Springreiten: Parcoursbauer Andreas Hollmann verstorben

 

Plötzlicher Tod des 53-Jährigen beim Turnier in Oliva/Spanien

Warendorf (fn-press). Völlig unerwartet verstarb der Parcoursbauer Andreas Hollmann (Wetter) während der „Mediterranean Equestrian Tour“ im spanischen Oliva. Der enge Mitarbeiter von Deutschlands bekanntestem Parcoursbauer Frank Rothenberger (Bünde) wurde nur 53 Jahre alt.

Andreas Hollmann war als Parcourschef weltweit gefragt und trug die Verantwortung für den „richtigen Kurs“ bei zahlreichen großen Springturnieren unter anderem in Peking und Südafrika. An der Seite von Frank Rothenberger baute er die Parcours bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen, der Europameisterschaft 2013 und bei diversen Weltcup-Finals.

In der Nähe von Dortmund aufgewachsen, war Andreas Hollmann zunächst begeisterter Springreiter bis hin zur schweren Klasse. Rückenprobleme zwangen den gelernten Pferdewirt, die aktive Karriere im Sattel zu beenden. Dem Sport blieb Andreas Hollmann aber erhalten und startete eine zweite Karriere als Parcoursbauer. Bei der „Mediterranean Equestrian Tour” im spanischen Oliva (bei Valencia) kollabierte Hollmann und verstarb. Reiter, Veranstalter und Zuschauer gedachten des Parcourschefs mit einer Schweigeminute.

Eckhart Hilker, Fachgruppe Springen und Parcoursaufbau in der Deutschen Richtervereinigung, sagte betroffen: „Wir sind erschüttert und trauern um einen wunderbaren Kollegen. Seinen menschlich-einwandfreier Charakter, seine Zuverlässigkeit und Fröhlichkeit werden wir sehr vermissen. Deutschland hat einen der besten Parcoursbauer verloren.“

Foto von Hervé Bonnaud