Springreiten: Platz vier im Nationenpreis von St. Gallen

Belgische Mannschaft siegt vor den Reitern aus der Schweiz und Irland

St. Gallen (fn-press). Die deutschen Springreiter haben im Nationenpreis beim CSIO St. Gallen mit 14 Fehlerpunkten den vierten Platz erzielt. Sieger wurden die Belgier (9) vor den Schweizer Gastgebern (12) und den Iren (13).

Bis zum allerletzten Ritt hatte es im Reitstadion des CSIO St. Gallen nach einem irischen Sieg ausgesehen. Doch dann warfen überraschend acht Fehlerpunkte von Bertram Allen, der im ersten Umlauf fehlerfrei geblieben war, de Equipe zurück auf den dritten Rang. Deutschlands Hoffnungen auf einen Platz unter den Top 3 erfüllte sich nicht. „Mit einem der vorderen Plätze hatte ich gerechnet, aber wir haben schon einen durchwachsenen Start erwischt“, sagte Bundestrainer und Equipechef Otto Becker (Sendenhorst). Nur Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) und Hannoveraner Embassy gelang eine Nullrunde, Mario Stevens (Mollbergen) mit Westfalen Brooklyn, Christian Ahlmann (Marl ) mit dem in Belgien gezogenen Epleaser und Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit der Holsteinerin Chiara kassierten sechs, neun bzw. vier Fehlerpunkte. Damit rangierte das Team nach der ersten Runde an fünfter Stelle. Der zweite Umlauf verlief erfreulicher, zumindest für Ahlmann und Beerbaum, die beide abwurffrei über die Ziellinie ritten. Diesmal hatte Hans-Dieter Dreher Pech: zwölf Fehlerpunkte. Otto Becker war zwar nicht glücklich, relativierte aber: „Wir hatten zwei neue Pferde am Start.“ Für Stevens zehnjährigen Wallach Brooklyn und den ein Jahr älteren Hengst Epleaser von Christian Ahlmann waren die Nationenpreise in der ersten Division, der Top-League, Neuland.

St. Gallen zählt zu den vier CSIOs der weltweiten Nationenpreis-Serie „Furusiyya FEI Nation Cup“, bei denen die deutschen Reiter Punkte für die Finalteilnahme im Herbst sammeln können. In zwei Wochen folgt das Turnier in Rotterdam, dann Falsterbo und Hickstead. Für die Division I, in der die zehn stärksten Springsportnationen Europas vereint sind, stehen acht Nationenpreis-Turniere auf dem Programm. Punkte sammeln können die Teams jedoch nur auf vier Veranstaltungen, die sie laut Nationenpreis-Reglement zu Saisonbeginn festlegen mussten.

Foto von FEI/Katja Stuppia: v.l.n.r. Sabrina Zeender, FEI Secretary General; Farouk Mohamad Wazeer Ali, Saudi Arabischer Chargé d’affaires in der Schweiz; das belgische Team Niels Bruynseels, Pieter Devos, Dirk Demeersmann (Chef d’Equipe), Greogry Wathelet, Jos Verlooy; Markus Straub, Präsident des Kantonsrates des Kantons St. Gallen; Nayla Stössel, President of Organising Committee CSIO St. Gallen and Urs Schiendorfer, Event Director CSIO St. Gallen