Technologische Weltpremiere beim CHI Genf 2015: Horse Tracking

Die Organisatoren des CHI Genf haben ihrer Veranstaltung wieder einmal einen innovativen Touch gegeben. Vom 10. bis 13. Dezember erleben die Zuschauer und die Teilnehmer eine Weltpremiere: Sie können beim sogenannten “Horse Tracking” Pferde ausfindig machen und deren Statistiken studieren. Dieses System wird sowohl während der Fernsehübertragungen auf den großen Bildschirmen auf dem Turniergelände als auch im Internet unter www.chi-geneve.ch angewendet, um der Öffentlichkeit das Springreiten näher zu bringen. Entwickelt wurde dieses System von der Firma Playfulvision, die ihren Sitz im Innovation Park auf dem EPFL Campus in Lausanne hat.

Am Ende jeder Prüfung werden mit Hilfe einer zusammenfassenden Tabelle die zwei besten Reiter verglichen. Die Zeit, die gerittene Strecke, die Anzahl der Galoppsprünge sowie die Durchschnittsgeschwindigkeit werden auf dem Display angezeigt und geben so Aufschluss darüber, warum und wie der Gewinner den Zweitplatzierten übertraf. Dieses System ist auch vom Tennis bekannt. Falls Fehler gemacht wurden, werden auch diese analysiert. Zahlreiche weitere Statistiken für diejenigen, die sich beim Springreiten auskennen, findet man auf der Homepage.

Die Überlagerung der beiden Runden, die die zwei besten Reiter absolviert haben (Horse Tracking) gibt einen visuellen Vergleich der Linienführung, die jeder Reiter geritten ist. Diese Neuheit erlaubt einen neuen Einblick in das Springreiten und hilft dabei, die Feinheiten dieses Sports genauer zu verstehen. Diese Technologie wird exklusiv und als Weltpremiere beim 55. Concours Hippique International von Genf vom 10. bis 13. Dezember 2015 vorgestellt.

Hierfür werden Kameras an strategischen Punkten des Parcours aufgestellt, ohne Reiter, Pferde oder Zuschauer zu stören. Sie liefern Echtzeit Übertragungen und somit Live-Daten. «Wir sind begeistert, diese Neuheit unseren Zuschauern und Teilnehmern präsentieren zu können, erklärt Sophie Mottu Morel, Generaldirektorin des CHI Genf. Die gesammelten Daten zeigen eine neue Sicht des Springreitens. Es ist nicht immer einfach, genau zu erklären, warum der eine Reiter beim Stechen schneller war als der andere. Die Statistiken, die diesem System zugrunde liegen sowie die visuelle Überlagerung der Wege wird die Antwort darauf geben. Diese Daten sind nicht nur für die Zuschauer und die Teilnehmer hilfreich, sondern auch für die Fernsehkommentatoren während der Übertragungen. Diese Lösung hat einen großen Stellenwert und bedeutet einen großen Schritt vorwärts bei der Anwendung von Technologien in unserem Sport.»

«PlayfulVision bedankt sich für das Vertrauen des CHI Genf, solch ein aufregendes und neues Projekt auf dem Gebiet des Reitsports zu etablieren. Wir freuen uns, an diesem hochinteressanten Springsport Event teilnehmen zu können», fügt Dr. Horesh Ben Shitrit, Geschäftsführer von PlayfulVision hinzu. Die Daten Sammlung und das “Horse Tracking” System kommen zum ersten Mal beim Credit Suisse Grand Prix und danach bei weiteren Prüfungen zum Einsatz, insbesondere beim Rolex Grand Prix, eine der Prüfungen des Grand Slam of Show Jumping, der am Sonntag, den 13. Dezember um 14.00 Uhr beginnt.