Springreiten: Wieder Platz vier für das deutsche Team im Nationenpreis von Rotterdam

Springreiter aus Großbritannien gewinnen vor Franzosen und Niederländern

Rotterdam (fn-press). Die Enttäuschung sitzt tief im deutschen Team: Nach vier fehlerfreien Ritten im ersten Umlauf des Nationenpreises der Springreiter in Rotterdam kam die Equipe dennoch nicht über den vierten Platz hinaus. In der zweiten Runde blieb nur Daniel Deußer mit Cornet d'Amour fehlerfrei.

Es hatte so vielversprechend begonnen: Christian Ahlmann (Marl) mit Codex One, Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) mit  Lacan, Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Chiara sowie Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) mit Cornet d’Amour meisterten den ersten Umlauf des Nationenpreisen beim CHIO Rotterdam in souveräner Manier und ohne Abwurf. Die hervorragende Ausgangsposition für die zweite Runde vermochte die von Bundestrainer Otto Becker (Sendehorst) geführte Equipe jedoch nicht zu nutzen. Sowohl Ahlmanns Hannoveraner Codex als auch Stühlmeyers Oldenburger Lacan ließen die Mannschaft mit je zwei Abwürfen weit zurückfallen. Auch Ludger Beerbaums Holsteinerin Chiara patzte einmal. Seine Topform aus der ersten Runde bestätigte hingegen der westfälische Wallach Cornet d’Amour mit Daniel Deußer im Sattel, der fehlerfrei blieb und damit eine von vier Doppelnullrunden in diesem Nationenpreis schaffte. In der Summe hatte die deutsche Mannschaft zwölf Fehlerpunkte auf dem Konto, die Platz vier bedeuteten. Mit diesem Ergebnis beendeten sie vor zwei Wochen auch den Nationenpreis in St. Gallen beendet. Die Prüfungen in St. Gallen und in Rotteerdam zählen zu den vier Nationenpreisen, in denen Deutschland Punkte für die Teilnahme am hoch dotierten Finale in Barcelona Mitte Oktober sammeln kann. Nun hat Otto Beckers Team nur noch zwei Gelegenheit zu punkten: in Falsterbo/Schweden Mitte Juli, eine Woche vor dem CSIO in Mannheim, und Ende Juli im britischen Hickstead.

Die Briten, nach dem ersten Umlauf auf Rang 3, konnten in der zweiten Runde ihre Bilanz mit drei Nullrunden „aufhübschen“ (insgesamt 5 Fehlerpunkte). Zum Sieg aus eigener Kraft hätte dies jedoch nicht gereicht, erst ein Fehler des Franzosen Jerom Hurel ließ die bis dahin führende Equipe Tricolore auf den zweiten Platz zurückfallen (6). Schweden platzierte sich auf dem dritten Rang (10). Hintern den Deutschen folgten die Niederländer auf Platz fünf (13) und die Schweizer auf Rang 6 (24). Die Schlusslichter bildeten Belgien und Brasilien mit jeweils 28 Fehlerpunkten.

Foto von FEI/Arnd Bronkhorst: Das siegreiche UK-Team in Rotterdam