Trabrennen in Mariendorf 2014: Alles auf Michael Nimczyk

 

Der Deutsche Champion wird bei der V5-Wette die entscheidende Rolle spielen

Berlin-Mariendorf, 23. Februar 2014 (Beginn 13.30 Uhr).

Wer in der Saison 2013 auf Michael Nimczyk gesetzt hatte, lag mit dieser Entscheidung goldrichtig. Der mittlerweile 1.313 Siege schwere Sportler war eine Klasse für sich. Bei der Erringung seines dritten Meistertitels erzielte der 27-Jährige einen überlegenen Vorsprung auf seine Verfolger und im gleichen Stil ging es auch in den zurückliegenden Wochen munter weiter. Der Goldhelm drückte nahezu jeder Rennveranstaltung seinen Stempel auf – vermutlich wird dies auch am Sonntag in Mariendorf kaum anders sein. Vor allem bei der mit 4.000 Euro Garantieauszahlung ausgestatteten V5-Wette könnte sich das Motto „Alles auf Nimczyk“ als äußerst gewinnbringend erweisen.

Der Deutsche Meister nimmt an allen fünf mit dieser Kombiwette verknüpften Prüfungen teil. Im 2. Rennen geht es los – Feuer frei für die V5! Beim Auftakt wird sich der Goldhelm mit dem Mommert-Traber Bavaria Blue allerdings zunächst einmal in die Lauerstellung legen. Da der Wallach aus einer zweimonatigen Ruhepause kommt, wird Nimczyk seinem Schützling von der Position drei aus nach Möglichkeit einen geschonten Verlauf an der Innenkante verschaffen und die Tempoarbeit lieber den Favoriten Vicky Corner (Thorsten Tietz) und Trible Laser (Dennis Spangenberg) überlassen. Eine defensive Taktik im Windschatten dieser Traber bietet sich an. Die Frage ist aber, welches von beiden Pferden der Trainieranstalt Grusdas denn überhaupt das bessere ist. Vicky Corner entstammt einer hochinteressanten deutsch-französischen Blutlinie und hat als Youngster schon die Klingen mit Vierbeinerhelden wie Robert Bi, Shoemaker und Mustang’s Sally gekreuzt. Doch die Stute hat ihr Temperament noch nicht hundertprozentig im Griff, während Trible Lasers Nervenkostüm stabil ist.

Im 3. Rennen wird Michael Nimczyk dann aber vermutlich sofort in die Offensive gehen, denn Isuldur ist keiner, mit dem man sich im Feld versteckt. Der Rappe war mehrfach auf höchstem Niveau unterwegs und der Goldhelm kennt ihn aus dem Effeff. Der gemeinsame zweite Platz im Bayern-Pokal und der vierte Rang bei der Breeders Crown liegen zwar schon über zwei Jahre zurück – doch von seiner Klasse wird der vierbeinige Namensvetter von Tolkiens fiktiver Romangestalt aus dem „Herr der Ringe“ nichts verloren haben. Dies unterstrich seine in guter Manier absolvierte Wiederqualifikation in Bahrenfeld, denn Isildur blieb nach seiner langen Ruhepause stets in Reichweite seines prominenten Artgenossen Mister PK. Der Hengst gehört also auf dem Wettschein nach oben, obwohl er sich schwere Gegner ausgesucht hat. Chatain (Steve Krüger) entwickelt sich ganz nach dem Vorbild seines großen Bruders Cinemon (60.678 Euro Gewinnsumme), Zuccero (Daniel Wagner) trifft es diesmal passend an. Not to Bi (Thorsten Tietz) ist am Freitag noch in der Wuhlheide engagiert und gespannt darf man vor allem auf Bogey Boko (Maik Esper) sein, der nach dreimonatiger Auszeit ein überzeugendes Comeback ablieferte.

Falls er nicht schon vorher den Winnercircle aufgesucht hat, wird es Michael Nimczyk mit aller Wahrscheinlichkeit nach dem 4. Rennen tun. Denn sein Schützling Hallo again steht nach allen Belangen über dem Feld. Der Erfolgsweg des Wallachs aus dem Quartier von Marion Jauß führte im letzten Sommer bis ins Derby-Finale, dort belegte er Rang acht. Die Saison 2013 ließ Hallo again mit einem Ehrenplatz in der Breeders-Crown-Entlastung ausklingen und in der anschließenden Winterpause ist er sicherlich weiter gereift. Natürlich ist nicht zu erwarten, dass er konditionell schon bei hundert Prozent ist – aber Hallo again hat einen Ruf zu verteidigen und Michael Nimczyk wird ihn beim Jahresdebüt nicht einfach nur mitlaufen lassen. Der Jauß-Crack ist trotz 20 Meter Zulage in dem in drei Bänder aufgeteilten Starterfeld also klar die erste Wahl und gilt als Tipp des Tages. Bei glattem Verlauf ist nicht zu erwarten, dass ihm Yoran Frisia (Thorsten Tietz), Sandro HS (Daniel Dähn), Rosanne Gilbak (Heinz Wewering) oder Pipilo Jet (Heiner Christiansen) das Wasser reichen können.

Auch in den beiden abschließenden Prüfungen der V5-Wette hat Michael Nimczyk heiße Eisen im Feuer. Im 5. Rennen steuert er Familie Lindingers SJ’s Night, der die Saison 2013 mit einem Erfolg in Gelsenkirchen abschloss. Der Wallach ging bisher elfmal auf eine Ehrenrunde, ein erneuter Erfolg wäre nicht überraschend. Doch das zehnköpfige Teilnehmerfeld ist stark besetzt. Die zumeist verdeckt eingesetzte Becky Dragon (Maik Esper) besitzt enormen Speed und kann die letzten Meter jederzeit für sich entscheiden. Aufgrund der Startnummer 10 muss ihr Trainer die Stute ohnehin von hinten in die Schlacht werfen. Auch für Amy Nasad (Andrea Lombardo), die zweite Waffe aus dem Quartier von Maik Esper, ist einiges drin. Egal, wie es ausgeht – nur fünfundzwanzig Minuten später wartet auf Michael Nimczyk die nächste Chance, denn im 6.Rennen zählt der Goldhelm mit Kid Rock erneut zum engsten Favoritenkreis. Beim V5-Abschluss gehört der kleine Bruder des Derby-Zweiten Karaburan nach seinen Siegen in Dinslaken und Gelsenkirchen unbedingt in die oberste Zeile, auch wenn der Braune auf ernstzunehmende Konkurrenten wie Lilly Ass (Heinz Wewering), Evalina Ray (Thorsten Tietz) und Dulco di Quattro (Roman Matzky) trifft.                                        

Unsere Tipps:

1.Amur – Color Your Life – Fittipaldi

2.Vicky Corner – Trible Laser – Bavaria Blue

3.Isildur – Bogey Boko – Chatain

4.Hallo again – Yoran Frisia – Sandro HS

5.Becky Dragon – Amy Nasad – Sweet Star – SJ’s Night

6.Kid Rock – Evalina Ray – Lilly Ass

7.Hainang – Peer G – VanHalen

8.Anthony Boko – Bruno – Imperia

9.Theodor Fontane – Tootsi Simoni – Miss Dior