Springreiten: Rang vier im Nationenpreis von Calgary / Spruce Meadows

Deutsche Springreiter-Equipe platziert sich hinter der Schweiz, Brasilien und Kanada

Calgary (fn-press). Nach deutscher Zeit war es mitten in der Nacht, als der Nationenpreis der Springreiter im kanadischen Spruce Meadows/Calgary entschieden war – nach Stechen zwischen Brasilien und der Schweiz. Die Eidgenossen entschieden den Wettkampf für sich, das deutsche Team platzierte sich an vierter Stelle.

Der Olympia-Parcoursbauer Leopoldo Palacios aus Venzuela hatte es den zehn Mannschaften des Nationenpreises auf der gigantischen Reitanlage in Spruce Meadows nicht leicht gemacht. Allein der Kanadierin Tiffany Foster gelangen mit dem Wallach Victor zwei Null-Runden, bei allen anderen Paaren summierten sich Fehler. Der deutsche Equipechef Heinrich-Hermann Engemann (Porta Westfalica) hatte Christian Ahlmann (Marl), Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) und Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) ins „Rennen“ geschickt. Im ersten Umlauf blieb keiner von ihnen fehlerfrei. Bei Ahlmanns Hannoveraner Hengst Codex One (v. Contendro) fiel ebenso einmal die Stange wie bei Hans-Dieter Drehers Holsteiner Wallach Cool and Easy (v. Contender) und bei Patrick Stühlmeyers Oldenburger Lacan (v. Lando). Mit neun Fehlerpunkten lieferten Meredith Michaels-Beerbaum und der Wallach Comanche (Oldenburger Springpferd v. Coupe de Coeur) das Streichergebnis, so dass das deutsche Konto mit zwölf Fehlerpunkten (Rang vier) belastet war. Den zweiten Umlauf eröffneten Christian Ahlmann und der 14-jährige Codex One mit einer formidablen Null-Runde. Doch es sollte die einzige bleiben, wiederum kassierten seine Teamkollegen Abwürfe. Erneut summierten sich zwölf Fehlerunkte. So schlossen die deutschen Paare den Nationenpreis mit 24 Punkten ab – Rang vier.

Um den Sieg dieses renommierten und traditionsreichen Springreiter-Länderspiels kämpften die Schweizer (Werner Muff, Alain Jufer, Nadja Peter Steiner, Steve Guerdat) und die Brasilianer (Eduard Menezes, Yuri Mansur Guerios, Felipe Amaral und Pedro Veniss). Da beide Teams zehn Fehlerpunkte hatten, musste ein Stechen entscheiden. Für die Schweiz ging der hierzulande noch nicht sehr bekannte 38-jährige Alain Jufer an den Start, für Brasilien stieg noch einmal Yuri Mansur Guerios in den Sattel. Der Eidgenosse blieb fehlerfrei und sicherte damit seiner Mannschaft den Sieg (18 Fehlerpunkte), der Brasilianer patzte einmal, Platz zwei und 22 Punkte.

Die Kanadier platzierten sich mit einem Punkt Vorsprung (23) vor den Deutschen auf dem dritten Platz. An fünfter und sechster Stelle folgten die Belgier (25) und die US-Amerikaner (30). Die übrigen Teams hatten sich nicht für den zweiten Umlauf qualifizieren können.