Trabrennen in Berlin – Mariendorf: Die Premiere mit dem Berlin-Jägersro Super Trot Cup!

Foto von Heiko Lingk: Der Mariendorfer Bahneigentümer Ulrich Mommert (auf dem Foto rechts) und der schwedische Spitzenfahrer Jørgen Sjunnesson

Der neu erschaffene deutsch-schwedische Länderkampf wird von hochklassigen Rennen wie dem Preis der Schnellsten (Serie I) begleitet. Mariendorf begrüßt zahlreiche Spitzenfahrer. Auf das wettende Publikum warten Jackpots, Prämien und Auszahlungsgarantien in Höhe von 26.000 Euro!   

Berlin-Mariendorf, 3. Juli 2016 (Start des 1. Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikation und Vorab-Interviews bereits ab 13.15 Uhr).

Zwei Läufe in Mariendorf, zwei Läufe in Jägersro und das große Finale dann am Derby-Tag in Berlin: Beim neu ins Leben gerufenen Super Trot Cup geht es nicht nur um ein Gesamtpreisgeld von über 133.000 Euro, sondern um internationales Renommee.  Der deutsch-schwedische Wettbewerb sorgte in beiden Ländern bereits im Vorfeld für viel Aufmerksamkeit, nun ist es soweit: Der mit 10.000 Euro dotierte erste Lauf steht auf dem Programm! Eine glanzvolle Premiere, auf die Jørgen Sjunnesson und Ulrich Mommert, die beiden Initiatoren dieses internationalen Highlights, zu Recht stolz sein dürfen. In den gemeinsamen Gesprächen der beiden wurde zunächst die Idee geboren und Sponsoren wie die legendäre Hanover Shoe Farms gesellten sich im Anschluss dazu. Der Plan wurde Wirklichkeit: Berlin darf sich auf ein Top-Event freuen!

Der erste Lauf des Super Trot Cups wird als 8. Rennen ausgetragen und nur diejenigen Sulkygespanne, die auf den Plätzen eins bis drei landen, ergattern die Startberechtigung für das Finale. Dreizehn Kandidaten treten auf der 1.900-Meter-Strecke an – darunter einige absolute Großkaliber. Samir, der Sieger des Bayerischen Zuchtrennens, hat mit seinem Trainer Josef Franzl die Position eins erwischt. Der Hengst ist zwar relativ unabhängig vom Rennverlauf, wird aber mit dem unmittelbar neben ihm positionierten Montecore Mo (Michael Nimczyk) wohl gleich in der Anfangsphase um eine gute Ausgangslage rangeln. Was der „Tiger“ leisten kann, hat er zuletzt mit einem großartigen Erfolg in Jägersro bewiesen, als er seinen Kontrahenten von der Spitze aus klar die Eisen zeigte. Auch die Startnummer drei hat Frontrenner-Qualitäten: Man in Black, der in Daglfing beim Aufrücken in der Außenspur von den Beinen kam, wird von Andreas Strobl gesteuert und ist ebenfalls ein absoluter Siegertyp, denn er konnte nicht weniger als 26 seiner bisherigen 55 Einsätze gewinnen.

Der von Vincent Martens trainierte und von Jörgen Sjunnesson gefahrene Eder Bob setzt seine Hufe erstmalig auf eine deutsche Piste und ist recht schwer einzuschätzen. In Paris trabte der Hengst in dem von Spartan Kronos gewonnenen Prix Tolosa eine 12,4-Kilometerzeit – keine schlechte Empfehlung! Schubert (Erwin Bot) war ebenfalls in Vincennes unterwegs und schlug sich als Fünfter achtbar. Wild Viking (Rudolf Haller) sollte man trotz der zweiten Reihe ebenso wie New Generation (Heinz Wewering) unbedingt im Auge behalten, denn beide Pferde verfügen über enormen Speed. Ansonsten ist fast alles möglich – ein wirklicher Vollstreicher ist in dem Mammutfeld nicht zu entdecken und dass zum Beispiel ein so tolles Pferd wie Vantastic mit dem österreichischen Derby-Sieger Christoph Fischer im Sulky nur zu den großen Außenseitern gehört, sagt eigentlich schon alles.

Auch die Serie I zum Preis der Schnellsten verfügt über exquisite Qualität. Der mit 7.500 Euro dotierte „Beginners“-Lauf wird als 4. Rennen ausgetragen und ist zugleich der Auftakt der V5. Aggetto (Thorsten Tietz) war zuletzt unglaublich gut, übernahm nach einer halben Runde die Führung und ließ erstklassige Gegner wie Successful stehen, als wären sie müde vor sich hin kriechende Schildkröten. Die größte Gefahr droht dem Wallach diesmal von zwei Hengsten, nämlich von seinem Trainingsgefährten Calvados Chess (Dennis Spangenberg) und von Jamie Oliver, der das im letzten Jahr abgegebene Versprechen seines Trainers und Fahrers Gerhard Biendl vollends einlöst und in dieser Saison von Tag zu Tag besser wird. Diese drei Pferde sind glasklar in der Favoritenrolle.

Während sich der „Beginners“-Lauf an die Vier-und Fünfjährigen bis 15.000 Euro richtet, ist der Hauptlauf für Altersgenossen mit einem deutlich höheren „Kontostand“ konzipiert. Hier gibt es keine Gewinnsummenbeschränkung und das Preisgeld der als 6. Rennen ausgetragenen Prüfung beträgt stolze 12.000 Euro! Kein Wunder, dass sich hier eine illustre Gesellschaft zusammenfindet. Der von Rudolf Haller präsentierte Stark Bi raste in der Krieau im Preis der Stadt Wien zu einem sensationellen 12,0-Bahnrekord und knackte in seiner persönlichen Erfolgsbilanz zugleich die 50.000-Euro-Schallmauer. Paymybills Diamant (Roland Hülskath) rangiert von der Gewinnsumme her sogar noch deutlich darüber, musste auf internationalem Niveau aber ein paar Hiebe einstecken.

Verglichen mit diesen beiden Vierbeinerhelden ist der genauso wie Stark Bi in Italien gezüchtete Triomphe Ferm (Robbin Bot) noch ein Newcomer – aber einer, der auf dem besten Wege ist, ein ganz Großer zu werden. Denn Dr. Sonja Wewerings Hengst ist einer, der keine Niederlagen mag – das bekamen seine Konkurrenten, obwohl der Braune erst vierzehn Starts bestritten hat, schon neun Mal zu spüren. Conrad Lugauers Gideon Boko ist ähnlich veranlagt. Er gewann in Jägersro und Halmstad vier seiner sieben Einsätze und kommt daher auf eine Siegquote von 57 Prozent! Es steckt also richtig Pfeffer in der Partie, in der auch Othello Victory (Christoph Fischer) und Popeye Diamant (Gerhard Biendl) Chancen geltend machen, während es für Flashback (Michael Nimczyk), Yatagan Love (Dragan Djuricic) und Jamil Cortina (Heinz Wewering) mächtig schwer wird.

Da alle anderen sieben Rennen der Mariendorfer Veranstaltung ebenfalls prominent besetzt sind, wird auch das Rahmenprogramm dem Stellenwer des Ereignisses gerecht. Keine Frage: Der Berlin-Jägersro Super Trot Cup ist etwas Besonderes und wird sich nicht zur Eintagsfliege entwickeln. Ulrich Mommert: „Die Idee zu einem Städte- bzw. Länderkampf war absolut naheliegend, denn zum einen liegt Schweden gar nicht so weit von uns entfernt und zum anderen genießt der Trabrennsport dort eine großartige Tradition, die ich sehr bewundere.“ Und Jørgen Sjunnesson, der am Sonntag sechsmal in Mariendorf in den Sulky steigt, ergänzt: „Die Sache hat sich wie ein Lauffeuer unter meinen Landsleuten herumgesprochen und viele führende Trainer und Fahrer in Schweden wollen beim großen Finale am 7. August in Berlin unbedingt dabei sein. Ich glaube, das wird ein ganz tolles Ding und ich bin überzeugt, dass es der Beginn einer langen Freundschaft zwischen dem deutschen und dem schwedischen Sport ist!“

Unsere Tipps:

1. Gameboy Newport – Confidential Bond – Stonewashd Diamant

2. Jonalu – Mr Shorty – Robinia Diamant

3. Floh G – Oh Happy Day – Dream Boy As

4. Aggetto – Calvados Chess – Jamie Oliver

5. Diva Amici – Symphony  Diamant – Mr Firecracker – Monsieur de Fleurs

6. Stark Bi – Paymybills Diamant – Gideon Boko

7. Sarina – One and Only – Barolo SL

8. Samir – Montecore Mo – Schubert – Wild Viking

9. Enzo Newport – Betty Foster – Adrian Cliv BR

10. Rainbow Diamant – Fantasia Newport – Arando