Turnier der Sieger 2011: Überraschung des Tages ist Katrin Eckermann

 

Turnier der Sieger 2011:

Überraschung des Tages ist Katrin Eckermann


 

Junioren-Förderpreis: Die Stunde der Ina Tünnermann


Jugend forscht war das Motto am Nachmittag im Junioren-Förderpreis: Wie bringt man nur ein Stechen zustande? So lautete die schwere Aufgabe, die die Nachwuchsreiter (bis 25 Jahre) im Parcours zu lösen hatten. Ina Tünnermann vom RFV von Lützow Herford hatte als einzige Reiterin das passende Rezept mit dem erst acht Jahre alten Con Top, einem Contendro I-Laptop-Nachkommen. Eine tadellose Runde in 74,75 Sekunden – nur machte ihr das keiner ihrer Kollegen nach. Nicht mal Charlotte Wrede (ZRFV Neheim-Hüsten) mit Leah. Dabei hätte sie es doch beinahe packen können, doch die Uhr kannte keine Gnade, 21 Zehntel zu langsam, einen viertel Strafpunkt hatte Wrede damit auf dem Punktekonto – kein Stechen möglich. Der Rest der Konkurrenz kassierte Hindernisfehler. Darunter Manuel Schwarzenberg (RV Warburger Land). Der legte als vorletzter Starter mit der 14-jährigen Libra alles in die Waagschale, wohlwissend, dass trotz Fehler noch eine ordentliche Platzierung möglich ist. So konnte er sich nach seinem Husarenritt in 67,60 Sekunden über Rang drei freuen.


Dorothee Schneider und Diva Royal machen’s nochmal


Wie schon am Donnerstag hatte Dorothee Schneider (Frankfurter Turnierstall schwarz-gelb) das richtige Händchen für die neunjährige Diva Royal. Im Finale des Tesch Inkasso Cups, einem Kurz-Grand-Prix zugeschnitten für acht- bis zehnjährige Dressurpferde, brillierte das Paar aus dem rheinland-pfälzischen Framersheim. 76,585 Prozent lautete das Resultat für die Vorstellung. Das Resümee der 42-Jährigen nach ihrem Ritt: „Sie hat sich einfach durch nichts aus der Ruhe bringen lassen, weder durch den Regen noch durch die Pfützen – das stört sie alles nicht. Lediglich als die Regenschirme aufgemacht wurden, hat sie mal kurz die Ohren gespitzt, das war alles.“ Einfach ein Genuss sei es diese Stute zu reiten. Zweite wurde wie in der Einlaufprüfung  Brigitte Wittig (RFV von Lützow Herford) mit Blind Date, ihr Ergebnis: 73,463 Prozent. Eine nahezu makellose Runde präsentierte der für den RFV Greven startende Oliver Oelrich mit dem Fürstenreich-Drosselklang I-Nachkommen Floris (71,268 Prozent), er landete damit auf Rang drei.


Wenn das Wetter verrücktspielt …


Das diesjährige Übel am dritten Turniertag in Münster ist schnell erklärt: zu viel Wasser von oben – irgendwann macht da auch der beste Boden schlapp. Turnierchef Hendrik Snoek und sein Team mussten vor dem Abendprogramm umdisponieren, um erstens den Pferden und Reitern, aber auch den Zuschauern gerecht zu werden. Und das gelang ihm. „Wenn schon nicht optimal, dann wenigstens suboptimal“ war das Motto, kurz: das Beste draus machen.

Das Finale des „illbruck-Poresta Youngster-Cup“ wurde kurzerhand umstrukturiert: aus einer Springprüfung mit Stechen wurde eine Zwei-Phasen-Springprüfung: Der Franzose Roger-Yves Bost hatte mit Quartz de la Lande die beste Runde erwischt. Mit „angezogener Handbremse“ und mit großzügig angelegten Bögen absolvierte er die zweite Phase als schnellster und fehlerfrei in 24,74 Sekunden. Zweiter wurde Thomas Holz (RFV Greven) mit Big Jumper (0/25,20), Dritte Katrin Eckermann mit Nabab de Revel (0/26,20).

Uta Gräf bringt Schwung in die Hütte


Für die Kür durften Reiterinnen auf dem Hauptplatz neben dem Dressurviereck abreiten. Die spätere Siegerin, Uta Gräf, fand das gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil: Erstens hat’s ihr Spaß gemacht, vor dem Publikum abzureiten, und zweitens „war klar, dass ich starte“, weil „Le Noir ein richtiges Flutlicht-Kür-Pferd ist“. Warum sie letztlich mit 74,25 Prozent gewinnen konnte, wusste die sympathische Schwäbin auch zu berichten: „Wegen dem Glitzer am Po von Le Noir.“  Auch die Zweitplatzierte war absolut zufrieden: Lokalmatadorin Helen Langehanenberg hätte eigentlich den Grand Prix Spécial am Sonntag der Kür vorgezogen. Weil es am Donnerstag aber nicht allzu glücklich für sie und Fürst Khevenhüller lief, hatte sie keine Wahl – aber auch keine Kürmusik für den Dunkelfuchs. Michael Klimke war es schließlich, der die Reiterin aus Havixbeck überzeugte und ihr mit seiner Kür für Bacchus aushalf. Freitag wurde die Choreografie geübt, am Samstag präsentiert. „Eine tolle Kür“, freute sich Langehanenberg. Und auch mit ihrem neunjährigen Hengst war sie zufrieden, insbesondere mit der Trabtour.  


Salvador und Johannes Ehning springen am höchsten


Sieben Reiter waren mit ihren Pferden zum Barrierespringen angetreten: Johannes Ehning (ZRFV Borken)  und Salvator V hießen Sieger – am Ende lag die Stange des letzten Hindernis bei 1,85 Meter. An dieser Klippe scheiterten zuvor Katrin Eckermann mit Silvester und Felix Haßmann mit Horse Gym’s Balzaci.


Westfälischer Reiterverein