Teilnehmer Dressur VR Classics Neumünster 2014: Weltcup-Flair in den Holstenhallen

 

Neumünster – Das Warten hat bald ein Ende: Vom 13. bis 16. Februar steht internationaler Reitsport im Mittelpunkt in den Holstenhallen in Neumünster. Dann ist der Norden Schauplatz von u.a. vier Weltranglistenprüfungen im Springen, aber vor allem auch des Reem Acra FEI World Cup Dressage. Die VR Classics bieten die sechste von acht Etappen auf dem Weg ins Finale der bedeutendsten Hallenserie in Lyon.

Zuletzt wurde in Londons Olympiahalle um Weltcup-Punkte geritten, noch vor der 28. Auflage einer Weltcup-Station Dressur in Neumünster steht Amsterdam auf dem Programm. Die Titelverteidigerin ist Helen Langehanenberg aus Billerbeck und zwar im doppelten Sinne: Die zierliche Blondine gewann in Neumünster mit 87,80 Prozent die Weltcup-Kür im Preis der VR Bank Neumünster und der Bausparkasse Schwäbisch Hall und begeisterte mit ihrem Fuchs-Hengst Damon Hill NRW in der ausverkauften Holstenhalle. Knapp zwei Monate später folgte noch weiter nördlich der Sieg im Finale des Reem Acra FEI World Cup in Göteborg.

Inzwischen ist die 32-jährige auch Mannschafts-Europameisterin und Silbermedaillengewinnerin im Einzel. Zwei Weltcup-Etappen muss sie bestreiten, ansonsten ist sie als Titelverteidigerin automatisch qualifiziert.

In der laufenden Saison ist die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth auf Platz vier die beste Deutsche, Jessica von Bredow-Werndl aus dem bayrischen Aubenhausen folgt auf Platz sechs, Fabienne Lütkemeier aus Paderborn auf Rang neun….

Dressur pur in Sachen Weltcup beginnt aber schon am Samstag in den Holstenhallen, wenn die Kandidaten im Grand Prix de Dressage – Preis der Madeleine Winter-Schulze - zur Qualifikation für die Weltcup-Kür antreten. Dann kann man eine Stecknadel zu Boden fallen hören und in Piaffen und Passagen geradezu schwelgen. Die 15 besten Paare dieser Prüfung dürfen am Sonntag im Preis der VR Bank Neumünster und der Bausparkasse Schwäbisch-Hall antreten.

Dabei lassen es die VR Classics-Macher Ullrich Kasselmann und Paul Schockemöhle jedoch nicht bewenden: Mit der internationalen kleinen Tour in einem Prix St. Georges (Donnerstagmorgen) und der Intermediaire I (Freitagmorgen) bieten sich auch Möglichkeiten die etwas jüngeren Pferde zu zeigen. Hinzu kommt das Championat der Pferdestadt Neumünster Dressur, dass auch die internationalen Gäste gern ansteuern. Champions allerdings können nur die Nordlichter werden. Und die Prüfungen sind von allerfeinster Güte – am Freitag beginnt man im Grand Prix de Dressage – Preis der Zech Immobilien, am Sonntag unmittelbar vor der Weltcup-Kür folgt im Grand Prix Special das Finale. Die VR Classics sind also auch ein Fest für Dressurfans mit sechs hochkarätigen Prüfungen.