Trabrennen in Berlin-Mariendorf 2013: COMEBACK VON PETER KWIET

 

Was sich am Tag des Stuten-Derbys ganz zart angedeutet hat, wo er erstmals seit rund drei Jahren zum Derby-Pokal der Oldies in den Sulky stieg, nimmt an diesem Sonntag, an dem das Elf-Rennen-Programm um 14.00 Uhr eingeläutet wird, Realität an: Peter Kwiet hat Blut geleckt und fährt neuerlich mit den „Jungspunden“ um die Wette.

Der zwölffache Berliner Fahrerchampion, mit, wenn die Statistiker über mehr als 55 Jahre richtig gezählt haben, exakt 4.358 Siegen einer der ganz Großen seiner Zunft, ist nach wie vor körperlich topfit, lässt es aber mit zwei Fuhren erst einmal geruhsam angehen.

Im 2. Rennen spannt er den gerade erst in den Besitz der ihm seit Jahrzehnten die Treue haltenden Margarete Lewin gewechselten Salvegiacomo an, trifft dort aber auf Harry’s Bar. Der hat sich prächtig in Berlin eingelebt und hätte neulich ohne seine Galoppeinlage zur Halbzeit sein viertes Rennen am Stück gewonnen. So reichte es für Harry ganz knapp nur zu Platz zwei - diese Scharte sollte er als neuerlicher Tipp des Tages locker auswetzen.

Auch beim zweiten Versuch sieht’s für „Kwiete“ nicht eben rosig aus, mit Pauken und Trompeten in seinen zweiten Profi-Frühling zu starten. King of Swing findet nach langer Verletzungspause nur mühsam wieder zu einstigen Höhen, die ihn bis Ende 2011 zu elf Siegen geführt haben. Im 5. Rennen trifft er in San Siro BR, Daydream, Not to Bi, Chatain und Elton auf Rivalen, die er wohl nicht vom Parkett swingen kann. In dieser mit der Viererwette angebotenen Prüfung begrüßt die Derbybahn einen illustren Gast. Steve Krüger, Sohn von Altmeister Gerhard Krüger, hat seine Zelte in Italien, wo der Pferderennsport von einer Krise in die nächste stolpert und zu einer wahren Landflucht an Zwei- wie Vierbeinern geführt hat, abgebrochen und in Südschweden neu aufgestellt. Er ist für Chatain verpflichtet, dessen Trainer Maik Esper an diesem Sonntag sein Glück beim Großrenntag in München-Daglfing versucht.

Auch im folgenden Rennen tritt Krüger junior an und hat mit Altesse Royal im Rennen der Gewinnarmen ausgerechnet zwei ehemalige vierbeinige Landsleute vor der Nase, die ihm den Weg in den Winner Circle verbauen wollen: Richeliell und Regale by Pass haben in Italien das Licht der Welt erblickt und vor kurzem in derart starker Haltung die Startberechtigung erworben, dass sie auf Anhieb um den Sieg streiten sollten.

Die dritte und letzte Chance, seinen ersten Deutschland-Sieg zu feiern, hat der 45jährige im 9. Rennen, jenem für die beste Klasse. Dort müsste er mit Nereide d’Esi 20 Meter auf Herana wettmachen - eine schier unmögliche Aufgabe gegen die in brillanter Form laufende Stute aus dem Lot von Maik Esper, die diesmal von Silberhelm Thorsten Tietz gesteuert wird.

Diese Pferde sehen wir vorn:

1. Rennen: Ronas Liguori - Hurtige - Lady Florence

2. Rennen: Harry’s Bar - Salvegiacomo - Samur Ass

3. Rennen: Abaton - Miss Miracle - Ivanhoe

4. Rennen: Dynamite Goal Ass - Imperia - Danyel Gerard

5. Rennen: Daydream - San Siro BR - Not to Bi - Chatain (G4-Wette)

6. Rennen: Regale by Pass - Richeliell - Altesse Royale

7. Rennen: Bruno - Velten Top Secret - Kingston Town

8. Rennen: Janus R.A. - Gibson - Bundi Boko

9. Rennen: Herana - Zuccero - Adios Amor

10. Rennen: Bagheera Boko - Holmberg - Blumenmann

11. Rennen: Poison Spin - Dulco di Quattro - Akiro Ass