Tradition trifft auf großen Sport: „110 Prozent CHIO Aachen“ im Juli 2016

v.l. Michael Mronz, Monica Theodorescu, Otto Becker und Carl Meulenbergh im CHIO Aachen-Museum (Foto: ALRV/ Holger Schupp)

Mit Otto Becker und Monica Theodorescu im CHIO-Museum

„Eine Atmosphäre wie beim CHIO Aachen gibt es nirgendwo sonst auf der Welt“ sagte Otto Becker, Bundestrainer der deutschen Springreiter. Die lange Tradition, die vielen Geschichten und natürlich die einmaligen Stadien machen das renommierteste Turniergelände der Welt so einzigartig, so Becker. Gemeinsam mit seiner Kollegin Monica Theodorescu, der Bundestrainerin der deutschen Dressurreiter, und den CHIO-Organisatoren schaute Becker auf den CHIO Aachen 2016, der vom 8. bis zum 17. Juli dauert.

Wie Otto Becker hat auch Monica Theodorescu eine lange persönliche CHIO-Geschichte. Vor ihrer Laufbahn als Bundestrainer waren beide als Sportler hocherfolgreich – eben auch und vor allem in Aachen. So konnte Theodorescu 1990 den Deutsche Bank Preis gewinnen, Otto Becker siegte im Jahr 2000 im Rolex Grand Prix. „Eigentlich“ so flachste Carl Meulenbergh, Präsident des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV), „könnt Ihr gleich hierbleiben“. Die Pressekonferenz fand nämlich im CHIO-Museum statt.

Viele außergewöhnliche Momente aus der bald 120jährigen Geschichte des Turniers sind in diesem Museum dokumentiert, viele außergewöhnliche Momente wird auch der CHIO Aachen 2016 liefern. Nach dem Jahr 2015 mit Turnier im Mai und der EM im August versprach Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART), „110 Prozent CHIO“ für dieses Jahr. Was das heißt, wurde am Mittwoch im Museum sehr deutlich: „Viele unserer Besucher haben längst ihre eigene CHIO-Geschichte“ (Meulenbergh), „Tradition, Volksfest, Atmosphäre, aber der Sport ist immer der Mittelpunkt“ (Becker), „CHIO, das ist wie nach Hause kommen, das fängt doch schon beim Ordner im Kreisverkehr an, den ich seit 30 jahren duze“ (Theodorescu), „die Menschen hatten großen Spaß mit der EM, aber danach sind sie zu uns gekommen und haben gesagt: Jetzt freuen wir uns aber auf den CHIO“ (Mronz). Die außergewöhnliche Stimmung in den großen, oftmals ausverkauften Arenen, das gesamte weltbekannte Turniergelände, die Zeltstadt mit den weithin leuchtenden weißen Pagoden, der großartige Sport, das fachkundige und begeisterte Publikum, die herausragende Tradition, die an jeder Ecke des Geländes zu atmen sei – all dies mache den Reiz, das Besondere des CHIO Aachen aus.

Sportlich erwartet die Besucher die bekannten Höhepunkte mit dem Rolex Grand Prix und dem Mercedes-Benz Nationenpreis (Otto Becker: „Natürlich will ich endlich auch als Trainer schaffen, was mir als Reiter mehrfach gelungen ist: Einen Sieg im Mercedes-Benz Nationenpreis.“). Für Monica Theodorescu und die deutsche Dressur-Elite stehen der Deutsche Bank Preis und der Lambertz Nationenpreis im Fokus. „Dafür haben wir eine Super-Equipe am Start“ versprach sie und ließ sich zumindest ein bisschen in die Karten schauen. An Isabell Werth und Kristina Bröring-Sprehe führe derzeit kaum ein Weg vorbei. Dazu kommen weitere erfahrene Größen des Sports wie Fabienne Lütkemeier, Hubertus Schmidt, Anabel Balkenhol. Ins Rampenlicht ist jüngst der erst 21jährige Sönke Rothenberger geritten: „Der Junge ist einfach gut, sein Pferd ist auch gut, da kann ich ja nicht sagen, nö, Du bist zu jung“, machte die Bundestrainerin dem Youngster Hoffnung.

Auch eine neue spektakuläre Prüfung kündigten die Organisatoren an: Teams, bestehend aus Spring- und Vielseitigkeitsreitern sowie einem Vierergespann werden im großen Stadion gegeneinander antreten – „Das wird sehr laut, sehr schnell und äußerst eindrucksvoll werden“, so Michael Mronz.