Springreiten: Mannheim freut sich auf 100. Nationenpreis

 

Länderspiel der Springreiter findet dieses Jahr nicht in Aachen statt

Warendorf (fn-press). Wenn die besten Springreiterteams Mitte Juli ins Mannheimer Stadion einreiten, dann feiert der Springsport ein rundes Jubiläum: Zum 100. Mal wird der Nationenpreis Springen in Deutschland ausgetragen. Für das traditionsreiche „Länderspiel“ hat sich Mannheim zur Verfügung gestellt, da der angestammte Turnierort Aachen in diesem Jahr die Europameisterschaften veranstaltet und deshalb auf das Nationenpreisturnier CHIO verzichtet.

1929 fällt der Startschuss für den ersten offiziell beim Weltreiterverband FEI registrierten Nationenpreis. Es sind in diesem Jahr sogar gleich zwei Veranstaltungen, eine in Köln, eine in Berlin. Köln bleibt einmalig, während in Berlin bis 1939 Nationenpreise geritten werden. Die FEI-Regelung, dass pro Nation nur ein Nationenpreis im Jahr erlaubt ist, gibt es noch nicht. In den 1930er Jahren laden Berlin und Aachen zum „Machtkampf“ der Springsportländer ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt Aachen die Nummer 1. Von 1954 und 1986 abgesehen trifft sich die Weltelite alljährlich in der Soers. 2015 wird nun die Ausnahme.

Peter Hofmann, Chef des Mannheimer Maimarktturniers und schon zweimal Gastgeber von Europameisterschaften der Springreiter, will aus seinem CSIO vom 16.-19. Juli eine große Jubiläumsparty machen. Neben den sportlichen Highlights im Parcours gibt es viel Rahmen- und Schauprogramm. So plant Hoffmann eine große Ausstellung mit 250 Verkaufsständen, ein vielseitiges Angebot für Kinder und eine Fohlenauktion. Die Galashow am Samstagabend steht unter dem Motto „Pferd und Emotion“ und verspricht eine atemberaubende Reise durch die Welt der Pferde.

Die Hochkaräter des Springsports sind der Nationenpreis am Samstag und der Große Preis von Mannheim am Sonntag. Turnierleiter Hofmann kann sicher sein, dass sich Olympiasieger, Welt- und Europameister sowie die Spitzenreiter der Weltrangliste ein Stelldichein geben werden. Welche Reiter und Pferde Otto Becker in die deutsche Equipe berufen wird, ist heute nicht bekannt. Nominiert wird erst rund vier Wochen vorher. Neben den Spitzenprüfungen stehen mit dem Preis von Europa (Freitag) sowie der Qualifikation für den Großen Preis am ersten Turniertag (Donnerstag) zwei weitere internationale Topspringen auf dem Programm. Ergänzt wird das Prüfungsangebot unter anderem durch eine Youngster-Tour für sieben- bis achtjährige Pferde.