Trabrennen in Berlin-Mariendorf: Jede Menge Jackpots und den Amérique als Dessert

 

Die Mariendorfer Veranstaltung steht ganz im Zeichen des wichtigsten Traber-Highlights der Welt. Die Derby-Bahn begleitet den Prix d’Amérique in Paris mit brillanten Wettangeboten: Jackpots und Garantieauszahlungen summieren sich auf 26.000 Euro. Die V5 beginnt bereits mit dem zweiten Rennen.  

25. Januar 2015 (Qualifikation um 13.35 Uhr / Start des 1. Rennens um 14.24 Uhr).

Man muss nicht extra einen Flug nach Paris buchen, um hautnah am Geschehen dran zu sein: Der Prix d’Amérique wird natürlich live auf den Monitoren der Derby-Bahn präsentiert. Sieben prominent besetzte Mariendorfer Püfungen begleiten das wichtigste Traber-Ereignis der Welt. Insbesondere das Berliner Wettangebot zeigt sich eines großen Tages würdig: Die mit dem 2. Rennen beginnende V5 und die beiden Supersieg-Wetten (3. und 5. R.) sind mit jeweils 5.000 Euro Garantie inklusive 1.000 Euro Jackpot ausgestattet. Bei der Viererwette (4. R.) geht es um 4.000 Euro Garantie und die Dreierwette des 6. Rennens ist sogar mit 6.000 Euro Garantie inklusive 1.762 Euro Jackpot verknüpft.

Der Nachmittag beginnt mit einer Siegchance für die von Sarah Kube gesteuerte Avelon. Die fünfjährige Stute aus dem Besitz von Charlotte Jung und Anne Lorf hat sich in ihrem neuen Trainingsquartier um nahezu hundert Prozent gesteigert, denn in ihrer alten norddeutschen Heimat lief nicht allzu viel für die Tochter der leider schon eingegangenen Pocahontas (41.694 Euro Gewinnsumme) zusammen. Nun zeigt sich die Braune aber wie verwandelt und ging in diesem Monat bereits zweimal auf die Ehrenrunde. Da sie viel Speed mitbringt, sollte ihr der Startplatz neun nichts ausmachen. Ernsthafte Gegner sind aber da: Justus Southwind (Katharina Kramer) verweist auf einen frischen Karlshorster Erfolg und der erstmals mit Christoph Pellander antretende Runaway Victory sowie Lamanca, die mit Franziska Höltje ebenfalls eine neue Fahrerin im Sulky hat, sind brandgefährlich.

Auch im 2. Rennen gehört Sarah Kube, die in diesem Jahr wieder verstärkt in den Kampf um das bundesdeutsche Amateur-Championat eingreifen will, zu den Favoriten. Mit Rosenstolz kam die 30-jährige Amazone zuletzt im Finish regelrecht angeflogen. Die von Hannu Voutilainen trainierte Stute verbesserte ihren Rekord zugleich auf 1:14,7 min. und triumphierte davor sogar in einer Breeders-Crown-Entlastung. Für den V5-Tippschein ist die Tochter der unvergessenen Rhoder Primadonna (21 Siege), die zugleich die jüngere Schwester des schon erwähnten Runaway Victory ist, zweifellos die erste Wahl. Natürlich darf man auch Pferde wie Abaton (Werner Schnieder), Amy Nasad (Katharina Kramer), Doktor Schulze (Andreas Marx) und Giant Eck (André Pögel) nicht übersehen – aber der Hauptgegner für Rosenstolz wird zweifellos Speedy Rapide (Christoph Pellander) sein, die in der Wuhlheide von einem geschonten Rennverlauf an der Innenkante profitierte.

Zwei Kreuze gehören zum Auftakt der V5 also mindestens auf den Schein – und im 3. Rennen wird diese Tipp-Anzahl vermutlich noch nicht einmal reichen. Denn in dem Achterfeld befindet sich bis auf Melody Moor (Daniel Dähn), für die es trotz ihrer vorbildlichen Zuverlässigkeit sehr schwer wird, kein einziger Traber, der nicht für den Sieg in Betracht kommt. Die Auswahl zwischen Uvea (Philipp Caternberg), My Little Letty (André Pögel), Helene Ass (Heinz Wewering), Vital (Benjamin Hagen), Elvis Attack (Michael Nimczyk), Indrois (Roman Matzky) und Jilliane (Thomas Buley) ist eine ziemlich haarige Angelegenheit. Die V5-Wetter sollten auf Überraschungen gefasst sein. Ähnliches gilt für das 4. Rennen, denn Zatopek Dragon (Werner Schnieder) ist gegen neun Konkurrenten trotz seines Laufvermögens noch lange nicht zuhause.

Ganz anders schaut es im 5. Rennen aus, denn dort gehen drei Pferde an den Start, an denen es einfach kein Vorbeikommen gibt. Der auf der langen 2.500-Meter-Strecke im ersten Band postierte Andrew Dragon (Andrea Lombardo) sowie die mit zwanzig Meter Zulage gehandicapten Harry’s Bar (Thorsten Tietz) und Outsider Diamant (Michael Nimczyk) sind eine Klasse für sich. Das Aufeinandertreffen dieser Vierbeinerhelden, zu dem sich auch die ebenfalls exzellenten VanHalen (Thomas Heinzig), It’s Amazing (Roman Matzky), Not to Bi (Heinz Wewering), Zatopek Boshoeve (Benjamin Hagen) und der schwedische Neuzugang Jagger Broline (Philipp Caternberg) einfinden, ist ohne Frage das Rennen des Tages und genau der richtige Vorgeschmack auf den Prix d’Amérique, der gut zwanzig Minuten später gestartet wirdt.  

Im 6. Rennen werden sich die meisten Blicke erneut auf Sarah Kube richten, die dann im Sulky von Lantino Platz nimmt. Der Wallach agierte auch in seiner alten Heimat Bayern recht erfolgreich – doch in der Hand von Thorsten Tietz hat er mit zwei Siegen hintereinander noch eine gehörige Schippe draufgelegt. Gemessen an diesen Leistungen ist der Sechsjährige kaum zu bezwingen und muss sich lediglich vor Forrest Gump (Christoph Pellander) und Iamtheredone (Tony Böker) in Acht nehmen. Den Abschluss macht das 7. Rennen und hier gibt es ebenfalls einen deutlichen Favoriten: Florana G (Thorsten Tietz) wird nach Meinung ihres kompletten Umfeldes mit jedem Tag besser und ist derzeit klar über Baraija BR (Michael Nimczyk), Julius Southwind (Andrea Lombardo) und Hella (Matthieu Hegewald) zu stellen.                                    

Unsere Tipps:

1.Avelon – Justus Southwind – Sarina

2.Rosenstolz – Speedy Rapide – Abaton

3.Elvis Attack – My Little Letty – Uvea

4.Zatopek Dragon – Höwings Pothos Z – Aruna Folle – Sandro HS

5.Andrew Dragon – Harry’s Bar – Outsider Diamant

6.Lantino – Iamtheredone – Forrest Gump

7.Florana G – Baraija BR – Julius Southwind

Foto von Marius Schwarz: Die Amazone Sarah Kube, die an diesem Nachmittag gleich mehrere Siegchancen haben wird