Springreiten: Kann Scott Brash die höchstdotierte Serie zum dritten Mal gewinnen?

Rolf-Göran Bengtsson, Luciana Diniz, Scott Brash

450 000 US-Dollar Preisgeld und eine Million US-Dollar Bonus werden in Doha beim Finale ausgeschüttet

Das große Finale der Longines Global Champions Tour 2015 steht vor der Tür: In einer Woche (12. bis 14. November) wird sich zeigen, ob der herausragende Springreiter des Jahres, der Weltranglisten-Erste Scott Brash (GBR), seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen kann und damit zum dritten Mal in Folge Gesamtsieger der höchstdotierten Serie der Welt wird. Seine Herausforderer Luciana Diniz (POR) und Rolf-Göran Bengtsson (SWE) werden alles geben, dem Mannschafts-Olympiasieger von London den Gewinn des exorbitanten Preisgeldes bei der letzten von 15 Etappen so schwer wie möglich zu machen.

Die Ausgangslage ist klar: Scott Brash hat innerhalb der vergangenen 14 Etappen der Serie 279 Punkte gesammelt, Luciana Diniz ist ihm dicht auf den Fersen mit 277 Punkten - Rolf-Göran Bengtsson hat 269 Punkte auf seinem Konto - auch er war bereits zweimal Gesamtsieger der weltweiten Serie. 625 000 Euro hat der Brite in der Tour schon in diesem Jahr gewonnen. Er möchte gern den Hauptteil der einen Million US-Dollar, die unter den besten 18 Reitern als Bonus ausgeschüttet wird, mit nach Hause nehmen. Dafür wird er seinen Hello Sanctos satteln, mit dem er bereits bei Olympia erfolgreich war. Der Final-Grand-Prix im hochmodernen Stadion AL SHAQAB in Doha ist mit 450 000 US-Dollar ausgeschrieben. Um die Siegersumme dieses Springens werden alle anderen Teilnehmer kämpfen.

Luciana Diniz wird natürlich ebenfalls ihre beiden besten Pferde im Stall, Winningmood und Fit For Fun, in Doha satteln. MIt diesen Top-Pferden gewann sie die Etappen in Madrid und Rom. Rolf-Göran Bengtsson baut einmal mehr auf Casall ASK, seiner lebenden Legende. Mit dem Hengst war er bei den LGCT- Etappen in London und Rom siegreich.

Die Pferde der besten Reiter der Welt werden bereits an diesem Wochenende in bequemen Boxen via Flugzeug auf die Anlage AL SHAQAB, einem Mitglied der Qatar Foundation, gebracht.

Das who-is-who der Springreiterei ist in Doha am Start. Die Plätze vier bis acht in der Rangliste nehmen ein: Simon Delestre (FRA), Christian Ahlmann (GER), Sheikh Ali Bin Khalid Al Thani (QAT), John Whitaker (GBR) und Pénélope Leprevost (FRA). Ebenso am Start sind Ludger Beerbaum (GER), Lauren Hough (USA), Daniel Deusser (GER), Edwina Tops-Alexander (AUS), Kevin Staut (FRA), Maikel van der Vleuten (NED), Athina Onassis de Miranda (GRE), Pius Schwizer (SUI), Michael Whitaker (GBR), Meredith Michaels-Beerbaum (GER), Ben Maher (GBR) und Harrie Smolders (NED).

Ein Heimspiel haben Scheich Ali Bin Khalid Al Thani (QAT) und Bassem Hassan Mohammed (QAT). Der Gewinner der Etappe von Chantilly, Gregory Wathelet (BEL), der Sieger der Etappe in Valkenswaard, Marco Kutscher (GER) und der Sieger im Grand Prix von Paris, Bertram Allen (IRL), werden versuchen, ihre Erfolge zu wiederholen.

Bild: Einer wird gewinnen - Bangtsson, Diniz oder Brash (v.l.) - Fotograf: Stefano Grasso/LGCT