Trabrennen im September in Berlin-Mariendorf 2013: Das Comeback des Derby-Siegers

 

Dream Magic BE bestreitet das erste Rennen seit zwölf Monaten. Beim Geburtstags-Pokal des VDT ist der Hengst mit Josef Franzl aber kein Topfavorit. Shoemaker und Heinz Wewering gehören zu den weiteren Stars der Berliner Veranstaltung.

Berlin-Mariendorf, 15. September 2013 (Beginn 13.30 Uhr).

Verhaltener Optimismus – so in etwa könnte man die Erwartungen beschreiben, mit denen sich Josef Franzl am Wochenende von Sauerlach aus auf den Weg nach Berlin macht. Am Sonntag bringt der bayrische Profi vier Pferde in Mariendorf an den Start, unter denen sich auch sein prominentester Schützling befindet. Nämlich Dream Magic BE, der aus dem Besitz von Alois Wegscheider und Johann Holzapfel stammende Derby-Sieger des Jahres 2012.

158.069 Euro Prämie stehen auf dem Gewinnkonto des muskulösen und höchst temperamentvollen Trabers. Mit dieser Summe ist Dream Magic BE natürlich das Schwergewicht unter den neun Teilnehmern beim Kampf um den Geburtstags-Pokal des VDT, der im sportlichen Mittelpunkt der Veranstaltung steht. Der Nachmittag auf der Derby-Bahn wird maßgeblich vom Traditionsverein und seinem Präsidenten Prof. Dr. Hansdieter Krzywanek gestaltet. Doch das Rennen wird für Franzls vierbeiniges Aushängeschild zu keiner leichten Aufgabe. Denn zum einen muss Dream Magic BE seinen Gegnern vom dritten Band aus bis zu vierzig Meter Vorsprung gewähren und zum anderen datiert sein letzter Start auf den 9. September des Vorjahres zurück.

Lediglich eine Wiederqualifikation hat der Hengst seit diesem Zeitpunkt bestritten. „Die verlief allerdings überzeugend“, sagt Franzl und ergänzt: „Der letzte Kilometer lag bei 1:14,7 min. und ich war mit Dream Magic BE sehr zufrieden.“ Dem 745-maligen Sieger fällt es gar nicht leicht, den genauen Hintergrund für die lange Auszeit seines Derby-Triumphators zu benennen: „Wir wissen eigentlich bis heute noch nicht genau, welcher Schuh unseren Hengst wirklich gedrückt hat. Im Frühjahr stand Dream Magic BE bereits im Volltraining – doch sein Geläuf war nicht überzeugend und wir mussten alle Planungen streichen. Wir haben ihn im Anschluss mehrfach von Experten untersuchen lassen, ohne dass eine glasklare Ursache gefunden wurde. Die Probleme haben sich dann aber wie von selber wieder gegeben. Momentan präsentiert sich Dream Magic BE prächtig und vital – ich habe nach wie vor eine Riesenmeinung von diesem Pferd! Unser Ziel ist es, ihn am 13. Oktober beim Großen Preis von Deutschland zu starten.“

Ein Sieg liegt am Sonntag also durchaus im Bereich des Möglichen – aber falls es am Ende nur ein Platzgeld wird, wäre es auch nicht schlimm. Josef Franzl: „Die doppelte Zulage ist eine Menge Holz und Dream Magic BE muss sich nach so einer langen Pause sicherlich erst wieder an die Rennen gewöhnen.“ Von diesem Umstand werden vor allem die an der 2.000-Meter-Grundmarke aufgestellten Pisepampel (Manfred Zwiener), Hamiro Sebarg (Marcel Gaedicke) und Zuccero (Daniel Wagner) profitieren. Aber auch der zwanzig Meter dahinter startende Golden Sunlight (Michael Nimczyk) besitzt eine exquisite Chance – sein dritter Platz beim Mariendorfer Septemberauftakt war gut genug. Und der ebenso wie Dream Magic BE mit einer Doppelzulage bedachte Belgino (Wladimir Gening) muss nur zügig genug den Anschluss ans Feld finden, um am Ende ganz vorne zu landen.

Während man bei der im 10. Rennen antretenden internationalen Klasse also den Kreis der Sieganwärter großzügig ziehen sollte, ist das Terrain beim Auftritt von Shoemaker eine gute Stunde zuvor klar abgesteckt. Der diesjährige Derby-Finalist gilt im 7. Rennen mit seinem Trainer und Fahrer Heinz Wewering als haushoher Favorit. Auch wenn Shoemaker beim Kampf um das Blaue Band wie schon zuvor beim Buddenbrock-Rennen nicht glatt um den Kurs kam, so waren seine anderen Leistungen exzeptionell. Wenn nichts Unerwartetes geschieht, wird der Hengst von der Position fünf aus sofort die Initiative ergreifen. Trotz der zweifellos großen Qualität seiner Konkurrenten, unter denen sich Pferde wie Major Eck (Thorsten Tietz), Chatain (Jochen Haide), Pretty Ripped (Daniel Wagner), Halifax (Michael Nimczyk) und Eddy Titan (Michael Larsen) befinden, bleibt Shoemaker glasklar die erste Wahl.

Vor einer weitaus kniffligeren Aufgabe stehen alle Freunde einer gepflegten Wette beim G4-Rennen, das als fünfte Tagesprüfung ausgetragen wird. Denn es wimmelt dort nur so vor Siegertypen und die meisten der elf Teilnehmer lässt man nur ungern auf dem Tippschein aus. Viele Kreuze werden sicherlich hinter Harry’s Bar (Sarah Kube), Needyou Diamant (Daniela Fellner), Herman Nasad (Werner Schnieder) und Pershing Shadow (Michael Hamann) gesetzt, der auf der Karlshorster Zielgeraden schon wie der sichere Sieger aussah, als er plötzlich aus dem Takt geriet. Doch auch Sweet Star (Sebastian Gläser), Samur Ass (André Pögel), VanHalen (Chistoph Pellander) und Star of Glass (Wolfgang May) können jederzeit ein Wörtchen mitreden.                    

Unsere Tipps:

1.Magic Life Diamant – Ari Alki – Emmylou  

2.Regale by Pass – Elma Lane – Garva AM  

3.Rock of Gibraltar – Oldtimer Diamant – Playboy Diamant

4.Blumenmann – Indigo Guardian – Bestseller

5.Harry’s Bar – Needyou Diamant – Herman Nasad – Pershing Shadow

6.Lady Florence – SJ’s Victor – Evalina Ray    

7.Shoemaker – Major Eck – Chatain

8.Wladimir – Minou Columbus – Crime Time

9.Lord Jaycee – Dulco di Quattro – Landesfürstin

10.Golden Sunlight – Belgino – Dream Magic BE

11.Becky Dragon – Butterfly Boshoeve – Hacida

12.Tara Hall – Antonius – Abaton