Trabrennen in Berlin-Mariendorf: Saisonstart 2013 mit spektakulären Neuerungen

Berlin-Mariendorf, 3. Januar 2013 (Beginn 16.30 Uhr).  Ein bisschen mehr Risiko – aber erheblich bessere Gewinnaussichten für die Rennsportfans aufgrund wachsender Umsätze. Das ist der Kerngedanke bei der bundesweiten Einführung der PLACE-Wette, die am großen Mariendorfer PMU-Renntag ihr Debüt feiert und die ehemalige Platzwette ersetzt. Gewonnen hat man, wenn das gesetzte Pferd durch den endgültigen Richterspruch als Sieger oder als Zweiter bestätigt wird. Für einen dritten Platz gibt es also keine Gewinnausschüttung mehr – aber dafür ist mit einem ganz erheblichen Anstieg der Quoten zu rechnen. Das haben die Erfahrungen anderer Trabrennnationen gezeigt. Selbst für einen Topfavoriten gibt es zumeist eine ordentliche Rendite – und Außenseiter lassen die Kasse richtig klingeln. Das Schöne daran: Der Mindesteinsatz beträgt nur einen Euro und die PLACE-Wette ist erstmalig mit der obligatorischen Mariendorfer Prämienausspielung verknüpft.

Diese vom Prinzip her ganz einfache Wettart ist am Donnerstag also selbst für ausgewiesene Tipp-Experten ein absolutes Muss und kann schon gleich im 1. Rennen ausgiebig getestet werden. Bei der Auftaktprüfung der hochklassigen Veranstaltung, bei der es für die Sportler um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 54.000 (!) Euro geht, gilt der Blick natürlich King of the World (Manfred Zwiener) und Doktor Schulze (Thorsten Tietz), die sich am letzten Renntag des Jahres 2012 – ebenfalls auf PMU-Niveau – mit einem dritten bzw. vierten Platz in sechzehner Zeit mehr als ordentlich verkauften. Welcher ihrer zwölf Gegner könnte die einzigen beiden vierjährigen Pferde im Feld ärgern? Nalinas Flashlight ist erstmalig Michael Nimczyk anvertraut und muss nun Farbe bekennen. Peanut Bes (Bernd Schrödl) läuft konstant siebzehner Zeiten, kam beim letzten Start aber nicht an den beiden genannten Favoriten vorbei und die eigentlich sehr trabsichere Diving (Christian Zimmermann) wurde in derselben Prüfung nach einer schweren Galoppade disqualifiziert.

Das Motto lautet also: Ein ordentliches „Pfund“ auf die PLACE-Wette zum Einstieg in die spannende Veranstaltung. Und gleich danach ist die Spürnase für richtige Kombinationen gefordert, denn das 2. Rennen ist der Start der V5-Wette mit einer satten 5.002-Euro-Jackpotzugabe. Die Jagd auf den Geldtopf beginnt mit einem klaren Favoriten, denn der von seinem Trainer Gerd Biendl präsentierte Cokaselo ist ein echter Siegertyp und hat mit der Vier eine tolle Startposition erwischt. Neunzehn Volltreffer stehen auf dem Gewinnkonto des Siebenjährigen und der Blick auf seine Abstammung lässt die Konkurrenten vor Neid erblassen. Stammt der Wallach doch aus der unvergessenen Cassela (213.004 Euro Gewinnsumme) und dem Amérique-Sieger Coktail Jet. Sollte der Braune wider Erwarten schwächeln, ist am ehesten Red Bull (Heinz Wewering) oder Herman Nasad (Maik Esper) der Erfolg zuzutrauen.

Im 3. Rennen, der zweiten V5-Prüfung, spricht alles für Zidane Flevo (André Pögel), der sich nach vier Siegen hintereinander eigentlich nur selber fürchten muss. Geht der Topfavorit glatt, werden seine dreizehn Gegner keine Chance haben. Wesentlich offener schaut das 4. Rennen mit Kongo (Heinz Wewering), Holmberg (Herbert Strobl) und Rania (Thorsten Tietz) aus. Das 5. Rennen ist ebenfalls eine sehr offene Partie und zugleich ein sportlicher Leckerbissen, treten hier doch mit Dschingis Khan (Gerd Biendl), Alquin Elegance (Josef Sparber), Abano Boy (Heinz Wewering), Herana (Maik Esper), Gaius R.A. (Daniel Wagner), Halifax (Michael Nimczyk) und Meringo Star (Daniel Goehrke) eine Vielzahl prominenter Namen an. Das 6. Rennen bildet wenig später den Abschluss der V5-Wette und auf dem Tippschein sollten vor allem Bolero R.A. (Daniel Wagner), Like a Porsche (Thorsten Tietz) und Giordano (Herbert Strobl) angekreuzt werden.

Egal, wie die V5-Wette ausgeht – was danach folgt, darf man als absolutes Highlight bezeichnen. Denn im 7. Rennen treten echte Vierbeiner-Cracks an. Der 25-malige Sieger Top of the Rocks (Gerd Biendl) hatte in dem mit 25.000 Euro dotierten Finale des Weihnachts-Pokals in Daglfing bereits den zweiten Rang vor Augen, als er aufgrund einiger Turbulenzen höchst unglücklich von den Beinen kam. Die Disqualifikation war ein reines Streichergebnis – der international erprobte Hengst kennt normalerweise keinen Fehler. Gleiches gilt für Istogramma SAS (Gerhard Mayr), der beim letzten Start ebenfalls von den Stewards gemaßregelt wurde, aber jederzeit in der Lage ist, eine Kilometerzeit im Zwölfer-Bereich auf die Piste zu trommeln. Ähnlich rasant ist Shaman Hall unterwegs. Im Sulky des US-Amerikaners sitzt Cornelia Mayr, die Tochter des österreichischen Dauerchampions. Die Amazone legte mit dem Hengst vor allem in dem mit 60.000 Euro dotierten Hamburg-Cup eine bärenstarke Vorstellung hin.

Tipps des Veranstalters:

1.        King of the World – Doktor Schulze – Diving

2.            Cocaselo – Red Bull – Herman Nasad

3.            Zidane Flevo – Robino Bes – Russel Sambuca

4.            Kongo – Holmberg – Rania

5.            Dschingis Khan – Alquin Elegance – Abano Boy – Herana

6.            Bolero R.A.  – Like a Porsche – Giordano

7.            Istogramma SAS – Shaman Hall – Top of the Rocks

8.            Tom for you – Tout ou Rien – Tiana La Prairie

9.            Dynamite Goal Ass – Apollon – Höwings Quality Z