Stuttgart Germnan Masters 2012: Delaveau siegt in der 2. Quali zum MERCEDES GERMAN MASTER

Stuttgart – Patrice Delaveau (Frankreich) gewann am Freitag den Preis der Firma DIW Instandhaltung Ltd. & Co. KG, die zweite Qualifikation für den MERCEDES GERMAN MASTER am späteren Abend. Vor 6.400 Zuschauern in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle – tagsüber hatten 3.100 Reitsportfans die beiden Dressurprüfungen und ein Springen beobachtet – war er auf Carinjo HDC nach 65.10 Sekunden im Ziel und blieb ohne Fehler. Damit gab er dem Brasilianer Rodrigo Pessoa, der HH Let’s Fly gesattelt hatte, das Nachsehen (0/65.43). Dritter wurden Pius Schwizer (Schweiz) und Picsou du Chene (0/65.70) vor Delaveaus Landsfrau Eugenie Angeot mit Old Chap Tame (0/65.88). Bester Deutscher war auf Rang fünf Ludger Beerbaum (Riesenbeck) im Sattel von Zinedine (0/66.18).

Außer den fünf Genannten qualifizierten sich auch Christian Ahlmann (Marl), Laura Kraut (USA),Mario Stevens (Molbergen bei Vechta), Ramzy Alduhami (Königreich Saudi-Arabien), Michael Whitaker (Großbritannien), Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) und Marcus Ehning (Borken) für den Höhepunkt des Freitags: Beim MERCEDES GERMAN MASTER sind nur die besten 12 aus den beiden Qualifikationen startberechtigt.

Goldene Ehrennadel für „Fahrsport-Pionier“ Falk Böhnisch

Stuttgart – Eine mehr als verdiente Ehrung erfuhr am Freitag im Rahmen des 28. Internationalen Reitturniers STUTTGART GERMAN MASTERS der Donaueschinger Falk Böhnisch. „Für seine langjährigen Verdienste und sein Engagement im Fahrsport“ wurde ihm von Frank Reutter, dem Präsidenten des Württembergischen Pferdesportverbandes und stellvertretenden Vorsitzenden der Landeskommission (LK) Baden-Württemberg, die LK-Ehrennadel in Gold verliehen.

Falk Böhnisch war seit der Europameisterschaft der Vierspänner 1977 in Donaueschingen dem Fahrsport „verfallen“ und wirkte unter anderem jahrelang als Verantwortlicher des Fahrteils beim CHI Donaueschingen. Der gebürtige Thüringer war wesentlich daran beteiligt, dass Gespannfahren auch in der Halle installiert wurde und ab 1993 als „Pilotprojekt“ in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle seine Weltpremiere feierte. Daraus entwickelte sich schließlich eine neue Art des Fahrsports mit spektakulären Elementen zur Show und letztlich auch der heutige FEI World CupTM Driving.

Falk Böhnisch, bis zu seiner Pensionierung Elektronik-Gewerbelehrer in Villingen-Schwenningen, „erfand“ spezielle Hallen-Parcours und -hindernisse und tüftelte immer wieder an Verbesserungen zur Sicherheit von Fahrern und Pferden. Als Parcoursbauer war er bei zahlreichen nationalen und internationalen Turnieren im Einsatz.