Springreiten: Ping Pong machts möglich - Zweiter Sieg für Krasyuk in Oliva

Oleg Krasyuk (Ukraine) Ping Pong, 0/36,44 (Foto: Hervé Bonnaud)

Ping Pong heißt die Kandidatin, ist erst fünf Jahre alt und stellte ihrem Ausbilder ein gutes Zeugnis aus. Zum zweiten Mal gewann die niederländisch gezogene Stute bei den fünf Jahre jungen Pferden der Spring MET III eine Nachwuchspferdeprüfung und am meisten freute sich Mitbesitzer und Reiter Oleg Krasyuk darüber. Der 38 Jahre alte Springreiter ist in Pokrovka in der Ukraine aufgewachsen und profitierte von der Initiative des ukrainischen Teamgründers Oleksandr Onyshchenko - Krasyuk ist einer der wenigen ukrainischen Profis im Springsport.

Turnier mit „Langzeitfolgen“

Ping Pong gehört Oksana Sytryk und Oleg Krasyuk und erledigte ihren „Job“ im Special-Zwei-Phasenspringen binnen 36,44 Minuten und bescherte ihren Besitzern damit Platz eins in Oliva Nova. Krasyuk entdeckte den Pferdesport im Alter von sieben Jahren. da fand in der Nähe seines Elternhauses ein Turnier statt und der kleine Junge meldete sich am nächsten Tag für einen Reitkursus an. Der Kursus ist längst Geschichte, der kleine Junge von damals inzwischen Profi.

Nach Deutschland mit Onyshchenko

Im Alter von 20 jahren folgte Krasyuk der Offerte des ukrainischen Millionärs Oleksandr Onyshchenko. Der nahm den talentierten jungen Mann mit nach Deutschland, gab ihm Pferde in Beritt und brachte alle gemeinsam im Stall Schockemöhle bei Norbert Nuxoll zum Training unter. „Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel gelernt“, unterstreicht Oleg Krasyuk. Bis vor wenigen Jahren arbeitete Oleg Krasyuk für den Sportstall von Onyshchenko, hat aber seit 2005 mit Svitlana Vinnichenko eine Pferdebesitzerin, die ihm etliche gute Pferde zur Verfügung stellte.

Profi in Sachen Ausbildung

Die Routine, die Krasyuk im Laufe der Jahre erwarb, kommt seinen jungen Pferden zugute. Ping Pong ist so ein Exemplar, das der Reiter im spanischen Oliva Nova gern zeigt. Rene Tebbel, Nationalcoach der Ukraine aus Emsbüren, macht keinen Hehl daraus, dass Krasyuk durchaus auch ein Kandidat für das Team wäre, vorausgesetzt die entsprechenden Pferde da sind. In der Ukraine ehrte man den Springreiter 2015 mit dem Titel Master of Sport of International Class und im Oktober 2011 widmete Rolex dem Oleg Krasyuk die Rubrik „The Rolex One to watch“, als er binnen zwei Monaten um 214 Plätze in der Weltrangliste nach oben kletterte.

Die Sieben und der Name Foutrier

Nur wenig später durfte sich Guillaume Foutrier freuen. Der Franzose gewann mit  der sieben Jahre alten Vitalia D`Ash die Prüfung der sieben Jahre alten Pferde und ließ durchblicken, er könne sich an diesen Zustand gewöhnen. Schon die erste Woche der Spring MET III lief sehr erfolgreich für den Franzosen. Und bereits am Vortag sicherte sich Foutrier mit Chief Tibri Z den Sieg bei den sieben Jahre alten Nachwuchspferden. Beste Deutsche war in der gleichen Prüfung Katrin Eckermann aus Kranenburg. Mit Vallejo jumpte die Reiterin auf Platz vier.

Ergebnisse:

5YH 1,20m

1. Oleg Krasyuk (Ukraine) Ping Pong, 0/36,44

2. Cynthia Hankins (USA) Calirado, 0/37,11

3. Shannon Meinert Ketterle (Dänemark) Can’t Catch me DB Z, 0/37,44

4. Bart van der Maat ( Niederlande) Grace, 0/40,82

5. Oleg Krasyuk (Ukraine) Appolon, 0/41,30

6. Jessie Drea (England) Amazon JD, 0/41,30

6YH 1,30m

1. Ivo Biezen (Niederlande) Firefly H, 0/36,63

2. Clem McMahon (Irland) Franko, 0/36,91

3. Markus Kölz, Conchita, 0/37,09

4. Cameron Hanley (Irland) Arany de Kergane, 0/38,34

5. Alice Watson (England) Billy Limoncello, 0/38,61

6. Skye Higgin (England) Etoile vd Wijnhoeve Z, 0/39,46

7YH 1,35m

1. Guillaume Foutrier (Frankreich) Vitalia D’aah, 0/36,61

2. Clem McMahon (Irland) Pacato, 0/36,71

3. Ivo Biessen (Niederlande) Jersey vd Hunters, 0/37,28

4. Katrin Eckermann (Deutschland) Vallejo, 0/37,29

5. Alexander Butler (Irland) Eldorado, 0/38,15

6. Clem McMahon (Irland) Pacifico, 0/38,32