres 1979/87.

13. Schmitt, Arnd: Medaillensammler auf der Planche (*13.7.1965 in Heidenheim, Fechten). Olympiasiege 1988 (Einzel) und 1992 (Mannschaft), Einzel-Weltmeister 1999. Insgesamt 16 Olympia- und WM-Medaillen.

14. Schockemöhle, Alwin: Der Champion der Springreiter (*29.5.1937 in Meppen, Reitsport). Zwei Olympiasiege: 1976 im Einzel, 1960 mit der Mannschaft. Sechs EM-Medaillen.

15. Wieneke, Frank: Als Judoka und Trainer auf dem Olymp (*31.1.1962 in Hannover, Judo). Olympia-Sieg 1984 und Olympia-Silber 1988. Europameister 1986, EM-Silber 1988/89. Trainer von Ole Bischof bei Olympiasieg 2008.

16. Wunderlich, Erhard: Handballer des Jahrhunderts (*14.12.1956 in Augsburg, †4.10.2012 in Köln, Handball). Weltmeister 1978, Olympia-Silber 1984. Alle nationalen und internationalen Titel mit VfL Gummersbach. „Handballer des Jahrhunderts“. (Posthum).