Trabrennen in Berlin-Mariendorf: Ein Graf gibt sich die Ehre

Trabrennen in Berlin-Mariendorf:

Ein Graf gibt sich die Ehre

 

Martin Altmann präsentiert den 2012 noch ungeschlagenen Graf Steding Heinz Wewering für Trainer Frank Ostermann – Michael Nimczyk zu Gast

 

„Er läuft in der Form seines Lebens“ – mit diesem kurzen Statement hat es Martin Altmann auf den Punkt gebracht. Im vierten Rennen führt der Weg zum Sieg nur über den achtjährigen Gigaro-Sohn Graf Steding, der bei seinen drei Auftritten in diesem Jahr restlos überzeugte und dabei auch dem Seriensieger Alquin Elegance zwei Mal klar das Nachsehen gab. Der weite Weg nach Berlin hat – neben den attraktiven Mariendorfer Rennpreisen – vor allem zwei Gründe: „In München hätte der Graf zur Zeit nur in Bänderstarts laufen können und die wollte ich ihm vorerst noch ersparen. Außerdem bereiten wir den Wallach auf das Berliner Fritz Brandt – Rennen vor, in dem er zu Ostern starten soll“ erklärt Martin Altmann am Telefon.

Bei aller Wertschätzung für den Bayern-Crack darf man aber auch dessen Gegner nicht außer Acht lassen. In erster Linie ist sicher Mister PK (Heinz Wewering) zu nennen, der über eine vergleichbar gute Gesamtform verfügt und im Über-Kreuz-Vergleich ebenfalls Alquin Elegance hinter sich ließ. Beim ersten und bisher einzigen Jahresstart siegte der von Frank Ostermann vorbereitete Hengst in einem erstklassig besetzten Mariendorfer PMU-Rennen mit der Nase im Wind, also über die Außenspur. Aus dem Trainingsquartier Nimczyk/Voutilainen kommt der Jahresdebütant Lucky Moor (Michael Nimczyk), der gegen Ende der letzten Saison ausschließlich auf höherer Ebene engagiert war und sich dort blendend verkaufte. Gespannt sein darf man auf die Berlinerin Romantika (Rolf Hafvenström), die hier in einer vergleichsweise hohen Gewinnklasse antritt. „Sie muss das können“ sagt ihr Trainer in seiner unnachahmlichen Art. Beim letzten Start sah es so aus, als sei Romantika unter Wert geschlagen, weil sie im entscheidenden Moment innen festsaß. Aber Rolf Hafvenström relativiert: „Ich weiß nicht, ob es an diesem Tag gereicht hätte. Wäre ich hundertprozentig überzeugt gewesen, hätte ich sie früher und offensiver eingesetzt. Am Montag sollte die Stute weiter sein.“ Das muss sie aber auch, wenn sie vorne mitmischen will – die Gegner sind stärker als zuletzt.

 

Stark besetzte Rennen

In dem insgesamt sehr gut besetzten 10-Rennen-Programm sticht neben dem vierten besonders das achte Rennen heraus, das am Montag auch die Daily-Double-Wette einläuten wird. Die frischen Sieger Victory Love (Heinz Wewering) und

O’dalema Byrds (Michael Nimczk) treffen auf den mehrfach in PMU-Rennen erfolgreichen Lapoz (Matthieu Hegewald) sowie die Standardrennen-Siegerin Herana (Maik Esper). Aus der Winterpause kommt Gaius R.A., der erstmals von Rolf Hafvenström gefahren wird. Der Hengst hatte am Beginn seiner Karriere in Berlin einen ganz starken Eindruck hinterlassen, kam dann bei einem mehrmonatigen Engagement in Schweden aber ziemlich unter die Räder. Nach der Rückkehr im Herbst 2011 konnte er seine Klasse zumindest wieder andeuten. Langfristig gesehen hat der Star des Stalles Aleo sicher das Potenzial für höhere Aufgaben. Die Daily-Double-Wette über das achte und neunte Rennen ist mit einem Jackpot in Höhe von 1.000 Euro ausgestattet.

In der Auftaktprüfung sieht sich der nach einer auf verschiedenen Rennbahnen „erzielten“ roten Serie in Karlshorst dominant siegreiche Achilles (Thorsten Tietz) der Herausforderung durch den Jahresdebütanten Junior (Michael Nimczyk) und den frischen Überraschungssieger Taifun (Christian Zimmermann) ausgesetzt.

Im zweiten Rennen treffen Pershing Shadow (Nicole Fink) und Valerie Andrup (Josephine Schiller) erneut aufeinander, dies Mal mit anderen Fahrern. Nach dem starken Eindruck, den Pershing Shadow bei seinen letzten beiden Siegen hinterlassen hat, dürfte eine Formumkehr aber eher unwahrscheinlich sein. Als Herausforderin des Zwiener-Schützlings könnte sich eher Keep Cool Diamant (Matthieu Hegewald) erweisen, die nach achtbaren Mariendorfer PMU-Ergebnissen zuletzt in Karlshorst absolut überzeugte.

Das fünfte Rennen, traditionell mit der Viererwette verknüpft, müsste von der Papierform her eine leichte Beute des Dreifach-Siegers Like a Porsche (Jens Rosenberg) werden. Zuletzt machte der Hengst seinem Namen alle Ehre und trommelte mit Dennis Spangenberg ein derartiges Tempo auf die Piste, dass der eigentlich Drittplazierte hinter der Flagge ins Ziel kam und deshalb sowohl Platzierung als auch Rennpreis abschreiben musste. Sonntag fährt der Besitzer den „Porsche“ erstmals selbst. Jens Rosenberg hat in seiner Karriere zwar auch schon 20 Siege erzielt, die Routinepunkte aber gehen an Janus (Werner Schnieder, 354 Siege), Just like Heaven (Sarah Kube, 118 Siege), Samur Ass (André Pögel, 353 Siege) und Inedita (Sebastian Gläser, 93 Siege).

Die Prämienausspielung um 1.000 Euro in Wettgutscheinen erstreckt sich über die Rennen 1-9. Treffen Sie einfach einen der ersten neun Sieger mit mindestens zehn Euro Einsatz und Sie erhalten Ihr Prämienlos! Unser Zweierwetten-Gewinnspiel für Bahnbesucher um 500 Euro gibt es im 7. Rennen. Siegjackpots in Höhe von jeweils 1.000 Euro werden im 3. und 10. Rennen ausgespielt, der Daily-Double-Jackpot (ebenfalls 1.000 Euro) im 8. Rennen.

 

Unsere Tipps:

1.            Achilles – Junior – Charming Emily

2.            Keep Cool Diamant – Pershing Shadow – Valerie Andrup

3.            Lou Trec – Bruno – Tigra HS

4.            Graf Steding – Mister PK – Lucky Moor

5.            Like a Porsche – Just like Heaven – Janus – Inedita

6.            Bo Bo Design – Annabel J – Mendic

7.            Have no Times – Crazy for you – Welcome Boshoeve

8.            Victory Love – Lapoz – Herana

9.            It’s my birthday – Butch – Floriane

10.          Dancer Joy – Mister Big – High Roller