Tasdorfer Turniertage 2014: Volles Haus

 

(Tasdorf) Alle zwei Jahre krempeln die Mitglieder des RuFV Husberg u.U. buchstäblich die Ärmel hoch und stürzen sich in die Arbeit: Die Tasdorfer Turniertage vom 23. bis 25. Mai sind ein Aushängeschild für den Verein in der Nachbarschaft von Neumünster. Dem Ruf der Veranstalter folgen sage und schreibe 259 Reiterinnen und Reiter aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg, darunter die „Creme de la Creme“, also die Leistungsträger des Springsports im Norden.

Turniere wie jene in Tasdorf haben eine Leuchtturmfunktion: So wie dort kann ein gut gemachtes, attraktives Turnier im ländlichen Raum aussehen. „Ich sage meinen Mitgliedern immer, dass unsere Reiterinnen und Reiter ja auch ca. 30 Veranstaltungen im Jahr besuchen,“ so Harm Sievers, „und dort möchte man dann auch ordentliche Rahmenbedingungen vorfinden.“ Insgesamt 14 Prüfungen, die zusammen mit 11.300 Euro dotiert sind, haben die Veranstalter ausgeschrieben und von Freitag bis Sonntag wird es „volles Haus“ geben, denn der Andrang ist groß. „Meinen Kollegen kommen alle…“ schmunzelt Sievers. Gleich drei Derbysieger sind dabei: Nisse Lüneburg aus Hetlingen, der 2012 das Deutsche Spring-Derby gewann ist dabei, ebenso Carsten-Otto Nagel aus Wedel, zweimal Derbysieger und Mannschaftsweltmeister, und Sören von Rönne aus Neuendeich, der 2002 das Derby gewann und darüber hinaus Mannschaftsweltmeister und Bronzemedaillengewinner 1994.

Zu den Siegern der Tasdorfer Turniertage zählen alle drei in schweren Prüfungen. Den Großen Preis von Tasdorf gewann zuletzt (2012) Carsten-Otto Nagel mit seiner unvergleichlichen Corradina. Das hat Thomas Voß aus Schülp noch vor sich. Der Nationenpreisreiter aus der Nachbarschaft Tasdorfs konnte die spektakulärste Prüfung der Tasdorfer Turniertage noch nie gewinnen. Am vergangenen Wochenende trumpfte Voß in Lübeck auf. „Das kann er dann hier ja gleich weitermachen,“ schmunzelt Sievers. Das könnte allerdings auch Nisse Lüneburg, nimmt man jüngste Erfolge als Maßstab, denn er gewann mit Westbridge vor zwei Wochen in Redefin den Großen Preis.

Ein bemerkenswertes Aufgebot an Springreiterinnen will die Tasdorfer Turniertage erobern: So viele, das am Samstag die Prüfungen der großen Tour sogar in zwei S-Springen für Damen und Herren aufgeteilt werden kann. Mit dabei ist die frisch gebackene Vierte der Deutschen Meisterschaften und Landesmeisterin Miriam Schneider. Sie ist in Ehlersdorf in der Gemeinde Bovenau auf der Anlage des deutschen Aktivensprechers Jörg Naeve zuhause, der selbst vom 27. bis 29. Juni Gastgeber eines CSN auf der eigenen Anlage ist. Neben Miriam Schneider haben sich Fehmarns Inga Czwalina, Evi Penzlin aus Breitenburg, Antonia-Selina Brinkop aus Neumünster, Cassandra Orschel aus Henstedt-Ulzburg, die einstige Deutsche Meisterin Ulrike Pöhls aus Tasdorf und auch Alessa Hennings (Bendorf) in Tasdorf angesagt.

Wer fährt am Besten?

Prüfungen von der Führzügelklasse für ganz kleine Reiter bis zum Großen Preis von Tasdorf, der zugleich Auftakt der Springsportserie Lotto 3plus1 ist, bieten die Tasdorfer Turniertage und die eine und andere Besonderheit. Im Jahr 2014 heißt die Drive & Drive! Soll heißen, für die Teilnehmer geht es runter vom Sattel und rein in einen exzellenten Pony-Zweispänner. Mit dem wird ein Kegelparcours gefahren, dann geht es fix in einen PKW des Autohauses Kisin KG und erneut mit vielen PS durch den Parcours. Wer glaubt, das sei einfach, irrt sich gründlich. Ein Zweispänner ist länger als man glaubt und Ponys treffen gelegentlich eigene Entscheidungen. Autofahren glaubt ja jeder perfekt zu können…..

Foto von Sebastian Haas/ Comtainment : Freuen sich auf die Tasdorfer Turniertage v.l. Harm Sivers und Bettina Lohmeier (RuFV Husberg u.U.), Derbyieger Nisse Lüneburg, Anna Wiatrok und Matthias Lau (VR Bank Neumünster)