Titanen der Rennbahn: Der große Reformator Luther kommt

 

 

Titanen der Rennbahn:

Der große Reformator Luther kommt

 

Brück (jph) Die Titanen - Organisatoren sind im 10. Jahr des Großereignisses nicht kleinlich und starten den Sonnabend, 25. Juni eher sakral. Nach Angaben des Veranstalters gibt es nun einiges zu berichten, was vordergründig erstmal nichts mit Kaltblütern oder Pferden an sich zu tun hat. Es sei denn, man vergisst dabei nicht, dass vor 481 Jahren das Pferd so ziemlich das einzige Fortbewegungsmittel war. 

Zurück gerechnet befinden wir uns im Jahre des Herrn 1530 in Brück. Und selbst damals gab es schon Promis, die sich mit Bürgermeistern treffen und einen spektakulären Auftritt hinlegen durften. Zu dieser Zeit war Professor Dr. Martin Luther auf Rundreise und besuchte die Kirchen im Lande - heute würde man Promo-Tour dazu sagen. Damals war es ein beschwerliches Geschäft und zur schnelleren Überwindung der Entfernungen kamen sicher auch Kaltblüter zum Einsatz. In Brück nun traf Luther (sicher wie immer mit Bibel unter dem Arm) auf den damals ebenfalls berühmten Kirchenmann und Justitiar Gregor von Brück in der kleinen Flämingstadt. Luthers Macht ging damals schon so weit, dass er nicht nur das Brenn- und Braurecht lizensieren durfte. Er erhob - auch verbal, den warnenden Zeigefinger und gemahnte die Brücker, sich nicht der Völlerei und Sauferei hinzugeben. 

Die Warnung scheint geholfen zu haben, denn Brück ist in dieser Gegend nicht als Stadt der Vielfresser und Trunkenbolde bekannt geworden. Gleichwohl wird an den Besuch des evangelischen Superstars während des Titanen - Spektakels erinnert werden. Am Sonnabend, 25. Juni 2011 um 09.45 Uhr werden dann in Brück sicher die Glocken läuten, wenn ML auf den Turnierplatz einfährt.

Aber in Brück werden noch mehr Vögel abgeschossen. Neben dem Festumzug am Sonnabend um halb sieben wird das ultimative Event mit Sicherheit die auf dieser Welt einmalige Fahrquadrille aus zehn Zehnspännern (!) am Tage des Herrn sein. Und wer am Sonntag noch Luthers Worte am Vormittag im Ohr hat, kann nach dem Gottesdienst gleich aufsatteln und nach Brück kommen - Amen!