Strzegom Horse Trials: Doppelerfolg für Michael Jung im CCI3*

Wiesbaden-Gewinnerin Julia Krajewski wird Dritte / Deutschland Vierter im Nationenpreis

Strzegom/POL (fn-press). Einen Doppel-Erfolg konnte Michael Jung (Horb) beim internationalen Vielseitigkeitsturnier im polnischen Strzegom verbuchen: Er sicherte sich in der Drei-Sterne-Prüfung (CCI3*) mit fischerTakinou nicht nur den Sieg, sondern gleich noch Platz drei mit Halunke FBW, mit dem er 2013 Europameister in Malmö geworden war. Nicht ganz so gut lief es für die deutsche Mannschaft. Sie wurde im Nationenpreis Vierte.

Nach der Dressur lag das deutsche Team noch auf Platz zwei. Im Gelände schieden jedoch sowohl Franca Lüdeke (Warendorf) mit Parlando, als auch Julia Weiser (Dorstadt) Quitana aus, wodurch die Mannschaft auf Platz vier durchgereicht wurde und dort bis zum Ende blieb. Julia Mestern (Rohlsdorfer Beek) mit Leo von Faelz und Jana Weyers (Kamp-Lintfort) mit Lardina konnten die  Prüfung mit 65,9 beziehungsweise 80,9 Minuspunkten beenden und landeten damit auf den Plätzen neun  und 15. Der Sieg im Nationenpreis ging auf das Konto der Briten, die wie die Australier alle alle Teamreiter in Wertung ins Ziel brachten. Dritter wurde die Mannschaft auf Belgien.

Deutlich besser lief es für die Deutschen in der Drei- und Zwei-Sterne-Prüfung. Bereits in der Dressur des CCI3* gab Michael Jung mit Halunke FBW den Ton an, im Gelände war der Anglo-Araber fischerTakinou allerdings schneller und setzte sich vor seinem Stallgefährten an die Spitze. „Das war vom Feinsten. Der schnurrte hier über das Gelände, dass man denken könnte, er hat schon ein paar Vier-Sterne-Prüfungen gewonnen“, schwärmte Melzer. Nachdem Halunke im Springen fehlerfrei blieb, stand schon früh fest, dass der Sieger auf jeden Fall Michael Jung heißen würde. Blieb bis zum Schluss nur die Frage, mit welchem Pferd. fischerTakinou beantwortete diese mit einer Nullrunde, mit der er seinen ersten Start im CCI3* mit nur 38,0 Minuspunkten direkt in einen Sieg verwandelte. Dritte wurden – trotz eines „Netzrollers“ am letzten Hindernis des Parcours – Julia Krajewski (Warendorf) und ihr Wiesbaden-Sieger Samourai du Thot .

Dank dieses Ergebnisses ist Michael Jung nun in der glücklichen Lage, mit fischerTakinou ein weiteres potenzielles Pferd für die Europameisterschaften in Blair Castle im Stall zu haben. Eigentlich sollte sich auch fischerRicona in Strzegom die notwendige Qualifikation sichern, diese war allerdings kurzfristig ausgefallen. Auch Sandra Auffarth (Ganderkesee) und Ispo benötigen noch ein entsprechendes Qualifkationsergebnis. Sie waren zwar in Strzegom am Start, hatten jedoch das Pech, während ihres Rittes in einen heftigen Regenschauer zu geraten. Nach einem Vorbeiläufer verzichtete die Weltmeisterin daher aufs Weiterreiten. "Für die beiden wäre ein EM-Start sowieso noch etwas früh gekommen", sagte Hans Melzer. Für ihr Pech entschädigt wurde Sandra Auffarth durch einen zweifachen Erfolg ihres Heimatstalles im CIC2*. Hier siegte Stephanie Böhe im Sattel von Auffarths Bundeschampionesse Corona, sie selbst wurde mit Thalia l'Amaurial Zweite.

Am besten liest sich die Bilanz im CCI2*. Hier machten die deutschen Reiter gleich die Plätze eins bis vier unter sich aus, allen voran Anna Siemer (Salzhausen) mit Butt’s Avondale. Nach Dressur und Gelände noch Zweite, setzte sie sich mit einer Nullrunde im Springen an die Spitze. Das Nachsehen hatte Nadine Marzahl mit Valentine, die ein Abwurf am vorletzten Hindernis den Sieg kostete. Beide Pferde sind übrigens auch ehemalige Bundeschampionsteilnehmer: Butt’s Avondale (v. Nobre xx) wurde 2012 Vierte, Valentine (v. Valentino) ein Jahr später. Auf Platz drei im CCI2* wurde Andreas Dibowski (Döhle) im Sattel des polnischen Hengst Adampol. Komplettiert wurde der deutsche Erfolg durch Maja Kozian-Fleck (Felde) mit Saviola auf Platz vier.

Foto von EventingPhoto/FEI: Die siegreiche Mannschaft aus UK