Springreiten: Next Generation klopft in München an die Olympiatür - Interview mit Markus Renzel

Markus Renzel

Bei den MUNICH INDOORS vom 10. bis 13. November werden mit den Gesamtsiegern der DKB-Riders Tour und der MEGGLE Champion of Honour echte Hochkaräter ihrer Disziplin gekürt und gefeiert. Aber auch dem vierbeinigen Nachwuchs wird Ehr zu teil, denn in der Olympiahalle wird der beste Youngster des Jahres ermittelt. Der Animo Youngster Cup zelebriert bei den MUNICH INDOORS sein erstes Finale mit neuem Sponsor, dem italienischen Hersteller für funktionale und topmoderne Reitsportbekleidung Animo. Die internationale Springserie für sieben- und achtjährige Pferde ist nicht nur sportlicher Wettkampf, sondern hat sich für die Top-Reiter-Riege als wichtiges Element in der Ausbildung von Spitzenpferden etabliert. Ein Interview mit dem Führenden im Ranking und Animo-Testimonial Markus Renzel:

Sie sind ein Mann der ersten Stunde in der Youngster-Tour, die seit diesem Jahr von Animo als Animo Youngster Cup gesponsort wird. Wie sehen sie die Entwicklung?

Markus Renzel: Die Youngster Tour reite ich schon immer mit, das Konzept gibt es ja schon lange und es wird von allen Reitern hervorragend angenommen. Über die Jahre konnte man jetzt beobachten, dass Top-Pferde sich immer über die Youngster-Tour in den internationalen Spitzensport entwickelt haben.

Warum ist der Animo Youngster Cup so wertvoll für die internationale Reiterriege?

Markus Renzel: Die Nachwuchspferde starten ja in Deutschland fünf- und sechsjährig in Springpferdeprüfungen. Der sportliche Schritt für ein siebenjähriges Pferd ist schon ein großer, denn nun geht es darum, auf S-Niveau zu bestehen. Das ist ein entscheidender Punkt in der Entwicklung. Außerdem ist es wichtig, dass die Pferde sich an die Atmosphäre von internationalen Turnieren gewöhnen. Es ist natürlich ein ganz anderes Ambiente, zwischen einem ländlich geprägten Turnier mit Springpferdeprüfungen oder einem Turnierplatz wie beim Deutschen Spring- und Dressur-Derby in Hamburg oder bei den Munich Indoors in der Olympiahalle. Das ist sehr beeindruckend für die Pferde und es ist wichtig, sie da heranführen zu können, ohne sie im Parcours zu überfordern.

Die Parcours im Animo Youngster Cup sind also speziell abgestimmt?

Markus Renzel: Ja, genau! Die Qualifikationen sind meist noch recht einladend und motivierend gebaut. Aber die Qualifikationsprüfung ist dann schon anspruchsvoll. So kann das Pferd auf jedem Turnier in die Anforderungen hineinwachsen.

Und wie angesehen sind diese Prüfungen dann?

Markus Renzel: Also bei den Reitern enorm und Fachleute gucken sich meist alle Youngsterspringen an, denn hier sehen sie die Top-Pferde der Zukunft. Das ist schon sehr interessant. Ich würde sagen, 80 Prozent der Weltklassepferde haben sich über die Youngster-Tour in den Top-Sport entwickelt. Dazu zählen zum Beispiel Cornet D’Amour von Daniel Deußer oder Comme il faut von Marcus Ehning, aber auch meine Nummer Eins im Stall, Cato.

In das Finale im Animo Youngster Cup gehen sie als Führender, was haben Sie sich vorgenommen?

Markus Renzel: Ach, ich freue mich einfach, dass es bis hierhin schon so gut gelaufen ist, denn wer im Animo Youngster Cup führt, hat ganz offensichtlich ein gutes Nachwuchspferd unter dem Sattel, denn das heißt schon etwas.

Wie lange sind Sie schon Animo-Testimonial und was gefällt Ihnen besonders an der Kleidung?

Markus Renzel: Ich bin schon seit der deutschen Markteinführung dabei. Die Sachen sind vor allem total bequem und ich finde schon, dass Animo Schwung in die deutsche Reitsportmode gebracht hat. Wie gut das ankommt, sieht man ja auch an der Konkurrenz, auf die Animo ja auch im Styling Einfluss genommen hat. Die Materialien und das Design sind dennoch unverkennbar und die Sachen sind super funktional.

Markus Renzel gewann mit der achtjährigen Blacky die Qualifikation zum Animo Youngster Cup im Januar 2016 in Leipzig. / Foto: Thomas Hellmann