Springreiten: Weishaupt will in Wiesbaden weiter punkten

Philip Weishaupt ist in Wiesbaden ein gerngesehener Gast und will auch 2016 wieder für die DKB-Riders Tour punkten (Foto: Julia Rau)

Seit seinem 17. Lebensjahr ist er im Stall von Ludger Beerbaum in Riesenbeck als Bereiter tätig, heute ist er 30 und auf den internationalen Springsportplätzen dieser Welt Zuhause: Philipp Weishaupt. Sein Chef hat die Riders Tour-Gesamtwertung schon fünfmal gewonnen, Weishaupt selbst ist am vergangenen Wochenende mit einem Sieg in der DKB-Riders Tour Etappe Hagen in die Saison gestartet. Beim 80. Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier hat er ein klares Ziel: Weitere Tourpunkte sammeln!

„Ich werde mich anstrengen, dass ich in der Serie möglichst weit nach vorne komme!“, betont der Deutsche Meister von 2009 und zeigt sein typisches Weishaupt-Grinsen. Für dieses Vorhaben hat er einige Asse im Ärmel, allen voran Chico, sein Siegpartner in Hagen mit dem – im wahrsten Sinne des Wortes – überragenden Stockmaß von 1,87 Metern. „Er ist riesig, aber im Kopf ein Vollblüter und er ist sensibel und intelligent“, schwärmt Weishaupt. Weitere Pferde, die in diesem Jahr schon mit ihm Erfolge gesammelt haben, sind Tabea, Convall, Liberty Son, Catokia und Cordess.

Weishaupt gut beritten

Weishaupt ist derzeit gut beritten, da freut er sich über die zusätzlichen Startchancen, die es in diesem Jahr beim 80. Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier gibt. Das Programm auf dem Wiesbadener Springplatz wurde ausgeweitet: Statt bisher drei gibt es in diesem Jahr vier Springen, bei denen die Reiter Punkte für die Weltrangliste sammeln können. „Außerdem haben wir eine zusätzliche Tour auf 1,40-Meter-Niveau geschaffen“, erklärt Michael Krieger, der Verantwortliche für den Springsport in Wiesbaden. „Diese Tour ist mit drei Prüfungen bei uns im Programm und genau das Richtige, um jüngeren Pferden den Weg in den großen Sport zu zeigen oder um Pferde, die im Wiederaufbau sind, in den Sport zurückzubringen.

Holländer sind begeistert

Von den Startmöglichkeiten und dem herrlichen Rasenplatz unter den großen Bäumen sind auch die Holländer begeistert. Vize-Olympiasieger Gerco Schröder hat seinen Startplatz sicher, einige seiner Kollegen müssen noch bangen. „Unsere Starterlisten sind schon ganz schön voll“, erklärt Krieger. „Wir können leider nicht alle Anfragen annehmen.“ Jedes Jahr freut sich Krieger zusammen mit den Wiesbadener Zuschauern über die besondere Wiesbadener Mischung im Parcours: Junge und Erfahrene, Draufgängertypen und eher Schüchterne im Parcours, Reiter aus traditionellen Springsportnationen und solche aus ‚neuen Springsportländern’ mischen sich alljährlich beim PfingstTurnier – auch zum 80. Geburtstag. Sechs Reiter reisen beispielsweise aus Qatar an. Qatar und Wiesbaden, die beiden haben auf pferdesportliche Weise eine ganz besondere Beziehung. Zum dritten Mal findet das Wiesbadener PfingstTurnier als Freundschaftsturnier dieser beider Nationen statt und trägt deshalb den Zusatztitel German-Qatar-Friendships.