Teamtag beim RFV Alt Zeschdorf 2013: Vielseitigkeit im Zeichen eines Hufeisens

 

Vor dem Beginn der grünen Saison treffen sich in Alt Zeschdorf die Vereinsmitglieder und basteln sich selbst einen schönen Teamtag, an dem es nicht ausschließlich oder nur um den Reitsport geht. In den vergangenen Jahren begab man sich schon in einen Kletterwald oder machte eine Kanutour und irgendwie sollte es auch wieder so werden.

Wie pferdefreunde.co – Korrespondentin Lisa Pelikowsky berichtete, wurde in diesem Jahr von den Alt Zeschdorfer Stallungen aus gestartet. Drei Teams (A, B und C) mit je acht Kämpferinnen und Kämpfern gingen an den Start und zeigten (mit mehr oder manchmal auch etwas weniger Erfolg) eisernen Siegeswillen und legten sich richtig ins Zeug. So gehört es sich auch für den Brandenburger Sportler, zumal, wenn er aus dem Osten des Ostens MOL kommt.

Auf der ersten Station kamen Erinnerungen an die Kanutour auf, denn wer schon mal einen Schlosssee vor der Stalltür hat, braucht nicht in die Ferne schweifen. Wasser birgt ja für das Reitersvolk so einige Gefahren, aber das A-Team schaffte die Strecke in 6:41 min und lag damit klar vor dem C-Team mit 8:41 min. Team B hatte leichte Orientierungsschwierigkeiten in Höhe des Wendepunktes. Das störrische Kanu warf zwei Damen und einen Herren ab. Alle drei nahmen einen kräftigen Schluck vom etwa 10°C warmen Schlossseewasser und kamen nach erneutem Aufsitzen mit einem Lächeln und der gnadenlosen Zeit von 10:16 min durch die Zeitnahme. Es wird sich erzählt, dass die Mannschaft beim Erreichen der Zielmarke vor Freude die Arme hochriss und reichlich fliegende Wassertropfen in der Sonne glitzerten.

 

Runde zwei wurde etwas martialischer. Thematisch doch recht weit vom modernen Reitsport entfernt, mussten sich die Teams im Bogenschießen messen. Nach den Erfahrungen mit der Kanuchallenge und den zu erwartenden toten Enten, die in diesem Wettbewerb nach Fehlschüssen vom Himmel hätten fallen können, wurde die Sicherheit groß geschrieben. Strohballen wurden mit einem Zielblatt versehen und für jeden Strohtreffer gab es einen Punkt und für jeden „Blattschuss“ zwei Punkte. Die Teams B und C hatten ausreichend Zielwasser im Blut, obwohl es bei Team B noch mit ein wenig Schlossseewasser verdünnt – aber lassen wir das. Das A-Team muss mit zwanzig Punkten beim nächstgelegenen Schützenverein noch ein paar Nachhilfestunden nehmen…

Der dritte Wettbewerb wurde dann wieder richtig reiterlich. Im Hufeisenzielwerfen hat sich schon so mancher zum Horst gemacht. In diesem Fall war es das wieder getrocknete B-Team, das mit 60 Punkten den Teilwettbewerb gewann. Team A holte 48 und Team C 42 Zähler. Kleine Anmerkung an die Organisatoren: Wenn man in seinem gesamten Stall zum Werfen nur ein Hufeisen findet, ist das keine Schande, sondern ein Zeichen von Ordnung und Sauberkeit auf dem Hof, jawoll!

 

Nach der starken Beanspruchung von Armen und Lachmuskeln war die letzte Aufgabe dann wieder entspannter. Auf einem Orientierungsritt mussten sich die Mannschaften in der Kunst des Reitens unter dem Einfluss von gleich vier verschiedenen Himmelsrichtungen üben. Pro Team gingen zwei Reiter-Pferd-Paare an den Start. Beim Startzeichen ging es aber nicht gleich in den Sattel, nein! Zur Aufgabe gehörte es auch die Trensen und Sättel komplett (!) zusammenzuschnallen. Aber das reichte noch nicht. Die Hottchen mussten auch noch auf Hochglanz geputzt werden. Unparteiische kontrollierten die Sauberkeit – Stroh wurde wohl nicht im Schweif gefunden… Nach dem optischen Check ging es dann mit Karte in den Wald, um einen vorher nicht benannten Gegenstand zu finden. So man den Ort gefunden hat, sollte man bei der Jury anrufen. Die maximale Suchzeit wurde auf eine Stunde begrenzt. Hier schoss das A-Team mit der vollen Action den Vogel ab und war bereits nach 22 min mit dem Games-Headquarter verbunden. Nicht schlecht. Der Rest brauchte etwa länger.

 

Die Alt Zeschdorf-Games erlebten am letzten Samstag wieder viele Sieger, noch mehr Spaß und vor allem die Erkenntnis, dass es gemeinsam einfach besser geht. Aber das kennt man ja eh schon von dort.

Ruhm und Ehre ging an das A-Team, welches die beste Gesamtleistung hinlegte. Vorletzter wurden die C-Sportler und auf den dritten Rang fightete sich das Team in der B-Version. Sportlich: Der Verlierer bekam als Trostpreis die Aufgabe, in einem kostenlosen Arbeitseinsatz den Unterstand mit einem neuen Anstrich zu versehen. Da konnten sie ja nicht so traurig sein, denn immerhin durften sie ja schon anbaden…

Bei frisch-sonnigem Wetter endeten die Spiele mit BBQ und Getränken – das B-Team musste natürlich erst einmal mit heißem Tee anfangen.

Und für alle Geschichtsschreiber in Sachen Pferdesport seien hier die Namen der Siegerinnen und Sieger genannt, die zum glorreichen A-Team 2013 gehörten:

Birte Spring, Janine Richter, Susanne Luckow, Karin Hille, Sindy Jacobs, Rainer Schmidt, Thilo Schulz und Gunnar Luckow.

Herzlichen Glückwunsch von www.pferdefreunde.co !!!

Bilder von Petra Luckow (Vielen Dank!)