Statistik Mitgliederzahlen Reitvereine 2013: Leichtes Minus von 1,4 Prozent

DOSB veröffentlicht Statistik für das Jahr 2013

Warendorf (fn-press). Ein leichtes Minus von 1,4 Prozent verzeichneten Deutschlands Reitvereine zum 1. Januar 2013. Im Vergleich zu 2012 sank die Zahl der Mitglieder um 10.075 auf 708.890. Damit ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) der neuntgrößte Sportverband unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Traditionell zum Jahresende veröffentlicht der DOSB seine Mitgliederzahlen. Zum Stichtag 1. Januar 2013 waren insgesamt 27,992 Millionen Menschen Mitglied in einem der rund 91.000 Sportvereine in Deutschland. Gigant unter den Verbänden ist wie immer der Deutsche Fußball-Bund mit 6,8 Millionen Mitgliedern, gefolgt vom Deutschen Turner-Bund (5 Mio.), dem Deutschen Tennis-Bund (1,47 Mio.) und dem Deutschen Schützen-Bund (1,32 Mio.). Die Deutsche Reiterliche Vereinigung liegt 708.890 Mitgliedern an neunter Stelle des DOSB-Rankings.

Schaut man sich die Statistik der Reitvereine etwas genauer an, fällt auf, dass der größte Rückgang die bis 18-Jährigen betrifft. Allein 6.736 Kinder bis 14 Jahre und 1428 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren fehlen im Zahlenwerk 2013, in der Summe also 8164 junge Mitglieder. Diese Zahl überrascht nicht, denn sie entspricht einerseits der demographischen Entwicklung und ist andererseits eng verknüpft mit der Verkürzung der Gymnasialzeit und der Einführung der Ganztagsschule. Minimale Zuwächse hingegen konnten die Vereine bei den 19- bis 26-jährigen männlichen und weiblichen Mitgliedern und bei den über 26-jährigen Frauen registrieren.

Die Auswertung nach Landesverbänden zeigt, dass nur in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt ein leichtes Plus zwischen 0,35 und 1,92 Prozent erzielt wurde, alle anderen Verbände melden ein Minus. Die stärksten Verluste müssen Berlin-Brandenburg (-2,85), Rheinland (-2,68), Rheinland-Pfalz (-2,49) und Westfalen (-2,08) verkraften. Westfalen bleibt dennoch stärkster Verband mit 102.529 Mitgliedern. Es folgen Baden-Württemberg (100.609), Bayern (95.692) und Hannover (84.093).