Trabrennen in Berlin-Mariendorf: Startschuss für die bahnübergreifende V5

Die mit 8.000 Euro Garantieauszahlung ausgestattete Topwette

beginnt mit dem Mariendorfer Bayern-Pokal-Trial

Zwei erstklassig besetzte Standardprüfungen und das Debüt der bahnübergreifenden V5-Wette: Der Mariendorfer „Renntag der Gastronomie“ (Sonntag, 30. September / Beginn 13.30 Uhr / Start des 1. Rennens um 14.12 Uhr) bietet ein qualitativ vorzügliches Programm, bei dem prominente Fahrernamen wie Roland Hülskath, Heinz Wewering, Michael Nimczyk, Helmut Biendl, Josef Franzl, Michael Schmid und Thorsten Tietz für Trabrennsport vom Feinsten stehen.

Auf der Derby-Bahn gehen neben der aktuellen Top Six der bundesdeutschen Berufsfahrer-Rangliste auch starke ausländische Gäste an den Start. So fordern die „Russen-Bomber“ Ens Caviar’s Sun (Yuri Repin) und Bloodstock’s Mike (Alexandr Nesyavev) im 8. Rennen keinen Geringeren als Baltimore As (Roland Hülskath). Und ein Niederländer, nämlich der vierzigjährige Patrick de Haan, kann bei dem mit 7.000 Euro dotierten Bayern-Pokal-Trial mit seiner Stute Cartier Greenwood sogar die auffälligsten Akzente setzten. Die Standardprüfung wird als 6. Rennen ausgetragen und besitzt neben dem prestigeträchtigen auch einen zukunftsweisenden Wert: Denn zum erstenmal seit langer Zeit wird wieder eine bahnübergreifende Wette in Deutschland angeboten. Die Kooperation zwischen dem Berliner Veranstalter und der Gelsenkirchener Partnerbahn bei der mit 8.000 Euro Garantieauszahlung ausgestatteten V5 gewährleistet einen Quoten-Krimi.

Welche Pferde gehören zum Auftakt also die oberste Wettscheinzeile? Dass Patrick de Haan mit Cartier Greenwood in den Hauptlauf des Bayern-Pokal-Trials geht und nicht in den als 3. Rennen ausgetragenen Stutenlauf – hier treffen u. a. Yes we can (Gerd Biendl), Hiva (Michael Nimczyk) und Gri Legacy (Daniel Wagner) aufeinander – für seine Dreijährige ausgewählt hat, drückt enormes Selbstbewusstsein aus. Vor allem der im Juni am Nienhausen Busch erzielte Ehrenrang scheint diese Einschätzung vollauf zu rechtfertigen. Doch zum einen ist Cartier Greenwood mit Startplatz acht denkbar schlecht bedient und zum anderen sind ihre zehn Gegner nicht von Pappe.

Zu denen gehört zum Beispiel ein Pferd wie Spicy A. (Thorsten Tietz), das seine beiden bisherigen Einsätze überlegen gewann und nicht einmal annähernd an die Grenzen gehen musste. Oder ein Traber wie Man in Black, der beim kürzlichen Start in Straubing mit Weile-Vorsprung auftrumpfte und als kleiner Bruder von Könnern wie Lets go on (91.329 Euro Gewinnsumme) und Giverny (57.578 Euro) besonders empfohlen ist. Sein Trainer und Fahrer Helmut Biendl sagt über ihn: „Da er im Winter sehr krank war und am Bauch operiert werden musste, haben wir es mit Man in Black zunächst ruhig angehen lassen. Er wird ein richtig Guter! Und er besitzt enorme Antrittsschnelligkeit.“

Der Biendl-Schützling könnte also auf den ersten Metern des Hauptlaufs die Musik machen – doch die Aufzählung der chancenreichen Teilnehmer ist damit längst nicht beendet. Amor Viking (Josef Franzl) sprintete – ebenfalls in Straubing – mit fünfeinhalb Längen Vorsprung auf und davon. Romanelli (Kay Werner), der sogar in einem der Derby-Vorläufe dabei war, hat einen frischen Karlshorster Treffer auf dem Konto und bringt als Sohn der großartigen Donna Lisa (161.088 Euro) und Bruder des Seriensiegers Dschingis Khan beste Referenzen mit. King Bajazzo (Thomas Kornau) und Keeper As (Michael Schmid) brauchen sich ebenfalls nicht zu verstecken – alles in  allem also eine sehr offene Partie.

Das schaut beim 10. Rennen, dem Trial zum Preis des Winterfavoriten, ganz anders aus. Denn die 7.000-Euro-Prüfung für Zweijährige hat einen glasklaren Favoriten: Die von Heinz Wewering präsentierte Stute Ocean Dream hat das Zeug dazu, ein absoluter Traber-Star zu werden. Ihr Besitzertrainer Franz Klein schüttet ganze Kübel voller Lob über die Vierbeinerlady aus: „Wenn Ocean Dream gesund bleibt, steht sie vor einer internationalen Karriere und wird vielleicht sogar noch besser als ihre Mutter.“ Diese Aussage soll angesichts der Tatsache, dass die gemeinte Zuchtstute – nämlich Olly Lane – in ihrer Rennkarriere mit ihren 25 Siegen stolze 153.691 Euro Preisgeld für Franz Klein verdient hat, schon etwas heißen. Keine Frage: Wenn Ocean Dream auf den Beinen bleibt, können sich ihre neun Konkurrenten warm anziehen.

Tipps des Veranstalters:

1. Samanta Santana  – Sphinx – Remilo Simoni

2. Marischallo – Faveau – Rose Simoni

3. Yes we can – Hiwa – Gri Legacy

4. Niacomo – Peer G – Lincolns Sara

5. Amazing Passion – Tom for you – Gri Linea – Adraline

6. Cartier Greenwood – Spicy A. – Keeper As

7. El Rappido – Crazy for you – Arthos W

8. Baltimore As – Meringo Star – Bloodstock’s Mike

9. Super Love Boy – President Storm – Amy Nasad

10. Ocean Dream (SE) – Prince Flevo – Grandiosa Bo

11. ZZ Top – Herman Nasad – Lindy’s Child MS

12. Savoya – Claire Greenwood – Landesfürstin