Trabrennen in Mariendorf am 2. Juni 2013: Acht Freunde und ein Unbekannter

 

Beim Heinz-Mohr-Memorial messen sich die „alten Hasen“ Eckstein, Belgino und Meringo Star mit dem schwer einzuschätzenden Berlin-Debütanten Iveri L.B.

Berlin-Mariendorf, 2. Juni 2013 (Beginn 13.30 Uhr). Ein Rennen mit Renommee: Dass die Derby-Bahn den 1996 verstorbenen Funktionär und Sportsmann Heinz Mohr nicht vergessen hat, beweist das ihm gewidmete Memorial. Es wird als siebente Tagesprüfung ausgetragen und bildet den Mittelpunkt der zehn Rennen umfassenden Mariendorfer Veranstaltung.

Neun Teilnehmer treten auf der 2.000-Meter-Strecke aus drei Bändern an und acht von ihnen darf man aufgrund des häufigen Aufeinandertreffens fast schon als alte Freunde bezeichnen. Vor allem Eckstein (Werner Schnieder), Belgino (André Pögel), Meringo Star (Afsoon Amirfallah), Hamiro Sebarg (Steffen Schulz) und Adios Amor (Sarah Kube) gaben sich schon oft ein Stelldichein und bilden auf den ersten Blick die Favoritengruppe. Meringo Star hat sogar einen Ruf zu verteidigen. Denn der Dauerbrenner, der bisher 34 Siege und 40 Platzierungen erzielt hat, belegte im Vorjahr im Heinz-Mohr-Memorial den zweiten Rang, während Belgino damals nur Siebenter wurde.

Einer der neun Starter ist allerdings ein großer Unbekannter, der den „Stammtischbrüdern“ einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen kann: Der von Alexander Dame gesteuerte Wallach Iveri L.B. stellt sich das erste Mal in Berlin vor und muss als einziger eine 40-Meter-Zulage in Kauf nehmen. Das ist natürlich ein arges Handicap – aber die Gesamtform des Neunjährigen ist prächtig. Der Europa-erprobte Supergill-Sohn war zuletzt hauptsächlich auf den italienischen Bahnen in Triest und Treviso unterwegs und belegte dort durchweg vordere Ränge. Sein Rekord von 1:12,4 min. und seine Gewinnsumme von 123.522 Euro sprechen für sich.

Der Braune scheint ein Muster an Zuverlässigkeit zu sein und kreuzte im Vorjahr schon mit Ausnahmepferden wie Top of the Rocks, Corleone und Istogramma SAS die Klingen. Seine neue Trainerin Katharina Merz dämpft dennoch den Optimismus: „Die Arbeitsleistungen von Iveri L.B. waren überzeugend. Aber wir müssen jetzt erst einmal abwarten, wie er sich auf dem für ihn ungewohnten Mariendorfer Rechtskurs präsentiert. Seine Doppelzulage ist eine hohe Hürde – es wird für den Wallach sehr schwer werden, den im ersten und zweiten Band aufgestellten Gegnern soviel Vorsprung zu geben.“

Ums Grübeln wird das Publikum beim Heinz-Mohr-Memorial kaum herumkommen, denn selbst wenn man Iveri L.B. nur auf Platz einordnet, ist ein „Unschlagbarer“ nicht in Sicht. Ähnliches gilt für die drei 1.000-Euro-Siegjackpotrennen, die als dritte, sechste und zehnte Tagesprüfung ausgetragen werden. Dort übernimmt zwar jedes Mal Heinz Wewering die Favoritenrolle – doch zuhause ist der ehemalige Dauerchampion mit seinen Schützlingen noch lange nicht. Ganymonde (3. R.), die Tochter der legendären Heidemonde (196.976 Euro Gewinnsumme), ist zwar vom Pedigree her erste Wahl, könnte beim Saisondebüt aber noch Konditionsrückstände aufweisen. Roadtrip Diamant (6. R.) schnuppert nach zwei fünften Rängen in Bologna erstmals deutsche Luft. Und Photo du Monde (10. R) glänzte schon mit großartigen Leistungen, lief aber bei ihren ersten beiden Jahresstarts erschreckend schwach. Keine einfache Aufgabe für den Weltrekordler also, der außerdem im vorzüglich besetzten 9. Rennen mit Makemefamous MS heiß darauf sein wird, Gegner wie Yoboko Toscana (Daniel Wagner), Really (Manfred Zwiener), Herman Nasad (Maik Esper) und Pikus G (Thorsten Tietz) zu schlagen.

Unsere Tipps:

1.Torpedo As – Bestseller – Shitan

2.Like a Diamond – Konaro – Lennart

3.Ganymonde – Onore SAS – Bagheera Boko

4.Kongo – Arran Stardust – Hainang

5.Chatain – Imperia – Nalinas Flashlight – Uranus de Valle

6.Roadtrip Diamant – Abaton – Fridericus

7.Eckstein – Belgino – Meringo Star

8.Janus R.A. – Miss Copiad – Emma Peel

9.Makemefamous MS – Yoboko Toscana – Really

10.Photo du Monde – Amy Nasad – Doktor Schulze